Google Chrome: Das Kleingedruckte im Datenschutz

"Googles Datenziel ist unklar"

Je mehr Macht Google im Internet gewinnt, desto stärker wird das Brauchtum der "Datenkrake" gepflegt. Wenig überraschend, dass der Datenschutz bei Chrome mit Argusaugen beobachtet wird. Aus den Nutzungsbedingungen herausgelöst hat Google die Datenschutzbestimmungen veröffentlicht, die mit dem Browser in Verbindung stehen. In drei Bereichen ist Vorsicht angebracht:

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1.: Suchanfragen und URLs

Google Chrome nutzt eine Kombination aus Adressleiste und Suchfenster, Omnibox genannt. Gibt der Nutzer hier etwas ein, kann er entweder die entsprechende Website besuchen, einen Begriff bei Google suchen oder sich Vorschläge anzeigen lassen. Dabei greift Chrome auf einen Dienst namens Google Suggest zu. Und dafür muss der Browser Kontakt zu den Google-Servern aufnehmen.

Das klingt erst einmal harmlos und durchaus praktisch, doch Datenschützer sind weniger überzeugt. Marit Hansen, stellvertretende Leiterin des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein hält die Integration von Google Suggest in die Omnibox für bedenklich. Immerhin bestätigt Google, sogar die Begriffe zu sammeln, die überhaupt nicht abgeschickt, sondern nur eingetippt wurden.

Problemlösung: Wer die in die Omnibox eingegebenen Daten lieber privat halten möchte, muss in Chrome über das Schraubenschlüssel-Menü oben rechts zu Optionen > Grundeinstellungen navigieren und dort einen anderen Suchanbieter als Google einstellen. Zusätzlich ist empfehlenswert, im gleichen Menüpunkt auf Verwalten zu klicken und die "automatischen Vorschläge zur Vervollständigung" zu deaktivieren.

2.: Identifikationsnummer für Browser

Damit nicht genug, jeder Chrome-Browser bekommt von Google während der Installation eine eindeutige Identifikationsnummer (ID) verpasst. Bei jeder Überprüfung auf Updates kommt diese zum Tragen, davon abgesehen weckt diese Nummer eher Skepsis: "Wir stehen der ID skeptisch gegenüber, weil das von Google verfolgte Datenziel unklar ist", macht Hansen deutlich.

Bedenklich wäre diese Identifikationsnummer, wenn Google sie mit den besuchten Websites und Suchanfragen kombinieren und so ein Surfer-Profil erstellen würde. Im Zeitalter mobiler Endgeräte und dynamisch vergebener IP-Adressen hätte das einen entscheidenden Vorteil: Die ID der Chrome-Installation bleibt stets gleich, Google besäße deutlich zuverlässigere Informationen als über die IP-Adresse des Anschlusses.

>>> Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Google selbst zu den Vorwürfen sagt und ob Sie Chrome schon jetzt ausprobieren sollten.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Browser & Mailer hier.

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