Fernsehen bequem: TV-Guides der neuen Generation

Zunächst nur für Vista-Rechner

Springer will "My Personal TV Digital" ab November 2008 zum Download für Windows-Rechner anbieten. Die kostenlose Software wird zunächst nur auf Vista-PCs in der Premium- und Ultimate-Edition laufen. Windows XP-Nutzer können die Freeware noch nicht verwenden. Geplant ist, das Programm zunächst auf der Microsoft Vista Gallery zu veröffentlichen. Weitere Download-Plattformen sollen folgen. Auch ein eigenes Media-Center will das Unternehmen bis zum Jahreswechsel veröffentlichen. In diesem Zusammenhang wird "My Personal TV Digital" auch für Windows XP installierbar sein.

Ansichten aus "My Personal TV Digital"

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Axekl Springer Unternehmen - Das Logo von "My Personal TV Digital"
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Das Logo von "My Personal TV Digital"

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Screenshot Personalisierung - Screenshot aus der Programmansicht von "My Personal TV Digital"
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Screenshot aus der Programmansicht von "My Personal TV Digital"

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Screenshot "Personal Movies" - Screenshot aus der Programmansicht "Personal Movies"
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Screenshot aus der Programmansicht "Personal Movies"

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Screenshot "Personal Series" - Screenshot aus der Programmansicht "Personal Series"
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Screenshot aus der Programmansicht "Personal Series"

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Screenshot Programmempfehlung - Screenshot aus der Programmansicht "Programmempfehlung"
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Screenshot aus der Programmansicht "Programmempfehlung"

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Screenshot Suche - Das Suchfeld der Software
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Das Suchfeld der Software


Werbung

Neue Werbeformen

Der Konzern hat für die Entwicklung des EPGs eine mehrstelligen Millionenbetrag in die Hand genommen. Dreh- und Angelpunkt der Finanzierung sind Werbeeinspielungen in den virtuellen Kanälen. Diese sollen auf den ermittelten Geschmack des Zuschauers abgestimmt werden. Zwischen den aufgezeichneten Sendungen sollen "attraktive Clips" platziert werden, die thematisch passen. Keine 30-Sekünder sind geplant, sondern kurze Clips im Stil von YouTube. Angenommen, Sie interessieren sich für Autosendungen, dann ist es durchaus möglich, dass BMW seine neuen Modelle in Kurzvideos informativ präsentiert. Der Kunde kann damit selbst entscheiden, ob er einen Clip sehen will, da er ihn aktiv auswählen muss.

Personalisierung und Datenschutz

Das Geschäftsmodell des Springer-Verlags zeigt, wie wertvoll die Ware "Nutzerprofil" geworden ist. Da liegt die Frage nach Art und Weise der Erhebung der Daten nahe. "Es werden keine persönlichen Daten hochgeladen", versichert Stephan Zech, Geschäftsführer der Axel Springer Digital TV Guide GmbH, gegenüber netzwelt. "Die gesamte Intelligenz liegt auf Ihrem Rechner. 'My Personal TV Digital' lernt zwar aus Ihrem Nutzerverhalten. Die Vorschläge werden aber ausschließlich lokal unterbreitet. Nur bei den Programminformationen existiert ein bi-direktionaler Kanal und auch bei Inhalten, die eventuell online verfügbar sind, wie zum Beispiel bei RTL-Now." Wenn der Kunde sich aktiv für einen Promoclip entscheidet, stellt Axel Springer Digital dem Werbetreibenden einige Cents in Rechnung.

Ab 2009 auch in Fernsehern verfügbar?

Man darf gespannt sein, ob der neue EPG-Service den Sprung in die Fernseher der großen Hersteller schafft. Ab 2009 will man bei Axel Springer erste Partnerschaften ankündigen. Ein erster Hersteller für diese kühnen Pläne könnte Elektronik-Riese Philips sein. Philips-Tochter Aprico entwickelte immerhin die Hardware hinter "My Personal TV Digital". Eine genaue Auskunft über mögliche erste Partner wollte man netzwelt gegenüber derzeit aber noch nicht geben.

TiVo: Ein Ausblick

Ob es Springer gelingt, mit "My Personal TV Digital" den hart umkämpften Markt der Fernseh-Zeitschriften umzukrempeln wird sich frühestens Anfang 2010 zeigen, wenn die ersten Flatscreens mit dem "EPG der Zunkunft" auf den Markt kommen. Bis dahin hilft vielleicht ein Blick in die USA.

In den USA erfolgreich: TiVo
In den USA erfolgreich: TiVo

Dort hat sich mit "TiVo" ein Dienst etablieren können, der voll und ganz auf das Zugpferd "Komfort-EPG" setzt. Durch diesen Service konnte sich TiVo in den USA zur populärsten Festplatten-Set-Top-Box auf dem Markt mausern. Springers Weg ist allerdings riskanter. Dort wo TiVo durch ein monatliches Abo-Modell Geld in die Kassen spült, ist "My Personal TV Digital" ausdrücklich als kostenlos deklariert. Der Weg führt ausschließlich über die Personalisierung der Sehgewohnheiten. Ob Springer hier den Google-Effekt nutzen kann, muss sich noch herausstellen. Dem Suchmaschinen-Giganten gelang es erfolgreich, aus individuellen Werbeeinblendungen mittels "AdWords" Kapital zu schlagen. Hier ist "New Media" also mittlerweile schon zum Vorbild für alteingesessene Verlage geworden.

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Hübsch aussehen tut es ja - aber ist es wirklich praktischer? Nach den Screenshots zu urteilen geht beim Versuch, mehr "iPhone-isch" auszusehen eher die Übersicht verloren.

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