Schwarze Löcher am CERN: Urknall, die Zweite

Theorie gegen Theorie: Rössler gegen Hawking

Dass bei den Experimenten winzig kleine, schwarze Löcher entstehen könnten, ist zumindest denkbar. Es setzt allerdings voraus, dass mehr als die drei bekannten Raumdimensionen existieren. Wie wahrscheinlich diese Theorie ist, können die Wissenschaftler dabei nicht sagen. Eine Gefahr für die Menschheit durch schwarze Löcher halten sie allerdings für ausgeschlossen: "Der LHC ist sicher. Jede Andeutung, dass es ein Risiko gäbe, ist pure Fiktion", bekräftigt CERN-Generaldirektor Robert Aymar.

Ein Tübinger Biochemiker namens Otto Rössler meldet sich derweil zu Wort. Der auf Chaostheorie spezialisierte Wissenschaftler regt sich vor allem über die Naivität seiner Kollegen am CERN auf. Schließlich sei bei keiner Theorie sicher, ob und wie sie sich in der Praxis bestätige, erläutert Rössler in einer ZDF-Reportage.

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Rössler will berechnet haben, dass ein schwarzes Loch sich nicht sofort nach der Entstehung zerstrahlt, quasi auflöst. Davon hingegen gehen die CERN-Mitarbeiter aus, gestützt auf die Theorie des britischen Physikers Stephen Hawking. Rössler vertritt die Meinung, dass durchaus eine Bedrohung besteht: Wenn die schwarzen Löcher sich nicht auflösen, sondern sich von der Erdmaterie ernähren.

Ganz allein steht Rössler mit seiner Skepsis nicht. Der ehemalige Nuklearphysiker Walter Wagner beantragte eine Unterlassungsverfügung gegen den Betrieb des Teilchenbeschleunigers. Die von ihm gegründete Organisation "Bürger gegen den LHC" sieht die Sicherheit keineswegs bewiesen. Am 29. August wies der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die damit verbundene Forderung zum Stopp des Teilchenbeschleunigers allerdings ab.

CERN hält die Bedenken für unbegründet

Am CERN entkräften die Physiker die Bedenken um die schwarzen Löchern mit einem Vergleich aus der Natur: Seit fünf Millarden Jahren treffe kosmische Strahlung auf die Erdatmosphäre. Dabei werde gleiche oder sogar höhere Energie frei als bei den Teilchenkollisionen im LHC. Dies habe aber bis heute nicht zu schwarzen Löchern geführt, die die Erde verschlingen.

Wenn die Wissenschaftler in Genf den Schalter umlegen und die Experimente beginnen, kreisen voraussichtlich zehn bis zwanzig Jahre Teilchen auf der Kreisbahn des Beschleunigers. Zunächst allerdings ohne Kollisionen und mit geringer Energie, gewissermaßen ein langsames Herantasten. Interessierte können am morgigen 10. September per Webcast dem Startschuss zusehen.

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Ich denke mal, CERN ist ein kleiner Baustein in einem viele tausend Jahren andauernden Entwicklungsprozess der Menschheit. Menschen haben sich Fragen gestellt nach Antworten gesucht und diese ggf. duch Versuche...

Wir sind hier ein Forum aber, für alle Spinner:?:

Ach, nicht schon wieder der Herr Rössler! :dow: ==> Begegnung mit dem Chaos Zitat: Ich halte die Wahrscheinlichkeit für recht gross, in der Gegend um 50...

Fortsetzung folgt !!!! Gehört ja auch dazu. Video Urknall in der Röhre - erzeugt das CERN schwarzes Loch ...

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