Personal kopiert Nummern und stellt den Klingelton ein
Service-Oase Amerika: Hilfe nach dem Handy-Kauf
Der drittgrößte amerikanische Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel startet eine Service-Offensive: Wer bei Sprint einen Vertrag samt Handy abschließt, verlässt das Geschäft nicht ohne eine persönliche Einweisung. Die Kunden sollen ihre Handys verstehen.
Dafür ließ Sprint alle Mitarbeiter schulen: Der Mobilfunkanbieter schloss einen Tag lang all seine 1.219 Geschäfte und trainierte das Personal für das "Ready Now"-Programm, berichtete das Unternehmen. Das Ziel: Die Kunden sollen ihre Mobiltelefone schon im Laden "komplett aufgesetzt und personalisiert bekommen", sagte Vizepräsident Kim Dixon. Das heißt, vom Einrichten des E-Mail-Accounts über das Kopieren von Kontakten bis zum Anschließen von Bluetooth-Zubehör übernehmen die Mitarbeiter lästige Arbeiten.

Kunden würden sich "diese tollen Geräte kaufen, aber nicht wissen, wie sie sie einrichten", bemerkt Dixon. Besitzer von Smartphones würden aus Unwissenheit meist nur einen Bruchteil der Funktionen nutzen. Wer nicht sofort nach dem Kauf Zeit hat, kann einen Termin für die zehn- bis dreißigminütige Einweisung machen. Laut Dixon ist dieser Service sogar für bestehende Kunden verfügbar, die kein neues Gerät kaufen.
In Amerika scheint dieser Trend sich zu verbreiten: Apple betreibt die so genannten Genius Bars in Geschäften, an denen Kunden Hilfe bei Problemen mit ihren Macs, iPhones oder iPods erhalten. Microsoft hat kürzlich den Einsatz von Gurus angekündigt, die noch in diesem Jahr den Kunden in den Filialen helfend zur Seite stehen sollen.
