Die Datenkrake als Menschenfreund
Google rettet die Welt: Ökostrom und Nächstenliebe
Google als globaler Retter: Der Konzern engagiert sich derzeit für zwei große Projekte, die Umweltbewusstsein und Menschenliebe demonstrieren sollen. Die ehrgeizigen Ziele: Die Stromversorgung Amerikas bis 2030 auf erneuerbare Energien umstellen und mit zehn Millionen Dollar die Welt verändern.
Inhaltsverzeichnis
- 1Regenerative Energien: Weg mit Öl und Kohle
- 2Bis 2030 will Google Amerika verändern
- 3Nebeneffekt für Google: Die eigene Stromrechnung senken
- 4Google spendet zehn Millionen für gute Hilfsprojekte
- 5Einsendeschluss für Weltverbesserer: 20. Oktober 2008
Regenerative Energien: Weg mit Öl und Kohle
Googles Umweltprojekt für eine grünere Welt heißt "RE<C", eine englische Kurzform für "erneuerbare Energien, die weniger kosten als Kohle". Auf lange Sicht möchte Google nach eigenen Angaben erreichen, dass Solar- oder Windenergie genauso günstig sind wie Energien aus begrenzten Ressourcen wie Kohle oder Öl.
Dafür arbeitet Google mit dem US-Technologiekonzern General Electric zusammen. Gemeinsam wollen die Unternehmen unter anderem ein Stromnetz entwickeln, bei dem die Bürger genau sehen, wann sie wie viel und vor allem welche Energie verbrauchen. Außerdem gelte es, Wege zu finden, Windkraft und Sonnenenergie in den Großstädten verfügbar zu machen.

Amerika: Natürliche Energien sollen auf lange Sicht Geld sparen.
Bis 2030 will Google Amerika verändern
Google setzt dabei auf einen straffen Zeitplan: Innerhalb von 22 Jahren sollen Kohle und Öl von der Stromversorgungs-Liste Amerikas gestrichen und durch Wind-, Solar- und Erdwärme-Energie ersetzt sein. Erdgas und Atomenergie sollen die Amerikaner nach wie vor zu kleinen Teilen nutzen.
Dabei scheut Google nicht, über die anfallenden Kosten zu sprechen: Der Plan "Clean Energy 2030" kostet laut Google etwa 3,18 Billionen Euro. Unter der Rechnung steht trotzdem ein dickes Plus: Denn dank der Hochrechnung auf 22 Jahre ergibt sich eine Ersparnis von 722 Milliarden Euro. Die spare Amerika auf längere Sicht durch die höhere Effizienz der natürlichen Energien ein.
Nebeneffekt für Google: Die eigene Stromrechnung senken
Google profitiert von dem groß angelegten Energieplan nicht nur in Form eines guten Gewissens. Google-Mitbegründer Sergey Brin erklärt gegenüber Cnet.com, das Unternehmen "profitiere als großer Verbraucher selbst von günstigeren Stromquellen". Netter Nebeneffekt ist sicherlich die Darstellung Googles als Umweltfreund.

Google engagiert sich auch weiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Suchmaschinenanbieter hat 100 Millionen US-Dollar in den weltgrößten Windpark investiert. "Shepherds Flat" wird nächstes Jahr fertig gestellt.
Google baut sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus. Dieses Mal investiert der Suchmaschinenriese 55 Millionen US-Dollar in einen Windpark in der südkalifornischen Mojave-Wüste.
Nach Investitionen in zwei US-Windkraftanlagen macht Google nun auch in Sonnenenergie - und kauft sich mit 3,5 Millionen Euro in einen der größten deutschen Solarparks ein. Der Konzern will verstärkt in Deutschland investieren.
Genug Saft für eine Großstadt: Im vergangenen Jahr lag der Stromverbrauch von Google bei rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden. Zum ersten Mal legt der Suchmaschinenriese solche Zahlen öffentlich vor.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Google für seine Bemühungen um den Klimaschutz ausgezeichnet. Beim "Cool IT Leaderboard" belegte Google den Spitzenplatz.
Wave, Knol, Friend Connect: Diese und noch vier weitere Google-Dienste stehen vor dem Aus. Google gab bekannt, dass wieder Projekte eingestellt werden, die nicht den gewünschten Erfolg brachten.
Wer mit Google Earth umherreist, ist normalerweise auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten oder Vertrautem. Gemeinsam mit der UN will Google die Aufmerksamkeit jetzt auf Flüchtlingslager rund um den Globus lenken und dort die Zustände dokumentieren.




