DLP, LCD und LCoS: Hintergrundwissen Beamertechnik

Laser

Im Gegensatz zu herkömmlichen Projektionslampen besitzen Leuchtdioden eine bessere Energiebilanz und entwickeln somit weniger Hitze. Eine Folge davon ist, dass der Lüfter leiser ist, weil er weniger arbeiten muss. Außerdem können die Geräte wegen des geringen Energieverbrauchs auch mit Akkus betrieben werden. Anders als bei den DLP-Projektoren mit Glühlampe ist kein Farbrad mehr notwendig, da die Farben durch das sequenzielle Aufleuchten der RGB-LED gebildet werden.

Die bisher verwendeten Glühlampen haben nur eine Lebensdauer von bestenfalls 4.000 Stunden und müssen dann teuer ersetzt werden. LEDs halten mehr als 20.000 Stunden durch, werden in dieser Zeit aber stetig dunkler. Haben die LEDs das Ende ihrer Leuchtkraft erreicht, können sie bisher nicht so leicht gewechselt werden wie eine Projektorlampe.

optoma pico pocket projector
Die Verwendung von Leuchtdioden ermöglicht auch den Bau kleiner Beamer wie diesem Taschenprojektor von Optoma, der nur so groß wie ein Handy ist.

Bisher können LED-Beamer in Sachen Helligkeit noch nicht mit herkömmlichen Geräten konkurrieren. Sie sind jedoch hell genug, um im Dunkeln ein gut erkennbares Bild mit einer Diagonale von über einem Meter zu erzeugen. Für den abendlichen Filmgenuss unterwegs sind die leisen LED-Modelle damit bestens geeignet.

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Projektoren mit Laser-Technik sind bisher nur für den professionellen Markt entwickelt worden. Sie setzen auf einen Bildaufbau mit Hilfe eines modulierten und schnell abgelenkten Laserstrahls. Bei den zwei bekannten Technologien, Laser-Display-Technologie (LDT) und Grating Light Valve (GLV), handelt es sich streng genommen gar nicht um eine Projektion.

Die in Gera und Jena entwickelte Laser-Display-Technologie schreibt das Bild zeilenweise auf die Projektionsfläche. Die Ablenkung erfolgt durch einen speziellen Scanner mit einem Facettenspiegel für den Zeilenaufbau und einem Kippspiegel für den Zeilenvorschub. Der Laserstrahl wird zuvor moduliert, womit Helligkeit und Farbe jedes Bildpunktes definiert sind. Projektionssysteme der Laser-Display-Technologie sind im Einsatz für Flugsimulatoren und in Planetarien der Firma Zeiss.

Grating Light Valve ist ein Markenname für ein Micro-Electro-Mechanical System, das als Konkurrenz zu den DLP-DMDs von Texas Instruments vorgesehen ist. Das Funktionsprinzip basiert auf der Lichtbeugung an einem optischen Gitter. Dazu werden winzige Metallstreifen elektrostatisch auf und ab bewegt. So kann jedes Pixel zwischen Gitterfunktion und reflektivem Spiegel hin- und hergeschaltet werden.

Grating Light Valve
Grobe Skizze eines Projektors mit Grating Light Valve

Laser-Projektoren besitzen einen sehr hohen Kontrast und benötigen keine Fokussierung. Ihre Projektionsflächen können nahezu beliebig geformt sein. Allerdings verfügen sie nur über eine begrenzte Lichtstärke und direkt in das Auge gelenkte Laserstrahlen stellen eine potentielle Gefahr dar.

Aber die Forscher sind hier noch nicht am Ende ihres Entwicklungsdrangs. Es gibt Ansätze, den Laserstrahl mit herkömmlichen Bilderzeugern zu kombinieren.

Anschlüsse

Bei den Anschlussmöglichkeiten müssen Sie im Auge behalten, an welche Geräte Sie den Projektor anschließen wollen. Beamer verarbeiten analoge und digitale Bildsignale, unter anderem aus DVD-Playern, Computern, Videorecordern, DV-Camcordern und TV-Tunern.

Beamer Anschlüsse
Welchen Anschluss hätten Sie den gern? Aktuelle Beamer-Modelle sind gut ausgestattet.

Analoge Anschlüsse, über die Videoprojektoren je nach Ausstattung verfügen, sind Eingänge für SCART, S-Video, Composite Video, VGA oder YPbPr-Komponenten-Video. Bei Letzterem handelt es sich um drei Cinchstecker, die meist in Rot, Weiß und Gelb gekennzeichnet sind.

Beamer arbeiten intern digital und müssen analoge Eingangssignale zunächst digitalisieren, was zu Qualitätseinbußen führen kann. Von daher sind, sofern die Bildquellen über sie verfügen, digitale Anschlüsse, wie HDMI oder DVI, vorzuziehen.

Welcher Beamer ist der richtige für mich?

Um den idealen Beamer zu finden, müssen Sie zuerst wissen, für welchen Zweck Sie ihn hauptsächlich nutzen wollen. Anschließend können Sie anhand von Kriterien wie Helligkeit, Kontrast, Lautstärke, Format, Projektionsverfahren und nicht zuletzt dem Preis das optimale Modell für ihre Zwecke auswählen.

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