Wegweisend: GPS-Kamera Nikon Coolpix P6000 im Test
Auch ohne GPS eine gute Figur
Nachdem die P6000 Verbindung mit einem oder mehreren Satelliten aufgenommen hat, zeigt sie die Signalstärke auf ihrem 2,7 Zoll großen Display an. Ab sofort speichert die Kamera in den Bildinformationen jedes Fotos den Standort in Längen- und Breitengraden ab. Wird die Kamera ausgeschaltet oder in geschlossene Räume getragen, muss die Aufzeichnung der GPS-Daten erneut gestartet werden - inklusive Wartezeit für die Peilung.
Mit den Aufnahmen aus der P6000 können Sie alles tun, was Sie mit Bildern aus jeder Kamera machen können: Bearbeiten, Betrachten, Hochladen, Vorzeigen, Entwickeln und Archivieren. Es gibt nur einen Unterschied: Geotagging. Die mit GPS-Daten versehenen Fotos der P6000 können Sie ohne weitere Nachbearbeitung oder Platzierung direkt bei Portalen wie "Panoramio", "Flickr" oder "My Picturetown" hochladen. Die Seiten zeigen die Dateien anhand der gespeicherten Koordinaten direkt auf Karten oder Satellitenbildern an.
Auf diesen Karten können auch andere Surfer Ihre Fotos finden und betrachten. Ausgewählte Motive von Panoramio bindet Google regelmäßig in seine Dienste Maps und Earth ein. In der Regel belassen die Fotografen ihre Bilder an den Aufnahmeorten und machen nicht von der Möglichkeit Gebrauch, sie an den Ort des Motivs zu verschieben. Das heißt, der Leuchtturm befindet sich nicht dort auf der Karte, wo sein Thumbnail zu sehen ist. Diese Vorschau zeigt nur an, wie der Leuchtturm von dieser Stelle aussieht.
Nimmt man Fotos ohne GPS-Koordinaten auf, ist es ratsam, den Empfänger auszuschalten. Er entzieht dem Akku dann keinen Strom mehr.
Nikon hat die Coolpix P6000 deutlich besser ausgestattet als kompakte Digitalkameras aus der Einsteigerklasse und verlangt dementsprechend auch mehr für die Kamera. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 499 Euro. Online-Shops verkaufen sie derzeit ab etwa 450 Euro.
Die manuelle Fokussierung und die Aufnahme von Bildern im datenreichen RAW-Format unterscheiden die P6000 deutlich von anderen Kompaktkameras. Inzwischen nur noch knapp über dem Standard ist der vierfache Zoom des Nikkor-Objektivs mit einer Brennweite von 28 bis 112 Millimetern umgerechnet auf Kleinbildformat. Die große Auflösung des CCD-Sensors der P6000 mit 13,5 Megapixeln wird inzwischen schon von mehreren anderen Kompaktmodellen übertroffen. Samsungs NV100HD zum Beispiel protzt mit 14,7 Megapixeln.
Zur manuellen Fokussierung vergrößert sich ein Bildausschnitt.
Nikon Coolpix P6000
Die Nikon Coolpix P6000 ist eine 13,4 Megapixel Digitalkamera. Sie besitzt ein 2,7 Zoll Display und ist 107 mm X 66 mm X 42 mm groß bei einem Gewicht von 240 Gramm (ohne Akku und Speicherkarte). Das Gerät verfügt über einen 4-fachen optischen Zoom und einen Bildstabilisator. Die Nikon Coolpix P6000 unterstützt die Speichermedien SD, SDHC und die Bildformate JPEG und RAW. Zudem sind vorhanden eine Blenden-, Zeit- und Programmautomatik sowie ein manueller Belichtungsmodus.




Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
...mit der integrierten Patchantenne ist kein besonderer Empfang zu erwarten - die Dinger sind einfach Mist... Man muß nur mal schauen was für leistungsfähige Antennen in echten GPS-Empfängern verwendet...
Zitat: Am 1.4.09 gekauft, aber die Zeit, die das nagelneue Gerät zum ersten Auffinden der Satelliten benötigt, beträgt nicht 4 oder 5 Minuten, sondern hat nach 20 Minuten noch immer nichts...
Am 1.4.09 gekauft, aber die Zeit, die das nagelneue Gerät zum ersten Auffinden der Satelliten benötigt, beträgt nicht 4 oder 5 Minuten, sondern hat nach 20 Minuten noch immer nichts gefunden. Wohlbemerkt, unter...
In der Tat hat Nikon mit der P6000 einen Schritt nach vorne gemacht. GPS und Geotagging wird aber meiner Ansicht nach in allen Berichten komplett unterschätzt. Bilder in Google Earth anzeigen ist nett. Interessant...