iTunes 8: Apple weckt den kollektiven Musikgenuss
Vorbildhaft für andere Dienste
Stellen Sie sich vor, Großhändler wie Amazon würden ihre stillschweigende Sammelwut bei den Kundeprofilen derart transparent gestalten wie Apple dies im neuen iTunes getan hat. Der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat alles richtig gemacht, sowohl aus seiner Sicht als auch aus Sicht seiner Kunden. Zum einen stellt er seinen Wunsch, Daten zu erheben, transparent in der Programmoberfläche vor. Gleichzeitig versichert er, dass die Erhebung völlig anonym erfolgt. Der eigentliche Vorgang kann bei der Erhebung unterbrochen und auch im Nachhinein jederzeit widerrufen werden.
Genius in Aktion
Ist Genius aktiviert, stellt der "dienstbare Geist" auf Grundlage des aktuell angepielten Titels eine Wiedergabeliste aus den Songs der lokalen iTunes-Mediathek zusammen. Die Auswahl erfolgt im Abgleich mit dem Musikgeschmack der Hörer, die Genius ebenfalls aktiviert haben. Zusätzlich dazu stellt die Genius-Seitenleiste Angebote aus dem Online-Shop vor, in der Regel Titel, die aus dem Repertoire des Künstlers stammen und im Shop verfügbar sind.

Genius sammelt die Nutzerdaten für die Apple-Datenbanken ein.
Im Test erscheint Genius trotz mitunter überraschender Kombinationen kein Pflichtfeature zu sein. Gut, dass Apple dafür gesorgt hat, dass die Genius-Seitenleiste mit einem Klick ausgeblendet werden kann. Von der Versuchung "Genius" bleiben nur zwei kleine Knöpfe zurück, über die sich zum einen die Leiste einblenden lässt und zum anderen der Genius-Modus gestartet wird. Nutzer, die keine Lust haben, ihre Daten an Apple zu übermitteln, können also rasch handeln und das Genius-Icon von der Programmoberfläche verbannen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Musikdienst und Apple iTunes.
