Im Duell mit Firefox, Safari, Opera und Internet Explorer
Speed Metal: Google Chrome im Performance-Test
Der Hype um Google Chrome ist groß, viele Nutzer möchten die neue JavaScript-Engine und den damit verbundenen Geschwindigkeits-Schub in Aktion sehen. Kann Chrome die Konkurrenz um Firefox, Internet Explorer und Opera wirklich übertrumpfen? Der Benchmark zeigt es.
Inhaltsverzeichnis
- 1Ergebnis: Chrome glänzt bei JavaScript
- 2Mozilla meldet sich: "Unser Nightly Build ist schneller"
- 3 >>> Kostenloser Download: Google Chrome
Drei der Benchmarks testen die Leistungsfähigkeit der JavaScript-Engine. Viele Multimedia-Inhalte auf Websites nutzen JavaScript, ein guter Benchmark-Wert weist also auf schnelle Ladezeiten der Seite hin. Anmerkung: Die V8 Benchmark Suite hat Google speziell auf Chromes neues JavaScript-Modul zugeschnitten - die Ergebnisse hier sollten also mit Vorsicht genossen werden.
Die beiden Acid-Tests überprüfen, welche im Internet gültigen Programmier-Standards der Browser einhält. Je besser das Ergebnis, desto mehr Elemente kann er korrekt anzeigen. Beim CSS Rendering Benchmark wird die HTML-Seite lokal gespeichert und danach aufgerufen. Hier muss der Browser so schnell wie möglich 2.500 verschiedene Div-Klassen darstellen.
| Benchmark | Chrome 0.2 | IE8 Beta 2 | Firefox 3.0.1 | Opera 9.52 | Safari 3.1.2 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. SunSpider JavaScript | 2,71s | 10,37s | 5,26s | 6,94s | 5,84s |
| 2. Mozilla Dromaeo JavaScript | 0,57s | nicht möglich | 2,56s | 2,77s | 2,87 |
| 3. CSS Rendering Benchmark(2500 DIVs) | 60ms | nicht möglich | 18ms | 16ms | 17ms |
| 4. Google V8 Benchmark Suite | 1178 | 53 | 147 | 171 | 128 |
| 5. Webstandards Acid2 - Acid3 | ja - 79/100 | ja - 12/100 | ja - 71/100 | ja - 84/100 | ja - 74/100 |
Benchmarks 1-3: Niedriger Wert ist besser / Benchmarks 4-5: Höherer Wert ist besser. Die Benchmarks wurden durchgeführt unter Windows XP SP3 32-bit mit Dualcore und 2 Gigabyte RAM.
Ergebnis: Chrome glänzt bei JavaScript
Die Benchmarks zeigen: Chrome lässt bei der Berechnung von JavaScript die Konkurrenz in allen drei Tests deutlich hinter sich. Beim SunSpider-Test ist der Google-Browser doppelt, bei Dromaeo sogar mehr als viermal so schnell wir der Zweitplatzierte Firefox. Auch bei den Webstandards muss sich Chrome im Acid3-Test nur Opera geschlagen geben. Lediglich beim CSS-Rendering schwächelt der Google-Browser.
Chrome: Netzwelt testet den Google-Browser
Nach dem ersten Start zeigt Chrome kurze Videos zu den wichtigsten Funktionen.
Nach einiger Zeit erkennt Chrome die persönlichen Vorlieben. Zuletzt angelegte Lesezeichen tauchen am rechten Rand auf.
URL-Leiste und Suchfenster sind bei Chrome zur Omnibox zusammengewachsen. Diese bekommt jeder einzelne Tab spendiert.
Interessant ist, das der Verlauf bei Chrome durch Datum und Uhrzeit strukturiert ist. Das Auffinden von besuchten Seiten wird so einfacher.
Chrome bringt einen Browser-eigenen Task-Manager mit. Da jeder Tab in einem eigenen Prozess läuft, ist es wichtig zu sehen, wo viele Resourcen verbraucht werden.
Chrome beschränkt sich auf zwei Menüpunkte. Hier lassen sich alle notwendigen Änderungen und Anpassungen vornehmen - egal ob Komfort, Sicherheit oder Downloads.
In den Einstellungen lässt sich der Inkognito-Modus aktivieren, der ein neues Chrome-Fenster öffnet. Dort werden persönliche Daten nicht mehr gespeichert, bis das Fenster wieder geschlossen wird.
Noch befindet sich Google Chrome im Beta-Status, weitere Features und Optimierungen sollen in Kürze folgen.
Mozilla meldet sich: "Unser Nightly Build ist schneller"
Dass Chromes Geschwindigkeit gelobt und ausgezeichnet wird, passt Mozilla verständlicherweise nicht. Daher gaben die Entwickler bekannt, dass ihre aktuelle experimentelle Version (Nightly Build genannt) des Firefox 3.1 schneller sei als Googles Browser. Diese Version nutze nämlich ebenfalls eine runderneuerte JavaScript-Engine namens TraceMonkey.
Wer TraceMonkey in Aktion sehen will, muss diese erst im Firefox 3.1 manuell aktivieren. Den Download finden Sie in den Links zum Thema. Dazu geben Sie about:config in die URL-Leiste ein und suchen nach dem Parameter javascript.options.jit.content. Diesen setzen Sie per Doppelklick auf "true". Mit eingeschaltetem TraceMonkey hat netzwelt die drei JavaScript-Benchmarks wiederholt und stellt sie Chrome gegenüber:
| Browser | SunSpider | Mozilla Dromaeo | Google V8 Suite |
|---|---|---|---|
| Firefox 3.1 Nightly | 1,99 Sekunden | 1,55 Sekunden | 119 Punkte |
| Chrome 0.2 | 2,71 Sekunden | 0,57 Sekunden | 1178 Punkte |
Dank TraceMonkey kann der Firefox 3.1 tatsächlich aufholen und Google Chrome beim SunSpider Benchmark sogar überflügeln. Verwunderlich: Beim V8-Test verschlechtert sich der Firefox gegenüber der aktuellen Version 3.0.1 um etliche Punkte.

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