Datentausch per Desktop: Speicher-Freeware im Vergleich
Pando: Der Anhang-Abhänger für E-Mails
Der nächste Service namens Pando legt den Fokus mehr auf die Verbreitung von Inhalten als auf deren Speicherung. Deshalb löscht die Freeware Ihre Daten von den Servern, sobald diese mehr als sieben Tage nicht heruntergeladen wurden. Pando versteht sich mehr als Zwischenspeicher für den Fall, dass Sie größere Dateien an mehrere Personen versenden und nicht deren Mail-Postfächer verstopfen wollen. Das Datenlimit liegt bei einem Gigabyte.
Im Pando-Client geben Sie Dateien oder Ordner an, die Sie verschicken möchten. Sie können als Verbreitungsweg E-Mail, Instant Messenger oder HTML-Code für das eigene Weblog wählen. Jetzt beginnt der Upload auf den Server, die Freeware erstellt Ihnen daraufhin eine .pando-Datei. Diese ist nur wenige Kilobyte groß, beinhaltet aber alle Informationen, die für den Empfänger nötig sind, um die Inhalte anschließend herunterzuladen.
Einen Nachteil hat dieses System: Wer die mit einem solchen .pando-Link verknüpften Dateien herunterladen will, braucht ebenfalls einen installierten Pando-Client. Das gleicht Pando durch ein P2P-System aus, mit dem die Übertragung der Daten beschleunigt wird: Neben dem Server selbst bietet nämlich jeder andere Teilnehmer ebenfalls die Daten an, der sich bereits am Download beteiligt hat. Die folgende Grafik erklärt die Verbreitung durch Pando:

P2P, aber kaum Vorhaltezeit: Pando.
SteekR: Virtuelle Filesharing-Festplatte
Wer sich bei SteekR einen kostenlosen Account anlegt, erhält dafür ein Gigabyte Online-Speicher. Bei der Software nimmt der Service eine Zweiteilung vor. SteekR Drive fungiert als Client, mit dem Sie Uploads auf die Server starten können. Das SteekR DriveDrive wiederum integriert sich als virtuelle Festplatte in den Windows Explorer und ermöglicht so komfortablere Datenbewegungen.
Auch SteekR besitzt ein Web-Interface, über das Sie Ihre Dateien anderen Personen per Mail oder als Widget für eine Website zukommen lassen können. Pluspunkt: Der Empfänger muss SteekR nicht installieren. Nutzt einer Ihrer Kollegen das Programm aber ebenfalls, kann er Ihnen so genannte Sharings schicken, die Sie auf Ihrer Online-Festplatte speichern.

Unübersichtliche Bedienung: SteekR.
Während Sie das SteekR DriveDrive im Windows Explorer vornehmlich dazu nutzen sollten, schnell Dateien oder Ordner hinzuzufügen, ist der normale Desktop-Client SteekR Drive vor allem wegen des zeitversetzten Uploads attraktiv. Sie können für jeden Tag Uhrzeiten festlegen, zu denen bestimmte Daten automatisch hochgeladen werden - auf diese Weise haben Sie nicht nur Online-Speicher, sondern auch eine Backup-Funktion.
Fazit: Bedienkomfort siegt
Im Vergleich enttäuschen sowohl Pando als auch SteekR: Pando versucht sehr stark, den Nutzer zum Kauf der Pro-Version zu bewegen, schaltet entsprechend viele Banner in der Software und installiert eine Adware namens SmartShopper, wenn Sie bei der Installation nicht aufpassen. Auch die kurze Speicherdauer macht Pando als Online-Festplatte unattraktiv. SteekR wiederum verwirrt durch die Dreiteilung in Web-Interface, Drive und DriveDrive und schwächelt beim Bedienkonzept.
Dropbox hat hier klar die Nase vorn, die Funktionen sind am praxistauglichsten. Sie können Kollegen nicht nur einmalig Daten zusenden, sondern dauerhaft Ordner freigeben. Die automatische Synchronisation bei Änderungen klappt einwandfrei und erleichtert die Zusammenarbeit an Projekten enorm. Das Web-Interface bietet im Gegensatz zu SteekR einen echten Mehrwert, da Sie Änderungen protokollieren und Löschvorgänge rückgängig machen können.

