1,2 Terabit pro Sekunde

Lichtblitz: Neuer drahtloser Geschwindigkeitsrekord

Eine Gruppe italienischer Wissenschaftler hat einen neuen Rekord für den drahtlosen Datenverkehr aufgestellt. Die bisherige Bestleistung wurde um den Faktor neun verbessert. Statt Funk-Technologie setzte das Forscherteam der Sant'Anna School of Advanced Studies in Pisa auf Übertragung mittels Licht.

Forscher
Das italienische Forscherteam

Der Rekord wurde bei einem Experiment erzielt, das zwölf Stunden andauerte. Dabei maßen die Wissenschaftler eine Geschwindigkeit von 1,2 Terabit pro Sekunde. Der Inhalt einer handelsüblichen Festplatte mit 500 Gigabyte wäre bei dieser Rate bereits nach 3,5 Sekunden übertragen. Dazu ist aber kein Speichermedium derzeit in der Lage. Der bisherige Rekord für drahtlose Übertragung lag bei verhältnismäßig bescheidenen 160 Gigabit pro Sekunde. Diese Bestmarke wurde von einem Team aus Südkorea aufgestellt.

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Free Space Optics (FSO) heißt die Technologie, die hinter diesem Rekord steckt. Sie wird auch "Optischer Richtfunk" genannt. Die Daten werden wie beim Glasfasernetz übermittelt. Aber anstatt Kabel wird die Verbindung mittels eines gebündelten Energiestrahls hergestellt.

Wie auch bei aktuellen WLAN-Standards ist eine optimale Geschwindigkeit bei einer Datenübertragung nur möglich, wenn auch perfekte Bedingungen vorherrschen. Wenn die Sicht durch eine Mauer oder einen Baum beeinflusst wird, verringert sich die Geschwindigkeit deutlich. Auch Niederschläge können diese einschränken.

Bis zu einer möglichen Serienreife sind noch viele technische Hürden zu meistern. Ob und wann diese neue drahtlose Verbindung marktreif sein wird, dazu machten die Wissenschaftler aus Pisa keine Angaben.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Das ist -wie fast alle Geschwindigkeitsrekorde- nur ein "Proof of Concept. Der Inhalt würde in der Praxis niemals innerhalb von 3,5sek übertragen, weil dazu noch Protokoll-Handshake dazukommmt und die Zeit zum...

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