Ausziehen bitte: Notebook Dreamcom 10 im Test
Display: Hohe Auflösung und matt
Oberhalb des Tastenfeldes befinden sich sieben Zusatztasten. Zwei davon sind farblich vom Rest getrennt und symbolisieren einen abgehobenen und einen aufgelegten Telefonhörer. Diese sind für die UMTS-Telefonie gedacht. Die anderen Tasten sind zum Ein/Ausschalten der drahtlosen Verbindungen wie Bluetooth und WLAN. Auch die Lautstärke kann mit einem Knopfdruck stumm gestellt werden.
Das matte, nicht spiegelnde Display ist sehr gut ablesbar. Aber auch hier stößt man auf Probleme. Der Bildschirm hat keinen Befestigungsriegel und lässt sich nur sehr schwer nach oben klappen. Für diesen Vorgang werden immer zwei Hände benötigt. Aber insgesamt überwiegen die positiven Eigenschaften. Zum einen ist da die hohe Auflösung mit 1680 x 1050 Pixeln und zum anderen der für Notebooks gute Blickwinkel zu nennen.
Akku: Nur kurze Reisen möglich
| Akkulaufzeit (75% Bildschirmhelligkeit) | |||
|---|---|---|---|
| Office | Film | Spielen | |
| 105 min. | 80 min. | 60 min. | |
Der mitgelieferte Akku passt sowohl in das Notebook als auch in die Dockingstation. Der Acht-Zellen-Energiespeicher mit 3.800 Milliampere sollte eigentlich genügend Leistung bieten. Trotzdem gingen im Officebetrieb bei einer Bildschirmhelligkeit von 75 Prozent bereits nach 105 Minuten die Lichter aus.
Dreamcom 10series
Anschlüsse satt. Alleine auf dieser Seite befinden sich vier USB-Ports.
Fazit: Das war nichts
Dreamcom wollte mit diesem Notebook eine neue Geräteklasse erschaffen. Was Asus mit dem EeePC erfolgreich gelang, an dem scheitert Dreamcom ebenso wie vor zwei Jahren Dell mit dem XPS M2010. Das Gebotene ist weder Fisch noch Fleisch. War das Dell-Notebook zu groß, ist das Dreamcom 10series zu klein geraten. Das Notebook ist mit Dockingstation knapp 4,6 Kilogramm schwer und 44 Zentimeter hoch. Die Leistung ist unterer Durchschnitt und die Akkuleistung schwach. Am Notebook selbst befinden sich zudem nur wenige Anschlüsse.
Für eine leichte Schrägstellung der Tastatur kann bei "normalen" Notebooks auch ein Notebookkühler verwendet werden, welcher deutlich günstiger ist. Dem Dreamcom bleibt somit nur die Eigenheit des in der Höhe verstellbaren Displays vorbehalten. Für 2.000 Euro bekommt man ein einmaliges Konzept, das wohl nur die wenigsten ansprechen wird und zu teuer ist. Das solide verarbeitete Notebook besteht nur aus Plastik - exklusive Materialien sind Fehlanzeige. Was bleibt, ist eine nette Idee, die aber leider noch nicht ausgereift ist.

Sagen Sie Ihre Meinung!