Der nächste Standard nach HDTV

Super Hi-Vision: Ein Ausblick auf die neue HDTV-Generation

Super Hi-Vision: Ein Ausblick auf die neue HDTV-Generation Im Jahre 1982 stellte NHK in Europa ein neues TV-Format vor, das jedoch erst heutzutage die Wohnzimmer erobert: High Definition (HD). Seit 1964 forschte Japans einzige öffentliche Rundfunkanstalt an dem Format. 26 Jahre später scheint HD, zumindest was die Verkaufszahlen angeht, so langsam in Europa anzukommen. Japaner dürften diese Rückständigkeit mit einem milden Lächeln zur Kenntnis nehmen. Im Land der aufgehenden Sonne ist man längst zu neuen Ufern aufgebrochen: Super Hi-Vision heißt die Vision. Und wieder spielt NHK die führende Rolle.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1High Definition in Europa
  2. 2Super Hi-Vision an der Themse
  3. 3Technischer Wegbereiter für die BBC: Siemens
  4. 4Ab 2025 landesweit in Japan
  5. 5Super Hi-Vision erfordert neue Technologien

High Definition in Europa

30 Millionen HD-fähige Fernseher werden jedes Jahr in Europa verkauft. Und das, obwohl sich die Sendelandschaft nur schleppend auf hochauflösendes digitales Fernsehen umstellt. Das Zentrum des Jammers bildet Deutschland. Mit "arte hd" und "Anixe" sind gerade einmal zwei HD-Programme über Astra und im Kabel verfügbar. Unsere Nachbarn sind da weiter. In Österreich zum Beispiel liefert der ORF bereits HD-Qualität aus. Und die BBC hat ebenfalls einen HD-Channel im Angebot. Immerhin: ARD und ZDF wollen mit zaghaften HDTV-Gehversuchen ab 2009 beginnen. Man scheint wohl noch voll und ganz mit der Umstellung des Sendeformats auf 16:9 beschäftigt zu sein.

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Super Hi-Vision an der Themse

Ein wenig Glanz kam vor einigen Wochen trotzdem im alten Europa auf. Auf der International Broadcast Conference (IBC) in Amsterdam wurde der erste Live-Stream in Super Hi-Vision übertragen. NHK hatte seine Kamera direkt auf dem Rathaus der Stadt positioniert, um "live from City Hall" maritime Impressionen rund um die Tower Bridge ins NHK-Theater zu senden. Das Material wurde mit einer Bildauflösung von 7.680 Pixeln auf 4.320 Zeilen und 22.2 Kanal Surround Sound nach Amsterdam übertragen - die Rahmendaten des neuen Standards. Zwei DVB-S2-Transponderkapazitäten mussten für das Satelliten-Signal zusammengeschaltet werden, um den Datenstrom von etwa 140 Mbit/s auf das Festland zu übermitteln.

Ein Kameramann von NHK auf dem Londoner Rathaus bei der Live-Übertragung von Super Hi-Vision
Ein Kameramann von NHK auf dem Londoner Rathaus bei der Live-Übertragung von Super Hi-Vision

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