Preisniveau in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt
Zweistellig: Preissturz bei Hightech-Produkten
Der Trend ist so stabil, dass er den meisten Anwendern kaum noch auffällt. Doch die Zahlen sind trotzdem bemerkenswert. Energie und Lebensmittel werden immer teurer, aber die Preise für Hightech-Produkte fallen. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise für IT-Produkte in Deutschland mit zweistelligen Prozentraten gesunken. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor, die der Branchenverband Bitkom jetzt veröffentlicht hat.

Besonders stark sanken die Preise für Notebooks, die um 25 Prozent billiger geworden sind. Der Preis für Digicams sank um 16, der für Handys um 14 Prozent. Über den stärksten Preisrückgang können sich aber die Nutzer von Musikdownloads freuen, die in den vergangenen zwölf Monaten um 29 Prozent gesunken sind. Auch TV-Geräte sind um 19 Prozent billiger geworden, Laserdrucker gaben um 12 Prozent nach.
Eine Ausnahme machen die Kosten für Telefon und Internet. Seit Anfang 2007 sind die Preise nur um 5 Prozent gesunken, die Mobilfunk-Tarife gaben nur um 4 Prozent nach. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer führt die Preissenkungen in der Hightech-Branche vor allem auf den Wettbewerb zurück. Der Preiskampf in der Branche ist "enorm", meint Scheer.
Überraschend auch die Daten über das Preisniveau in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Hierzulande liegen die Preise nämlich um fünf Prozent unter dem europäischen Durchschnitt. Allerdings gibt es durchaus Länder, in denen es noch billiger geht. In der Schweiz liegt das Niveau für Hightech-Produkte um 11 Prozent unter EU-Schnitt, in Tschechien um 8 Prozent und in Polen um 7 Prozent.
Am billigsten sind Hightech-Geräte in Bulgarien: 17 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt. Am teuersten sind Hightech-Produkte demgegenüber in den skandinavischen Ländern Finnland, Dänemark und Irland. In diesen Ländern sind Hightech-Produkte um 13 beziehungsweise 12 Prozent teurer als im Durchschnitt aller EU-Länder.

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