Vor- und Nachteile des neuen T-Mobile G1 Android-Handys
Neuartige Handy-Sperre
Beim Start des G1 muss das Smartphone zunächst entriegelt werden. Dies geschieht nicht über die Eingabe eines vierstelligen Pins, sondern durch das Gleiten des Fingers über neun Punkte, die auf dem Display dargestellt werden. Hier entscheidet also nicht, wie üblich, eine Ziffernkombination sondern das visuelle Gedächtnis, das einen bestimmten Pfad auf dem Display zeichnen muss.
Offen für weitere Handys
Auf Software-Seite ist Android durch seine offene Architektur bereit, neue Allianzen einzugehen. Auf welchen Smartphones sich das Linux-basierte Betriebssystem aufspielen lassen wird, werden die nächsten Monate zeigen. Google hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass zum Start des G1 eine ganze Menge freier Software verfügbar sein wird. Hier zeigt sich deutlich der Unterschied zum iPhone. Wenn man es überspitzt formulieren will, könnte man sagen: Apple-Kunden sind gewohnt, Geld auszugeben. Dies gilt auch für viele Anwendungen aus Apples AppStore. Das Gegenstück, Android Market, wird zum Launch mit ausschließlich kostenloser Software aufwarten. Kostenpflichtige Produkte werden aber auch hier in absehbarer Zukunft kommen, sollen sich aber im Preis unter denen bewegen, die im AppStore üblich sind.
Kein lokaler Abgleich von Daten
Wer gewohnt ist, seine Kontakte, Termine und Aufgaben mit Outlook oder anderen Business-Lösungen abzugleichen, wird sich wundern: Das G1 setzt beim Datentransfer auf das Netz und hier in allererster Linie auf die Google-Dienste. Damit wird es das G1 zumindest in Firmenumgebung ähnlich schwer haben wie das iPhone. Via Cradle mal eben die Daten auf den aktuellen Stand bringen - dafür ist das G1 nicht konzipiert. Das Stichwort lautet hier eher Cloud Computing, sprich die Auslagerung der Daten in das Internet.
Über den genauen Preis und das Datenpaket lässt sich zurzeit nur spekulieren. Der Start in den USA hat aber gezeigt, dass das Google-Phone von T-Mobile mit 179 US-Dollar unter dem Preis für ein iPhone angesetzt wurde. Wenn das Handy im ersten Quartal 2009 in Europa ankommt, werden vermutlich ähnlich attraktive Preismodelle angeboten werden.
Einen ersten Eindruck wird der Launch des Handys in Großbritannien bieten. Dort soll das G1 schon im November 2008 verfügbar sein. Das Preismodell wird sicherlich nicht allzu sehr vom Modell für Rest-Europa abweichen.

Sagen Sie Ihre Meinung!