Sun launcht Version 2.0 der beliebten Virtualisierungslösung
Vorgestellt: VirtualBox 2.0
Jens Fliege
VirtualBox gehört zu den beliebtesten Programmen, wenn es darum geht, einen Rechner im Rechner zu simulieren, um zum Beispiel eine Linux-Distribution unter Windows zu installieren. Gerade hat Sun Microsystems die Version 2.0 der Software veröffentlicht, die zahlreiche Neuerungen zu bieten hat. Die Nutzung von VirtualBox ist für Privatanwender und öffentliche Einrichtungen kostenlos.
Inhalt
- Verbesserungen im Design
- Neuerungen unter der Haube
- Feintuning für die virtuelle Maschine
- Der erste Start
- Installation der Gasterweiterungen
Achim Hasenmüller, Entwicklungsdirektor bei Sun, strahlt zur Veröffentlichung der Version 2.0 Selbstsicherheit aus: "Wir werden Marktführer im Bereich Virtualisierung. Zurzeit haben wir bereits knapp sieben Millionen Nutzer." Die Übernahme seiner Firma Innotek durch Sun Microsystems Anfang des Jahres scheint Virtualbox gut getan zu haben. "Im Februar waren wir noch bei vier Millionen Usern", fügt Hasenmüller hinzu und erklärt die Gründe für die Popularität der Software: "VirtualBox funktioniert auf so ziemlich jedem Betriebssystem und wird sehr aktiviert gepflegt. Es tut sich immer was bei den Features, was bei unser Web-Community gut ankommt."
Verbesserungen im Design
Die aktuelle Version hat für jedes Betriebssystem-Lager Neuerungen zu bieten. Linux- und Vista-Nutzer können sich über die Verwendung der aktuellsten Version des QT-Frameworks freuen, das die Darstellung der Programmoberfläche zeichnet. Version 2.0 fügt sich dadurch deutlich besser als zuvor ins Design ein. Mac-User werden wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass mit VirtualBox 2.0 Apples Userinterface-Richtlinien vollständig umgesetzt wurden. "VirtualBox sah vorher ein bisschen fremd auf dem Mac aus. Mit der neuen Version könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Oberfläche von Apple selbst programmiert wurde", erklärt Hasenmüller.

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Ein Blick auf die aktuelle Programmoberfläche von VirtualBox 2.0
(Klick vergrößert.)
Neuerungen unter der Haube
Auch unter der Haube hat sich einiges getan. Die wichtigste Neuerung ist wohl die Unterstützung von 64-Bit-Betriebssystemen als Gast-OS in einer virtuellen Maschine. Besitzer von Rechnern mit modernen AMD-Prozessoren verschafft die aktuelle Version einen Leistungsvorsprung gegenüber Intel-PCs, denn VirtualBox unterstützt nun "Rapid Virtualization Indexing". Hasenmüller erläutert: "Diese für Virtualisierung zuständige Funktion können wir in der neuen VirtualBox als erster Hersteller auf dem Markt nutzen." Grundsätzlich sei es aber so, dass VirtualBox mit jedem Prozessortyp zurechtkomme, egal ob AMD oder Intel, wobei Intel-CPUs bei der Unterstützung von Virtualisierung zurzeit schlechter auf dem Markt positioniert seien.
Die kostensparende Rechner-Virtualisierung ist mittlerweile nicht nur ein wichtiger Trend in der Industrie. Programme wie Microsofts Virtual PC oder VMware Workstation ermöglichen auch Privatanwendern, andere Betriebssysteme gefahrlos aufzuspielen. Mit wenigen Klicks können Sie mit FreeDOS oder OS/2 eine historische Zeitreise zu den Wurzeln der PC-Architektur unternehmen oder aktuelle Linux-Varianten wie openSUSE 11.0 installieren. Netzwelt zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie VirtualBox auf Windows installieren und das populäre Ubuntu Linux in der Version 8.04.1 zum Leben erwecken.
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