500 Euro: Zwei günstige Notebooks im Test
Ausstattung: Auf das Wesentliche reduziert
Auch hier gefällt das Gegenstück von Toshiba nicht so gut. Das gesamte Tastenfeld gibt ähnlich dem Displaydeckel bereits auf leichten Druck hin stark nach. Die zwei Touchpad-Tasten liefern zwar gute Rückmeldung an die Finger, sind in einem 20 Quadratmeter großen Raum aber so deutlich wahrnehmbar, dass jeder Klick mit einem fragenden Blick quittiert wird.
Extras wie einen Fingerprint-Sensor oder einen Speicherkartenleser sucht man bei beiden Modellen vergeblich. Hier haben sowohl Lenovo als auch Toshiba den Rotstift angesetzt. Lenovo hat unverständlicherweise auch auf ein Touchpad verzichtet und bietet nur die Eigenlösung in Form des Trackpoints an. Die Bedienung des kleinen Joysticks ist nach einer Eingewöhnungsphase von ein paar Minuten zwar kein Problem mehr. Ein zusätzliches Touchpad wäre aber wünschenswert, zum einen, weil der Platz dafür vorhanden ist, und zum anderen, weil die Cursor-Steuerung über den Trackpoint sicherlich eine Geschmackssache ist.
Linuxjünger wird freuen, dass das Notebook mit dem alternativen Betriebssystem problemlos zusammenarbeitet. Beim netzwelt-Versuch, Ubuntu 8.04.1 von einer Live-CD zu starten, blieben Überraschungen gänzlich aus und alles funktionierte auf Anhieb, selbst die Zusatztasten. Das R61i verfügt über insgesamt fünf Zusatztasten, vier davon finden sich rechts von der Escape-Taste. Drei der Drücker regeln die Lautstärke. Der "Thinkvantageknopf" ruft das gleichnamige Hilfecenter auf.
Zusatztasten für einen direkten Aufruf des Browsers oder des Mailprogrammes bietet das Testmodell von Toshiba nicht. Dafür kann es, im Gegensatz zum R61i, mit einer integrierten Webcam auftrumpfen. Diese bietet leider nur eine Auflösung von 0,3 Megapixeln. Für den gelegentlichen Videochat reicht sie aber in jedem Fall aus.
Beide Notebooks verfügen über einen an der Frontleiste angebrachten Ein- und Ausschaltknopf für den WLAN-Betrieb. Der Schieber von Lenovo lässt sich aber nur mit erheblicher Kraftanstrengung und mit dem Fingernagel zur Positionsänderung bewegen. Das Toshiba Satellite L300 bietet für die Lautstärkeregelung ein nicht gerastertes Rad.
Bei der Bildschirmgröße und der Auflösung sind beide Kontrahenten technisch ebenbürtig. 15,4 Zoll mit 1.280 x 800 Bildpunkten ist in dieser Klasse der Standard. Vorteil Lenovo: Das R61i setzt im Gegensatz zum Toshiba-Laptop auf ein nicht spiegelndes Display. Leider ist die Leuchtkraft sehr schwach. Eine Helligkeit von 75 Prozent ist nur in hellen Räumen über längere Zeit zu ertragen.

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