Netbook-Neuling: Dell Inspiron Mini 9 im Test
Bedienung: Sieg oder Niederlage
Im Gegensatz zum Innenleben sind die äußerlichen Unterschiede zu anderen Netbooks leicht zu erkennen. Dell beweist Mut und krempelt das Tastenlayout komplett um. Trotz des relativ schmalen Gehäuses von 23,3 Zentimetern kommt man mit dem Zehn-Finger-System zurecht. Die Tabulatortaste ist deshalb nur halb so groß. In die Schranken gewiesen wurden auch die Backspacetaste und einige Satzzeichen, die ebenfalls nur mehr die Hälfte der ursprünglichen Größe messen.
Dell Inspiron Mini 9
USB-Port, Kopfhörer-, Mikrofon-, VGA- und Lan-Anschluss auf der rechten Seite.
Dell setzt eine angepasste Ubuntu 8.04 Version ein, die zugleich voll update-fähig ist. Zusätzlich gibt es eine spezielle Dell Launcher Bar.
Einige weniger verwendete Zeichen wurden umsortiert und finden sich nun alle auf der rechten Seite wieder. Auch die rechte Shifttaste wurde gestutzt. Positiv: Sie wurde links von den Pfeiltasten positioniert und nicht wie sonst oft üblich rechts davon. Nebenbei hat Dell auch eine ganze Tasten-Zeile eingespart. Die F-Tasten mussten weichen und können nur mittels des FN-Drückers aktiviert werden. Für Kürzelfans ein herber Rückschlag. Zudem fehlen die F11- und die F12-Taste.
Die Tasten des Touchpads können nicht mit der ansonsten guten Qualität mithalten. Sie haben so gut wie gar keinen Druckpunkt und auch die Einlassung in das Gehäuse ist unsauber. Die Tasten befinden sich trotz der kleinen Abmessungen unterhalb des Touchpads und sind gut zu erreichen. Das Netbook kam in der Redaktion mit einem aufgespielten Windows XP an, welches nicht annähernd auf dem aktuellem Stand war. Unverantwortlich ist, dass nur der alte Internet Explorer 6 installiert war.
Fazit: Ein gutes Erstlingswerk
Dell hat mit diesem Netbook fast alles richtig gemacht. Der einzige echte Kritikpunkt sind die beiden Touchpadtasten, welche fast keine Rückmeldung geben. WLAN im N-Standard und ein mattes Display wären zudem wünschenswert gewesen. Dafür überzeugt die fixe SSD auf ganzer Linie. Trotz der kompakten Maße kann dank des veränderten Layouts das Zehn-Finger-System angewendet werden. Mit Versand kostet der Dell 400 Euro, womit er sich auf Höhe des MSI Wind platziert. Dieses kann sich in einem indirekten Vergleich zum Dell aber durchsetzen.
Ein Blick zur restlichen Konkurrenz: In Sachen Bedienung schlägt das Dell Netbook die 8,9-Zoll-Konkurrenz von eCafé, Acer Aspire one und die kleineren Asus EeePCs zum Teil deutlich. Gegen den MSI Wind und den Asus EeePC 1000H muss er aber klar zurückstecken. 8,9 Zoll sind gerade noch in Ordnung für ein Netbook. Jedoch kostet die 10,2-Zoll-Konkurrenz nur unwesentlich mehr und bietet dafür ein deutliches Plus in Sachen Bedienkomfort.
Ein Blick zur günstigeren Linux-Version lohnt sich. In dieser Variante kommt ein speziell angepasstes Ubuntu 8.0.4. zum Einsatz. Die Festplatte hat nur acht Gigabyte, ansonsten sind die Daten identisch zur großen Windows XP-Version. Ein echter Geheimtipp für diejenigen, die sich nicht vor der Linux-Nutzung scheuen. Das günstigere Dell-Modell kostet mit Versand 350 Euro.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Ich habe mir den "Neuling" vor einem Monat zugelegt. Da ich auch einen EeePC von Asus besitze konnte ich beide gut miteinander vergleichen. Der Dell ist sehr solide und sehr sauber gebaut.Sehr viel Spaß macht der...