Vorgestellt: VirtualBox 2.0
Feintuning für die virtuelle Maschine
Um eine virtuelle Maschine auf Ihrem Rechner einzurichten, müssen Sie zunächst die Virtualisierungssoftware laden, also VirtualBox, und dazu noch ein passendes Image - in unserem Fall Ubuntu 8.04.1. Der Download von VirtualBox in der 2.0er-Version beträgt 32,5 Megabyte. Das Linux-ISO ist als komplettes Abbild eines Betriebssystems knapp 700 Megabtye groß. Einen Rohling für das Brennen der Distribution können Sie sich sparen. VirtualBox kann das ISO-Abbild des Linux-Clones direkt von der Festplatte lesen. Führen Sie nach den Download als nächstes die Schritte aus der Installationsanleitung durch:
Einrichten einer virtuellen Maschine bei VirtualBox 2.0
Der Setup-Wizard von VirtualBox startet mit einem Doppelklick auf das MSI-Archiv.
Die vorausgewählten Komponenten können ohne Probleme übernommen werden.
Die Installation ist beendet. Als nächstes kann eine virtuelle Maschine angelegt werden.
Nach dem Aufruf des Programms sollten Sie eine kurze Registrierung durchführen, damit das Hinweisfenster verschwindet. Es kommt sonst immer wieder.
Nun können Sie aus insgesamt 35 Vor-Konfigurationen eine passende Umgebung auswählen.
VirtualBox schlägt 256 MB Arbeitsspeicher vor. Wer mehr als ein Gigabyte RAM hat, kann hier mehr auswählen.
An dieser Stelle macht der Wizard einen Schlenker für die Zuweisung des Speichers für die virtuelle Festplatte.
VirtualBox ist in der Lage, den Festplattenspeicher je nach Bedarf wachsen zu lassen.
"Dynamisch wachsend" ist voreingestellt - eine gute Wahl, wenn reichlich ungenutzter Platz vorhanden ist.
Die Größe des Abbilds ist von Betriebssystem zu Betriebssystem unterschiedlich. Für Ubuntu wird acht Gigabyte veranschlagt.
Nun geht es weiter mit dem Rest der Einrichtung. Viel zu tun ist aber nicht mehr.
Die Einrichtung der ersten Maschine ist in ihrer Grundkonfiguration beendet.
Wenn Sie VirtualBox erfolgreich installiert und eine erste virtuelle Festplatte angelegt haben, sollten Sie im nächsten Schritt noch etwas Feintuning betreiben, bevor Sie den Startknopf für den neuen "Rechner im Rechner" drücken. Zusätzliche Hardware, wie CD-Rom-Laufwerk oder Soundkarte, muss der neuen Maschine nach dem Anlegen der virtuellen Umgebung zugewiesen werden. Sie können diese Konfiguration jederzeit verändern.
Feintuning einer virtuellen Maschine bei VirtualBox
Die Grundkonfiguration einer virtuellen Maschine steht. Jetzt kann die virtuelle Hardware eingebunden werden.
Zunächst sollten Sie den Zugang zum CD-Rom-Laufwerk legen. An dieser Stelle können Sie auch das ISO-Image der Linux-Distribution zuweisen.
Der USB-Controller kann an dieser Stelle zwar eingebunden werden. Viele USB-Devices werden aber nicht erkannt.
Für den Austausch mit dem Gastsystem kann ein Ordner unter Windows angelegt und in diesem Fenster zugewiesen werden.
Der Speicher für die virtuelle Grafikkarte kann in diesem Fenster über einen Schieberegler nachjustiert werden. Gleiches gilt auch für den Arbeitsspeicher.
Nun ist die zusätzliche Hardware eingerichtet. Die Konfiguration kann jederzeit modifiziert werden.
Wenn Sie mit dem Einrichten der Hardware-Komponenten fertig sind, können Sie das ISO-Image der Ubuntu-Version einfach in den neuen virtuellen Computer "einlegen". Der Dialog dafür befindet sich direkt unter dem Eintrag für das CD/DVD-Rom-Laufwerk:

Brennen überflüssig: ISOs können bei VirtualBox direkt eingebunden werden.
Der erste Start
Nun ist alles vorbereitet. Starten Sie die virtuelle Maschine über den grünen Pfeil. Ein typischer schwarzer Startbildschirm erscheint und die Maschine bootet das ISO so, als ob es sich dabei um eine gebrannte CD-Rom handeln würde. Zuvor gibt es einen wichtigen Hinweis, den Sie auf keinen Fall ignorieren sollten. Er betrifft das Einfangen von Maus und Tastaur durch die virtuelle Umgebung. Sobald Sie nämlich auf den schwarzen Bildschirm klicken, sind Sie in einer anderen Dimension gefangen. Erst der Druck auf die rechte Strg-Taste auf der Tastatur entlässt Sie wieder aus der Scheinwelt. Nach der Installation von Ubuntu und der Gasterweiterungen von VirtualBox wird das Maus- und Tastaturverhalten deutlich angenehmer. Dazu aber später mehr.

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