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06.09.2008
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Ein chromplett chromologischer Chrommentar

Verkehrte Netzwelt: Eine Woche Datenkraken-Krakeel

Browser

Verkehrte Netzwelt: Eine Woche Datenkraken-Krakeel

Wenn der Suchmaschinen-Riese aufmuckt, hält die Welt den Atem an. So geschehen in dieser Woche: Google bringt einen eigenen Browser, genannt Chrome. Als Software-Redakteur gab es für mich eine Woche lang kein anderes Thema. Was war denn eigentlich noch so los? Kommen Sie, ich nehme Sie kurz mit.

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Dienstag, 2. September

Was macht Chrome? Ein zu früh verschickter Comic trat die Lawine los: Google arbeitet an einem eigenen Browser. Alles stürzte sich auf die 38 Seiten Cartoon, in dem zugegebenermaßen sehr interessant die neuen Funktionen von Chrome erklärt wurden. Abends stand Chrome dann endlich offiziell zum Download bereit, der erste Vorabtest war keine Stunde später auf netzwelt. Ein Hype war geboren.

Was war sonst noch? Hurrikan "Gustav" wirbelte haarscharf an New Orleans vorbei und verhinderte so eine zweite Naturkatastrophe in der US-Stadt. Die Dämme hielten stand, die meiste Kraft verlor Gustav vor der Küste. Was die zwei Millionen Evakuierten wohl gedacht haben mögen?

Google Chrome Browser Comic

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Mittwoch, 3. September

Was macht Chrome? Die ersten negativen Schlagzeilen. IT-Experten weltweit hatten einige Stunden Zeit, den Browser zu analysieren, zu inspizieren, zu sezieren. Und dabei kamen die ersten Sicherheitslücken zum Vorschein. Nach den marktschreierischen Ankündigungen eines neuen Browser-Krieges blieb so manchem der Schlachtruf im Halse stecken - Chrome als eine einzige Lobgoogelei? Netzwelt war dabei und erklärte die Schwachstellen.

Was war sonst noch? Ach ja, Rekordtorhüter-Titan Kahn gab sein Abschiedsspiel. Bayern kickte dabei gegen Deutschland, die Vormachtstellung blieb unentschieden und Kahn nach Abpfiff allein in der Kabine zurück. Ein denkwürdiger Moment für den deutschen Fußball.

Donnerstag, 4. September

Was macht Chrome? Nichts als Ärger. Millionen Interessierte haben den Google-Browser zu diesem Zeitpunkt bereits heruntergeladen, der Marktanteil liegt bereits bei 1,5 Prozent weltweit. Aber kaum jemand scheint die Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen genauer gelesen zu haben. Netzwelt fragte Anwälte und Datenschützer, was die User von Googels Klauseln zu halten haben.

Was war sonst noch? Die Bundesregierung fand sich zum Datenschutzgipfel ein. Das Ergebnis: Man wolle Gesetze verändern, um die Daten der Bürger besser zu schützen. Da könnte sich Chrome eine Scheibe von abschneiden. Schön, dass in der Sicherheitspolitik wieder einmal jemand nachzudenken scheint.

Chrome: Netzwelt testet den Google-Browser

  • Willkommen
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  • Tasks im Blick
  • Chrome
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Freitag, 5. September

Was macht Chrome? Der Browser hatte sich in dieser Woche bereits Patzer bei Sicherheit und Datenschutz geleistet. Was blieb also noch zu beobachten? Klarer Fall, die Geschwindigkeit. Denn gefühlsmäßig war Chrome wirklich zügig unterwegs, ein umfangreicher Vergleich sollte diesen Eindruck mit Zahlen belegen. Das Ergebnis der netzwelt-Benchmarks war eindeutig: In Sachen JavaScript macht dem Browser-Herausforderer niemand etwas vor.

Was war sonst noch? Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert die große Koalition, spricht sich klar für die FDP aus und fordert neue politische Verhältnisse. Das sollte zu denken geben. Die Frage, ob Google mit Chrome auch auf dem Browsermarkt für einen Machtwechsel sorgen kann, muss ich wohl auf die kommende Woche verschieben. Bin mal gespannt, was ich dann so wegen Google Chrome verpasse.


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