Apple will Shop lieber schließen, als die Songs teurer zu machen

Höhere Abgaben an Musiker: Steht iTunes vor dem Aus?

Höhere Abgaben an Musiker: Steht iTunes vor dem Aus? Kaum blüht der Online-Verkauf von Musik, könnte es schon wieder vorbei sein. In den USA sollen die Abgaben an Musiker deutlich erhöht werden, morgen erfolgt der Entschluss. Apple stellt sich quer: Bevor diese Erhöhung das iTunes-Preismodell kaputt macht, schließt der Shop lieber direkt.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das größte Stück vom Musik-Kuchen
  2. 2Künstler fordern höhere Beteiligung
  3. 3Apple: 99 Cent oder wir sind raus
  4. 4Spannungsfeld: Käufer, Shop, Plattenfirma
  5. 5Update vom 6. Oktober:

Das Update finden Sie am Ende des Artikels.

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Das größte Stück vom Musik-Kuchen

Analysten schätzen, dass iTunes in diesem Jahr etwa 2,4 Milliarden Songs verkaufen und einem Marktanteil von 85 Prozent erobern wird. Damit ist der Online-Shop von Apple der größte weltweit. Das radikale Prinzip, jedes Musikstück für 99 Cent anzubieten, kurbelte nicht zuletzt auch die iPod-Verkäufe der Firma an.

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Doch von dem Verkaufspreis wandern ganze 70 Prozent zu den Plattenfirmen, welche die Rechte an den Songs besitzen. In den USA zahlen die wiederum so genannte Royalty Fees an die Künstler selbst - eine Gewinnbeteiligung dafür, dass die Werke im Internet verkauft werden. Aktuell liegt der Betrag bei neun Cent pro Lied.

iTunes
Will an den 99 Cent pro Song festhalten: iTunes.

Künstler fordern höhere Beteiligung

Zu wenig, findet die National Music Publishers' Association (NMPA). Denn die neun Cent wurden im Jahr 1997 festgesetzt und bezogen sich noch auf den Verkauf physischer Datenträger wie CDs. Am kommenden Donnerstag tagt daher das aus drei Richtern bestehende Copyright Royalty Board, um die Zahlungen für die nächsten fünf Jahre zu beschließen.

Eine Erhöhung auf 15 Cent hält die NMPA für angemessen, da der Online-Verkauf von Musik floriere und auf lange Sicht alle Beteiligten profitieren sollten. Den Plattenfirmen schmeckt diese Erhöhung nicht: Sie möchten weg von der Pro-Song-Regelung und schlagen stattdessen eine pauschale Beteiligung von acht Prozent vor.

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