Insider und Gerüchte widersprechen sich beim Veröffentlichungstermin

Windows 7 im Termin-Chaos: Juni 2009 oder Januar 2010?

Mehrere Quellen glauben zu wissen, was Microsoft mit Windows 7 vorhat. Fakt ist: Sie können nicht alle richtig liegen, denn ihre Einschätzungen zum Vista-Nachfolger widersprechen sich. Galt lange Zeit Ende 2009 bis Anfang 2010 als realistischer Termin, nennt ein Hardware-Hersteller jetzt bereits Juni 2009.

Willkommen - Windows 7 begrüßt den Nutzer wie aus Vista gewohnt.
Windows 7 begrüßt den Nutzer wie aus Vista gewohnt.

So will das Online-Magazin InternetNews erfahren haben, dass Microsoft am 27. Oktober dieses Jahres die erste Beta-Version vorstellen wird. Der Termin kommt nicht von ungefähr: An diesem Tag beginnt Microsofts Professional Developers Conference (PDC), während des Vortrags von Chief Software Architect Ray Ozzie lüftet der Konzern laut InternetNews den Schleier von der Beta 1.

Werbung

Die Quellen von ZDNet-Bloggerin Mary-Jo Foley wussten hingegen zu berichten, dass die erste Beta-Version von Windows 7 erst Mitte Dezember veröffentlicht werde. Das bestätigen auch die Insider-Informationen von WinITPros Paul Thurrott: Er gab an, dass Microsoft kürzlich die dritte Vorabversion Milestone 3 (M3) an ausgewählte Partner ausgeliefert habe. Diese M3 mit der Build-Nummer 6780 werde angeblich auf der PDC einem größeren Testerkreis zur Verfügung gestellt - eine Vorabversion also, nicht aber die Beta 1, wie von InternetNews angenommen.

Verkürzte Beta-Phase denkbar

Vom Wahrheitsgehalt dieser Informationen ist auch abhängig, welcher Veröffentlichungstermin als glaubhaft erscheint. Bill Gates, Steve Ballmer und auch Steven Sinofsky, der Entwicklungschef von Windows 7, gaben unabhängig voneinander Ende 2009 bis Januar 2010 als Ziel an. Das von InternetNews publizierte Gerücht, Juni 2009 werde der Vista-Nachfolger bereits fertig sein, passt da nicht so recht ins Bild. Schließlich war Vista ganze 15 Monate im Beta-Status, bei Windows 7 wären es nur sechs bis acht.

Windows 7: Ein Rundgang durch den Vista-Nachfolger

Bild 1 von 16
Willkommen - Windows 7 begrüßt den Nutzer wie aus Vista gewohnt.
Bild vergrößern

Windows 7 begrüßt den Nutzer wie aus Vista gewohnt.

Bild 2 von 16
Suche - Ergebnisse werden jetzt im Startmenü selber angezeigt, die schwarze Seitennavigation wird dazu überlagert.
Bild vergrößern

Ergebnisse werden jetzt im Startmenü selber angezeigt, die schwarze Seitennavigation wird dazu überlagert.

Bild 3 von 16
Zum beweis - Die Build-Nummer und das Kompilier-Datum der M1.
Bild vergrößern

Die Build-Nummer und das Kompilier-Datum der M1.

Bild 4 von 16
Ladebildschirm - Jetzt im Vollbild und mit zuckendem Blitz als Ladeanzeige.
Bild vergrößern

Jetzt im Vollbild und mit zuckendem Blitz als Ladeanzeige.

Bild 5 von 16
HomeGroup - Im Netzwerk- und Freigabe-Center anscheinend eine funktional erweiterte Variante der bekannten Arbeitsgruppe.
Bild vergrößern

Im Netzwerk- und Freigabe-Center anscheinend eine funktional erweiterte Variante der bekannten Arbeitsgruppe.

Bild 6 von 16
Backup - In der Systemsteuerung wurde ein Tool integriert, welches sich um Backups einzelner Dateien oder des kompletten Computers kümmert.
Bild vergrößern

In der Systemsteuerung wurde ein Tool integriert, welches sich um Backups einzelner Dateien oder des kompletten Computers kümmert.

Bild 7 von 16
Recovery - Windows 7 bietet bereits jetzt die Möglichkeit, eigene Recovery Discs zu erstellen und auf CD/DVD zu brennen.
Bild vergrößern

Windows 7 bietet bereits jetzt die Möglichkeit, eigene Recovery Discs zu erstellen und auf CD/DVD zu brennen.

Bild 8 von 16
Festgepinnt - Einträge im Startmenü können über das Pinnadel-Symbol dauerhaft platziert werden.
Bild vergrößern

Einträge im Startmenü können über das Pinnadel-Symbol dauerhaft platziert werden.

Bild 9 von 16
Lizenz - Microsoft betitelt während der Installation Windows 7 als Pre-Release.
Bild vergrößern

Microsoft betitelt während der Installation Windows 7 als Pre-Release.

Bild 10 von 16
Ausgeblendet - Nicht angezeigte Elemente im System Tray erscheinen auf Klick jetzt in einem separaten Popup.
Bild vergrößern

Nicht angezeigte Elemente im System Tray erscheinen auf Klick jetzt in einem separaten Popup.

Bild 11 von 16
Suchbalken - Die Breite der Sucheingabe lässt sich jetzt per Schieberegler variieren.
Bild vergrößern

Die Breite der Sucheingabe lässt sich jetzt per Schieberegler variieren.

Bild 12 von 16
Systemsteuerung - Mit blauem Rand, der in den Unterkategorien aufklappt.
Bild vergrößern

Mit blauem Rand, der in den Unterkategorien aufklappt.

Bild 13 von 16
Feedback - Das Formular für Microsoft-Berichte wurde als Widget in die Sidebar integriert.
Bild vergrößern

Das Formular für Microsoft-Berichte wurde als Widget in die Sidebar integriert.

Bild 14 von 16
Zeit - Die M1 build 6519 ist nur bis zum 7. Mai 2008 gültig - Systemzeit im BIOS ändern ist daher Pflicht.
Bild vergrößern

Die M1 build 6519 ist nur bis zum 7. Mai 2008 gültig - Systemzeit im BIOS ändern ist daher Pflicht.

Bild 15 von 16
Sensors - Eine der unbekannten Funktionen, offenbar zur drahtlosen kommunikation.
Bild vergrößern

Eine der unbekannten Funktionen, offenbar zur drahtlosen kommunikation.

Bild 16 von 16
Start - Kaum Änderungen beim ersten Bootvorgang, einzig der Schriftzug \"Windows 7 Ultimate\" gibt Aufschluss.
Bild vergrößern

Kaum Änderungen beim ersten Bootvorgang, einzig der Schriftzug \"Windows 7 Ultimate\" gibt Aufschluss.


Andererseits ist Sinofsky für seine komprimierten Beta-Phasen bekannt: Bereits bei seinem vorherigen Projekt Microsoft Office 2007 brachte er das Programm innerhalb weniger Monate zur Fertigstellung. Die auf der PDC gezeigte Version dürfte Aufschluss geben: Präsentiert Microsoft dort tatsächlich eine funktionierende Beta 1, spricht nichts gegen eine Veröffentlichung im Juni 2009. Bestätigen sich allerdings die Berichte von Foley und Thurrott, laut denen lediglich die M3 von Windows 7 öffentlich präsentiert wird, sollte Ende 2009/Anfang 2010 realistischer sein.

"Fertig" ist Ansichtssache

Einen Haken haben diese Veröffentlichungstermine, welche von Insidern und Hardware-Herstellern genannt werden: Sie beziehen sich fast immer auf interne Vorgänge. Eine fertige Version ist in Entwicklersprache dann der Status Release to Manufacturing (RTM), also bereit für die Veröffentlichung. Bis eine solche Version allerdings im Handel erhältlich oder auf Komplettsystemen vorinstalliert ist, können noch mehrere Wochen vergehen.

Die Berichte von InternetNews, ZDNet und WindowsITPro finden Sie unten in den Links zum Thema.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Sommer 2009 dürfte der Termin für die OEM's sein, damit die das Weihnachtsgeschäft vorbereiten können. Dementsprechend wird wohl die Retailversion auch auf November hin released werden, da sich MS das...

Kommentieren