Erstes Mini-Kernkraftwerk von Hyperion bereits verkauft
Ab 2013: Kleiner Nuklear-Reaktor für den Garten
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Knappe Energiereserven und globale Erwärmung: Die amerikanische Firma Hyperion will genau die richtige Lösung für das Energie-Problem der Welt haben - Miniatur-Kernkraftwerke für den Hausgebrauch. Hyperion stellt kleine Module her, die sie per LKW oder Schiff in die ganze Welt ausliefern können.
Kleine Kernkraftwerke für jeden Winkel der Erde
"Wind- und Solarenergie haben ihren Anteil an der Lösung unseres globalen Energie-Problems, aber das Zugpferd wird die Kernenergie sein", davon ist Hyperion überzeugt. Allerdings gebe es einen Haken, mindestens zehn Jahre dauere der Bau eines großen Kernkraftwerks. Für Hyperion Grund genug, sich auf kleine Reaktoren zu spezialisieren, die lediglich 1,5 Meter groß sind.

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Das "Hyperion Power Module", der kleine Reaktor für den Garten.
In der Erde vergraben und von einem Schutzmantel umgeben, liefere das Mini-Kernkraftwerk günstige Energie ohne schädliche Abfallprodukte. Im Gegensatz zu einem Kohlekraftwerk gebe es keine Abgase, sondern in fünf Jahren "nur Abfall von der Größe eines Fußballes". Die Energie und damit den Strom gewinnen Kernkraftwerke durch die Spaltung von Atomkernen. Dabei entstehen zwar keine Abgase, die den Treibhauseffekt verstärken, wohl aber radioaktive Materialien.
Hyperion kümmert sich um den radioaktiven Abfall
In einem Interview auf "techrockies.com" äußerte sich Hyperion-Chef John Deal zum Thema Abfall-Verwertung: "Aus Sicherheitsgründen sagen wir nicht, was mit dem Nuklear-Müll geschieht. Aber er wird nicht einfach irgendwo in Eimern gelagert." Das Modul produziert laut Hyperion dreißig Megawatt, genug für 20.000 amerikanische Haushalte. Die Lebensdauer des Kraftwerks beträgt dabei acht bis zehn Jahre.

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Der kleine Reaktor im Boden liefert genug Energie für eine Kleinstadt.
Erster Mini-Reaktor bereits verkauft
Zunächst plant Hyperion die Produktion von viertausend kleinen Kernkraftwerken. Der erste Mini-Reaktor sei bereits verkauft und soll 2013 ausgeliefert werden. An wen, teilte Hyperion nicht mit. Dafür verriet Hyperion-Chef Deal im Interview den Preis - 25 bis 30 Millionen Dollar kostet ein Reaktor.
Links zum Artikel
- Interview mit Hyperion-Chef auf techrockies.com
- Schwarze Löcher am CERN: Urknall, die Zweite
- Stromanbieter-Wechsel leicht gemacht
- Website Hyperion
- Ökostrom und seine Energiequellen
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Na hoffentlich wird sich das nicht durchsetzten. Da hätte ich viel zu viele Bedenken, dass irgendetwas schief geht und es ein kleines Tschernobyl gibt. Die Städte sollten lieber in andere Energiequellen investieren wie Solar- und Windenergie. Ist definitiv sicherere, sauberer (Kernkraft ist für mich keine saubere Energiequelle) und unter Umständen günstiger.
Es gibt so viele alternative Energiequellen. Wieso stecken die Leute das Geld nicht mal in deren Weiterentwicklung anstatt in den Bau von Mini-Kernkraftwerken? Würde mal gerne wissen, was die Entwicklung von dem Spaß gekostet hat.
Finde es trotzdem faszinierend, wie weit entwickelt die Technik heute ist.
Zitat:
Noch mehr Bedenken habe ich, dass es Terroristen oder andere Fanatiker schaffen an den Atommüll (verbrauchte Brennstäbe )zu kommen und schmutzige Bomben bauen.
Beispiel:
http://www.focus.de/politik/ausland/festnahme_aid_87157.html
Dieser Typ von der Herstellerfirma sagt nicht, an wen er die Dinger verkauft und er sagt auch nicht, was mit dem radioaktiven Dreck geschehen soll.
Na prima. :( :( :(
Hoffentlich legt dem Kerl jemand das Handwerk, bevor es zu spät ist.
Die Energieprobleme lassen sich jedenfalls auch anders lösen, mit ein paar guten Ideen. Ich fange gleich mal mit einer Bitte an unsere Politiker an: Verbietet die "normalen" Dachpfannen, oder besteuert sie so hoch, daß sich die Herstellung nicht mehr lohnt. Daß dieses Instrument vortrefflich funktioniert, sieht man ja daran, daß es praktisch keine Autos ohne Kat mehr gibt und daß die Alcopops vom Markt verschwunden sind.
Statt der normalen Dachpfannen gibt es dann nur noch Dachpfannen, die mit dem stromerzeugenden Siliziumzeugs beschichtet sind, aus dem die Solarmodule gefertigt werden. Auf diese Weise wird jedes neu eingedeckte Dach zu einem kleinen Kraftwerk. Je mehr es werden, desto weniger Kraftwerke brauchen wir, desto weniger Atommüll fällt an und desto weniger CO2 wird in die Luft geblasen.
Natürlich ist mir klar, daß bis dahin noch einiges an Forschungs- und Entwicklungsarbeit nötig ist und daß deshalb auch längere Übergangsfristen sein müssen. Es sollte aber langfristig möglich sein, die Dinger in Massen und zu einem akzeptablen Preis zu fertigen.
Ich glaube aber, so etwas wird nur ein frommer Wunschtraum bleiben. Wenn wirklich mal etwas Entscheidendes in Richtung erneuerbarer Energien unternommen werden soll, wird die Stromlobby nicht untätig bleiben und das zu verhindern wissen. :keineahn:
also so einen mini nuklear-reaktor empfinde ich als schwachsinn! wenn da jetzt jemand irgendeine weltbewegende entdeckung gemacht hätte, mit der man energie sauber und preiswert erzeugen kann, würde ich mich über eine derartige ankündigung echt freuen, nuklear-reaktoren für alle finde ich aber eher schädlich als nützlich!
unser vermieter hat diesen sommer sonnenkollektoren auf das dach dieses hauses bauen lassen! ca. 150 m²! das finde ich mal ne gute idee!
Zitat:
Das sehe ich auch so und:
Hört doch langsam mal auf das Problem 100 qm weise zu zerreden.
Ich habe keine Ahnung ob diese Minireaktoren eine gute Idee sind. Ich bezweifele sehr, dass in Deutschland - vielleicht sogar Europa - eine Betriebsgenehmigung für so ein Ding zu kriegen sein wird.
Für mich bleiben 2 Dinge:
-Die Kernenergie wird auf mittlere Sicht weltweit Energieträger Nummer eins sein und die Fossilen Brennstoffe hoffentlich schnell zurückdrängen.
-Wir werden nicht aufhören dürfen nachzudenken; die Konzepte, die die Politik bislang anbietet sind nicht zielführend......
Ich sehe es genauso wie @sara in ihrem 2.Punkt, aber so ein MiniAKW ist für meinen Begriff ziemlich überzogen. @King W.: Deinen Ausführungen kann ich nur beipflichten. Dabei muss man aber auch sagen, wenn die Autolobby nicht wäre, würden wir in Deutschland auch mit 130 km/h auf der Autobahn fahren.
diesen Minireaktor lehne ich ab
Zitat:
Fände ich dramatisch, die Probleme der Kernenergie sind doch bei weitem nicht gelöst. Endlagerung (ich sage nur: Asse)? Gefahren im Betrieb? Sicher ist das mit den regenerativen Energien noch nicht ausreichend derzeit, aber die Lobbyarbeit ist derzeit hauptsächlich von den Nutznießern der AKWs zu hören. Klar ist es für die Konzerne besser, wenn die Kernkraftwerke länger laufen. Denn bisherige Förderung rechnet keiner mehr mit. Und nachfolgende Probleme der Endlagerung, das sind ja deren Problem im Endeffekt eher nicht - das bleibt wieder an der Allgemeinheit hängen (ich wiederhole: Asse) und ist in keinster Weise abschätzbar. Auch andere unangenehme Fakten, dass z.B. auch die Menge des Urans ähnlich dem Erdöl begrenzt sind, davon hört man wenig.
Ich zweifle auch daran, dass irgendwo bei uns das Licht ausgeht, wenn die Reglung für den Ausstieg so bleibt. Selbst zu Spitzenverbrauchszeiten ist eigentlich genug Kapazität da, für massiven Export jedenfalls reicht es ja noch derzeit ;-) Statt dieser müssigen Diskussion sollte man die Anstrengungen für zukunftsträchtige Technologie forcieren - und zwar jetzt.
Grüße,
Thorsten
Zunächst vorweg: Ich wäre dankbar und glücklich wenn ein Ende der Kernkraft in Sicht wäre.
Tatsache ist aber, dass in Polen, Finnland, USA, Indien, China......... (Aufzählung ist weit davon entfernt, vollständig zu sein) einige hundert Kernkraftwerke gebaut werden und zwar innerhalb der nächsten 20 Jahre.
Die Frage ist also nicht ob sondern wo sie gebaut werden...
Die Frage ist auch nicht ob sondern wer sie baut...
Jedenfalls wäre es mir lieber die Dinger würden nach Deutschem Sicherheitsstandard gebaut als nach polnischem, ukrainischem, indischen.......
Hier hat Politik natürlich dafür gesorgt, dass von Deutschland aus dabei nicht mehr mitgeredet werden kann; wir werden in 10 Jahren mangels Experten unsere eigenen AKW's nicht mehr betreiben können (oder holen wir uns da auch die Fachkräfte aus Indien :dow:).
Wir sourcen unser Know How leichtfertig aus und begeben uns in die Hände technologischer Hassadeure.
Und wenn dann mal so ein Ding hochgeht holen wir unsere Smilies vor :ichwarsn: und freuen uns über unsere Weitsicht :dow:
Und das Thema Endlagerung: Es ist schon witzig das unsere Politiker die Frage beantworten wollen, wie man strahlende Stoffe mit Halbwertzeiten von 600 bis 30.000 Jahren angeblich zukunftssicher verbuddelt, während sie die Frage nicht beantworten können ob, wg. der CO2-Problematik, in 100 oder 200 Jahren der Teutoburger Wald nicht schon zu den deutschen Nordseeinseln gehört :dow:
Also, alles der Reihe nach; und in der verbleibenden Zeit wird auch für das, was wir heute despektierlich Atommüll nennen, eine Lösung gefunden sein - Wieder- oder Weiterverwendung, auf den Mond oder die Sonne schießen oder etwas damit tun, von dem wir heute nicht wissen was es ist (vielleicht fahren dann die Autos damit).
Fazit: Es wird mittelfristig weiter Atomkraft geben, soviel steht für mich fest.
Statt sich weiter zu verweigern sollten wir alles daran setzen bei den Sicherheitsstandards ein erhebliches Wort mitreden zu können.
Sonst wird am Ende die Frage nicht lauten ob wir umgebracht wurden sondern nur noch von wem.
Und dann wird eine riesige Anzahl von Besserwissern daherkommen die uns erklären, dass das alles nicht hätte passieren können wenn....................
Anm.: Ich kann mich noch gut an Tschernobyl erinnern. Lange, bevor in Europa überhaupt jemand wußte was genau passiert war, wusste Herr Heinz Riesenhuber (CDU) schon zu saagen, dass das in Deutschland nicht passieren könne :dow:
Okay, okay, da hast Du natürlich Recht, wir Deutschen können natürlich nur für Deutschland entscheiden, ob hier weitere Kernkraftwerke gebaut werden.
Aber es wäre ja nun auch bestimmt nicht so, dass alle zu den tollen Deutschen gelaufen kämen, und uns (mit Geldkoffern) anflehen würden ihnen die AKWs nach tollem deutschen Standard zu bauen. Es gibt weiterhin genug Länder der "ersten Welt", die weiterhin AKWs bauen und bauen können, und wer Know-How einkaufen kann, kann sich an diese wenden (auch deutschen Firmen ist Arbeit in dem Bereich ja nicht verboten, wenn auch zugegebenermaßen ohne Projekte im eigenen Land massiv erschwert). Und die Länder ("Schurkenstasten"), denen wir (wer? Amerika? NATO? UNO?) dies dann trotzdem verweigern wollen, haben auch in der Vergangenheit Wege gefunden, allen Handelsemargos zum Trotz. Ich sage nur Iran, Nord-Korea usw. Es wäre meines Erachtens etwas arrogant zu erwarten, dass sich alle das Know-How nur bei uns abholen wollen. Oder dass das in der Vergangenheit so gewesen wäre, und der böse Atomausstieg das abrupt beendet hat.
Anders herum wird aber ein Schuh draus, wenn wir anderen sagen wollen, dass Atomkraft nicht der Weg der Zukunft ist, wenn wir helfen und Alternativen aufzeigen wollen, dann sieht es ziemlich blöd aus, wenn wir selbst trotzdem unsere eigenen AKWs langfristig fortschreiben würden.
Gibt es tatsächlich Fachkräfteprobleme "in zehn Jahren" bei den auslaufenden Kraftwerken? Habe ich noch nichts von gehört, klingt aber ja durchaus plausibel. Aber das ist weder etwas, dem man nicht entgegen wirken kann (die Arbeit muss sich nur in ausreichendem Maße lohnen, dann macht sie auch wer, auch wer geeignetes) noch kann das in meinen Augen Argument sein, fleißig weiter AKWs zu betreiben, zu bauen, Atommüll zu produzieren, Alternativen zu vernachlässigen.
In einem Punkt werden wir nicht auf eine gemeinsame Meinung kommen: Etwas so gefährliches wie hochradioaktive Abfälle will ich niemals zulassen allein aus einem unspezifischen Fortschrittsglauben heraus, nach dem ich bestimmt irgendwann meinen "Zurück in die Zukunft"-DeLorean damit betreiben kann. Es gibt nicht nur viele Erfindungen, die niemand jemals vermutet hätte, es gibt auch unendlich viele Träume und Utopien die sich immer noch hartnäckig weigern, Wirklichkeit zu werden.
Grüße,
Thorsten
Zitat:
Das ist eben der grandiose Irrtum - wir hier, in diesem kleinen Deutschland, haben gar nichts zu entscheiden. Wir können das tun, was wir Deutsche am besten können - wir ziehen uns in eine Schmollecke zurück und bejammern wie Unfair das Leben zu uns ist.
Und 100 qm Solarzellen und 3 Windkraftanlagen sind eben keine Antwort auf die globalen Fragen.
Und wenn irgendwo auf dieser Welt ein AKW in die Luft fliegt werden wir uns Fragen lassen müssen: "Wo wart ihr, um das zu verhindern". Und wir werden antworten: "Wir waren dagegen!" - "Wogegen?" - "Ist doch egal, Hauptsache dagegen!"
Zitat:
Nur gibt es ganz viele Menschen für die die Zukunft nie beginnen wird weil uns der Mut fehlt...........
Hauptsache wir können es uns mit unserer Vollkaskomentalität gut gehen lassen.
Nix für Ungut - ich sehe das nun mal anders aber es ist ja gut, dass es nicht nur eine Meinung gibt!
Da sich das Thema aber nicht isoliert betrachten lässt werden wir jetzt (oder sind es schon) langsam "Off Toppic" - mit den Minireaktoren hat das schon lange nichts mehr zu tun :dow:
Ach so, die Fachkräfte habe ich vergessen.
Such doch mal ein paar Unis in Deutschland wo man Reaktortechnik etc. studieren kann......
Und die guten Leute sind längst in Amiland :dow:
Ich weiß nicht wie lange unsere Fachkräfte noch reichen, aber wenn die Merkelin die Rolle rückwärts macht dann werden wir uns technologisch hinter Liechtenstein einreihen, womit ich nichts gegen Liechtenstein gesagt haben will.
Wir werden also zur großen Gefahr für alle Menschen :dow:
Oh je, jetzt kippt der Ton plötzlich?
Entschuldige, für mich ist es kein Argument für einen Fehler, bloß dass ihn alle anderen weiterhin machen. Es gibt noch keine Lösungen für viele Probleme der Kernenergie, und solange kann man doch nicht einfach so weitermachen und das verdrängen.
Und ob es "Vollkaskomentalität" ist, Alternativen zu wünschen, die natürlich auch nicht schmerzfrei für jeden von uns sein werden, oder ob es nicht eher "Vollkasko" ist zu sagen "ach wo die AKWs doch eh schon da sind, machen wir halt einfach weiter Dreck, uns wird doch immer was von so einer 'Stromlücke' vorgeheult"? Und erst recht hat das nichts mit Schmollecke, Jammerei, "dagegen sein" zu tun, eher mit Aufbruch, Arbeit, umdenken.
Ich sehe schon, da bleiben wir unterschiedlicher Meinung. Wir sollten es dabei belassen.
Grüße,
Thorsten
:liebegru:
Zitat:
Entschuldige, für mich ist es kein Argument für einen Fehler, bloß dass ihn alle anderen weiterhin machen. Es gibt noch keine Lösungen für viele Probleme der Kernenergie, und solange kann man doch nicht einfach so weitermachen und das verdrängen.
Da liegt das Problem - ist es ein Fehler :?::?::?:
Du siehst das so - ich sehe es so, dass es vor dem gesamten Hintergrund zumindest keine Alternative gibt. Und Angesichts der Faktenlage ist die Frage ob Fehler oder nicht völlig obsolet!
Ein Deutscher Sonderweg wird scheitern - das ist sicher. Was man aus dieser Erkenntnis an Schlüssen zieht, darüber kann man streiten.
Die Frau Merkel (und ich bin weit davon entfernt, die CDU zu mögen) hat das verstanden - andere werden folgen......
Zitat:
Naja, es ist mindestens ein Fehler, Abfälle zu erzeugen, von denen wir inzwischen wissen, dass sie so gefährlich sind, dass wir die Umwelt (nicht nur den Menschen) über Zehntausende von Jahren (*) davor schützen müssen. Ohne genau zu wissen, ob und wie das geht. Zehntausende von Jahren - vergleich das mal mit der bisherigen Geschichte der Menschheit.
Ich sehe da sogar weitere Fehler, aber auch darüber kann man natürlich diskutieren. Ist der Mensch fehlbar? Sind die hochgelobten Standards der deutschen Technik geeignet, dauerhaft Fehler zu verhindern? Fehler, die ggf. Leben in einem Ausmaß zerstören, das wir sonst nur durch größere Kriege kennen. In meinen Augen schwingt da eine gewisse Arroganz mit. Ungenommen, schlechtere Kraftwerk-Standards anderswo erhöhen das Risiko enorm, dennoch - ich glaube nicht an sichere und saubere Kernenergie, die Geschichte ist eine Geschichte von Pannen und Unfällen.
Und grade da sind wir wieder ON-TOPIC bei diesen Minireaktoren, je dezentraler desto weniger kontrollierbar.
Niemand hat behauptet, das es einfach ist, dass man keine Kompromisse und Einschränkungen braucht, aber dass es keine Alternativen gibt, das stelle ich weiterhin in Frage.
Tschö,
Thorsten
(*) "Heute geht man deshalb davon aus, dass für alle Arten radioaktiver Abfälle – mit Ausnahme kurzlebiger Abfälle – ein Isolationszeitraum von mindestens einer Million Jahre benötigt wird." - Wikipedia
Zitat:
Na ja, meine Meinung dazu kennst Du - lagern wir das Zeug auf dem Mond; das sollte innerhalb eines überschaubaren Zeitraums zu realisieren sein und ist sicher.
Zitat:
Die Fehler sind doch hundertfach gemacht worden und werden in der Zukunft ebenfalls noch hundertfach gemacht. Da ist eine Verweigerungshaltung unangemessen, besonders wenn man über eine vergleichsweise überlegene Technologie verfügt (hat). Wir sind verpflichtet die möglichen Schäden in Grenzen zu halten.
Zitat:
Und grade da sind wir wieder ON-TOPIC bei diesen Minireaktoren, je dezentraler desto weniger kontrollierbar.
Da sind wir uneingeschränkt einer Meinung :D:D:D
Zitat:
Niemand hat behauptet, das es einfach ist, dass man keine Kompromisse und Einschränkungen braucht, aber dass es keine Alternativen gibt, das stelle ich weiterhin in Frage.
Das hängt davon ab, wie man die Ziele definiert. Angesichts des Klimawandels, der globalen Bevölkerungsexplosion und der industriellen Entwicklung der Schwellenländer gibt es keine Alternative - jedenfalls noch nicht !
Zitat:
(*) "Heute geht man deshalb davon aus, dass für alle Arten radioaktiver Abfälle – mit Ausnahme kurzlebiger Abfälle – ein Isolationszeitraum von mindestens einer Million Jahre benötigt wird." - Wikipedia
Dazu habe ich ja schon geschrieben wie lächerlich un widersinnig ich die Bemühungen finde. :dow:
Zitat:
Sobald es erst mal da ist (besser noch in die Sonne damit) - allerdings hat sich die Raumfahrt ebenso als nicht so wirklich zuverlässig erwiesen in den letzten Jahrzehnten. So schön in den höheren Luftschichten fein verteiltes Plutonium, gesunde Bergluft. Ist noch ein langer Weg, und bis dahin kippen wir es in Salzstöcke, die mit Wasser voll laufen...
Lustig übrigens, dass das die Idee der Uralt-Science-Fiction Mondbasis Alpha 1 Mitte der Siebziger war, dass der Mond aus der Umlaufbahn der Erde aus dem Sonnensystem geschleudert wurde, weil die atomaren Abfälle auf dem Mond verrückt spielten. Aber das nur als Anekdote am Rande ;-)
Grüße,
Thorsten
Zitat:
Und genau das tun wir nicht, wir suchen uns eine hoch- und abgelegene Alm damit das Zeug nicht wegschwimmt. In Östereich....... Na ja, das lassen wir dann mal lieber http://www.netzwelt.de/forum/member/98808-sarazena/avatare/677-teufelchen2.gif
Aber selbst an Mondbasis Alpha 1 kann man sehen wie rasant Entwicklung laufen kann :D:D:D
Und ich hatte gedacht, dass mit dem Mond wäre mir eingefallen :dow: :dow: :dow:
Die Idee mit dem Mond ist nicht einmal dumm. Der Mond bewegt sich auf einer "offenen" Bahn um die Erde, d.h. er nimmt nie mehr exakt einen Punkt ein, den er schon einmal innehatte.
Tatsache ist jedenfalls, daß sich der Mond ganz langsam von der Erde entfernt, in ein paar hunderttausend Jahren sind wir ihn los. Ob er aber den Dreck dann mitnimmt, oder nicht, ist völlig belanglos und zwar deshalb, weil es die Menschheit dann nicht mehr geben wird.
Der Mond ist, man höre und staune, ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die Erdbahn. Ohne ihn wird die Erde ins Schlingern geraten, die Jahreszeiten gibt es dann nicht mehr, die Erde wird die Atmosphäre und die Wasservorräte verlieren. So, wie ein individueller Mensch auf Dauer keine Überlebenschance hat, so wenig kann auch die gesamte Menschheit überleben. Was spielt solch ein bißchen Atomdreck dann noch für eine Rolle? :confused:
Tröstlich nur, daß ich es nicht mehr miterleben muß, in ein paar Jahren tut mir kein Zahn mehr weh. Und an Reinkarnation oder ähnlichen Quatsch glaube ich nicht. :neenee:
Für mich klingt die Idee einfach irrsinnig, hat Loriot vor Jahren doch recht gehabt, dass wir uns unser Atomkraftwerk zu Weihnachten als Bausatz selbst aufbauen und BUMM.
Solange die Endlagerungsproblematik mit einem Strahlenmüll für Jahrtausende nicht gelöst ist, kann dieser Weg keine Lösung sein. Aber die Amis denken ja erfahrungsgemäß (siehe Immobilienkrise) nicht sehr weit.
Ich hoffe, dass es sich um einen dämlichen Scherz handelt.
Zitat:
Leider wird es aber Menschen geben, die das alles was wir heute mit der Erde anrichten, miterleben müssen, und nicht nur das, sie werden damit leben müssen. Die Ressourcen der Erde sind endlich, fossile Brennstoffe haben sich bald erledigt, auf dem Mars werden wir keine finden, da Mangel an Leben, also Kernenergie als Alternative, es muss ja nicht das Kernkraftwerk in heutiger Form sein, die ja eigentlich höchst ineffektiv ist, weil die eigentliche Energie nur vermittels der Dampfkraft (James Watt sei Dank, viel weiter sind wir nicht gekommen) in Elektroenergie erwandelt wird. Dabei wird nur ein minimaler Teil der eigentlichen "Kernenergie" wirklich genutzt, allerdings werden Unmengen an Abfall erzeugt, entsteht immer noch sehr viel Abwärme und unsere Nachfahren müssen sich damit herumärgern, wir denken allenfalls darüber nach, wie wir sie für die nächsten Tausende Jahre über diese Zeitbomben informieren wollen http://www.vol.at/news/welt/artikel/experten-suchen-nach-dauerhafter-kennzeichnung-fuer-atommuell/cn/news-20080715-10000188
Ich glaube nicht, das der Gartenreaktor eine Lösung sein kann, da gefällt mir das energieerzeugende Dach und der Minirotor oder die Biogaslage doch besser. Vielleicht gelingt es am CERN neue Formen der Energiegewinnung aus dem Atom zu entwickeln.
Deutsche Sicherheitstechnik ist gegen die Gefahren der Kernenergie bestimmt kein Allheilmittel, weil Kernenergie per se nicht sicher ist.
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