Gimp-Entwickler im Interview: "Unser Ziel sind die Profis"

Gimp-Entwickler im Interview: "Unser Ziel sind die Profis"

Budig: Ja. Gegl war lange Vaporware.

netzwelt: Was war es bitte?

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Budig: Vaporware. Das ist etwas, das nicht wirklich existiert, eine Idee, die durch die Gegend spukt.

netzwelt: Und Gimp ist nun der Ort, an dem sich Gegl manifestieren soll?

Budig: Ja. Schon sehr lange wissen wir, dass die interne Infrastruktur, die die Pixeldaten in Gimp handhabt, sehr stark eingeschränkt ist. Gimp geht bis einschließlich Version 2.4 davon aus, dass Pixel acht Bit pro Farbkanal haben, was je einem Byte entspricht. Das ergibt pro Pixel ein Byte Rot, ein Byte Grün, ein Byte Blau sowie ein Byte für den Alphakanal. Diese Grundannahme zieht sich durch alle möglichen Bestandteile von Gimp seit der Erfindung des Programms.

netzwelt: Also eine Art "Altlast", die Gimp da mit sich herumschleppt?

Budig: Das war ein echtes Problem in unserem Quellcode. Jedes Plugin geht davon aus, dass die Pixeldaten in diesem Format kommen. Mit den modernen Spiegelreflexkameras kommt nun aber ein neues Format ins Spiel: das RAW-Format. Damit liegen die Rohdaten eines Fotos häufig in einer deutlich größeren Präzision vor. Pro Farbkanal können zwölf bis 16 Bit existieren. Wenn man ein derartiges Rohbild importiert, werden gleich mindestens vier Bit von Gimp weggeschmissen. Auch wenn man HDR-Bilder knipst, stößt man sehr schnell an die Grenzen von acht Bit. Wenn Sie zum Beispiel bei einem Foto in den dunklen Bereichen mehr herausholen wollen, können Sie dies mit Gimp in der bisherigen Form nicht tun. Gegl erweitert die Möglichkeiten von Gimp ungemein, da es mit Float-Arithmetik arbeitet und so 16 bis 32 Bit pro Farbkanal ermöglicht.

netzwelt: Es öffnen sich also ganz neue Möglichkeiten der Fotobearbeitung mit Gimp schon in der 2.6er Version?

Budig: Ganz so weit sind wir noch nicht. Die Hauptbildansicht ist noch nicht Gegl-basiert, aber Werkzeuge wie "Pfad" oder "Kurve" arbeiten intern schon damit. Gimp 2.6 soll uns zeigen, dass das, was wir eingebaut haben, auch wirklich das tut, was es soll.

netzwelt: Bei Gimp findet also ein großflächiger Umbau statt...

Budig:So ist es. Schon die neue Version 2.6 hat eine harte Abhängigkeit von Gegl. In den nächsten Versionen wird die Integration weiter ausgebaut. So werden zum Beispiel Ebenengruppen endlich möglich sein.

netzwelt: Das klingt vielversprechend. Herr Budig, vielen Dank für das Gespräch.

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Ich find Gimp als kostenlose Alternative zu Photoshop super. Da muss man eben nicht superviel Geld für eine Bildbearbeitung ausgeben. Allerdings find ich Gimp manchmal auch etwas unübersichtlich. Aber sonst ist es gut.

Zitat: Schon alleine dass für jedes Toolfenster ein Eintrag in der Taskbar erscheint darf nicht sein. Tja, da hast Du Dich für jede weitere Diskussion disqualifiziert!! Schau...

Zitat: Nein. Man muss Photoshop nicht gewöhnt sein um festzustellen, dass die Oberfläche von Gimp grauenhaft miserabel ist. Auch egal ob du vorher Paint oder Deluxe Paint benutzt hast. Schon...

Nein. Man muss Photoshop nicht gewöhnt sein um festzustellen, dass die Oberfläche von Gimp grauenhaft miserabel ist. Auch egal ob du vorher Paint oder Deluxe Paint benutzt hast. Schon alleine dass für jedes...

Zitat: weil so ziemlich jeder, der Gimp schon mal benutzt hat, diese bemängelte Meintest Du vielleicht: "Jeder der von Photoshop kommt bemängelt die Oberfläche" ? Es ist Anfangs...

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