Sicher, schnell und zuverlässig: Der beste Virenscanner
Geschwindigkeit: Wer scannt am schnellsten?
Die beste Erkennungsrate wird für den Nutzer zum Geduldsspiel, wenn der Scanner die Dateien zu langsam nach Malware durchsucht. AV-Comparatives analysierte anhand des Datendurchsatzes beim Scanvorgang also die Leistungsfähigkeit der Viren-Engine. Getestet wurde mit einem Intel Core 2 Duo mit 2,83 Gigahertz, zwei Gigabyte RAM, SATAII-Festplatte und Windows XP mit Service Pack 3.
Mit einem deutlichen Vorsprung konnte Symantec den ersten Platz verbuchen. Ebenfalls eine schnelle Scangeschwindigkeit attestierte das Testlabor den Programmen von Sophos, AVG, ESET, McAfee, Avira und Kaspersky. Auf einen durchschnittlichen Wert kamen Norman, BitDefender, GDATA, Avast, Microsoft und F-Secure. TrustPort, eScan und VBA bildeten beim Datendurchsatz das Schlusslicht.
Falscher Alarm: Wer macht die meisten Fehler?
Hat ein Virenscanner eine gute Erkennungsrate, besteht das Risiko, auch harmlose Dateien als gefährlich einzustufen. Solche Treffer werden False Positives genannt, ein zu übervorsichtiges Programm meldet diese als Malware und blockiert damit den Zugriff auf möglicherwiese wichtige Programme. Daher hielt AV-Comparatives im Zuge des Vergleiches auch die falschen Alarme fest.
Mit nur einem einzigen False Positive setzen sich McAfee und Microsoft an die Spitze. Auch ESET, F-Secure, Symantec und eScan bleiben unter 15 Fehltreffern. Im Mittelfeld rangieren die restlichen Scanner mit 17 (Avira) bis 62 (GDATA) False Positives. Eine Ausnahme: Sophos bricht mit 117 fälschlicherweise als schädlich eingestuften Dateien klar aus dem Testerfeld aus. Dieser Wert ist jedoch relativ, da es sich bei Sophos um ein Enterprise-Produkt handelt und Administratoren die Behandlung des False-Alarms ohne Eingriff des Nutzers beeinflussen können.
Proaktiver Schutz: Zweiter Teil erscheint 2009
Wie auch in den vergangenen Jahren bekräftigt AV-Comparatives, dass die Ergebnisse des Vergleichs lediglich eine Einschätzung wiedergeben und nicht als alleinige Hilfe für eine Kaufentscheidung dienen sollen. Vielmehr sei es wichtig, eine Software selbst auszuprobieren und sich von Bedienung und Funktionen ein eigenes Bild zu machen.
In diesem Teil des Tests hat AV-Comparatives ausschließlich die Erkennungsleistung von Schädlingen überprüft, für die bereits Virensignaturen existieren - sowie eine heuristische Prüfung. In einem zweiten Vergleich sollen dann die proaktiven und retrospektiven Erkennungsmethoden analysiert werden, wenn die Antiviren-Software aufgrund von Heuristik und generischen Signaturen die Gefahr beurteilen muss. Dieser Vergleich erscheint laut AV-Comparatives im November 2008.
Den kompletten Bericht und die Homepage von AV-Comparatives finden Sie unten in den Links zum Thema.
Weitere Informationen
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