Für Web-Applikationen optimiert, Testversion noch heute
Chrome greift an: Google bringt eigenen Browser
Moritz Zielenkewitz
Eine Meldung wie ein Knall: Google bringt einen eigenen Browser namens Chrome auf den Markt. Noch ein Browser? Chrome konzentriert sich dabei auf das Internet im Jahr 2008: Voller Inhalte, voller Gefahren. Und quasi durchs Hintertürchen bedroht der Browser Windows selbst.
Inhalt
- Ankündigung mit Comic-Komik
- Alle Macht den Tabs
- Ein Tässchen Java gefällig?
- Omnipräsent und minimalistisch
- Poppen, Phishen, Paranoia
- Konkurrenz für wen?
- Google chromt die Fenster zu
Ankündigung mit Comic-Komik
Allen Dementis zum Trotz: Google arbeitet tatsächlich an einem eigenen Browser. Eigentlich war geplant, die Bombe im Laufe des heutigen Tages zusammen mit der Beta-Version und einem erklärenden Google-Comic platzen zu lassen. Diesen Comic erhielten allerdings schon vorab einige US-Blogs - ob wirklich aus Versehen, darf bezweifelt werden. Fakt ist: Google bestätigte offiziell das Projekt Chrome. Und lässt per Comic tief blicken.
In dieser 38-seitigen Bilderstrecke kommen Dutzende der an Chrome beteiligten Programmierer und Entwickler zu Wort. Sie erklären, warum ein weiterer Browser auf dem Markt wichtig ist, was dieser können muss und warum Google damit letztlich niemand Geringerem als der gesamten Web-Gemeinschaft einen Dienst erweist.

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Neues Deisgn, Web-affine Funktionen: Google Chrome.
(Klick vergrößert.)
Vor der Arbeit an Chrome stand die Frage: Welchen Browser braucht das Internet im Jahre 2008? Dabei wird deutlich, dass das Web über die Anzeige von simplen Texten weit hinaus ist. Der Nutzer lebe im Netz und nutze dort Web-Applikationen. Für Google hieß es daher zurück ans Reißbrett - herausgekommen ist Chrome, ein Browser mit klarer Ausrichtung.
Alle Macht den Tabs
Wer im Internet surft, schaltet und waltet in Tabs. Google räumt diesen eine hohe Priorität ein und platziert sie im Browser ganz oben, noch über der URL-Leiste. Das ist aber nur Kosmetik, die wirkliche Innovation steckt unter der Haube. Jeder Tab läuft auf dem System als eigener Prozess - ähnlich wie beim Internet Explorer 8. Hängt sich in einem Tab ein Skript oder eine Applikation auf, reißt das nicht den kompletten Browser in den Abgrund.
Aber damit nicht genug: Jeder Tab hat darüber hinaus eine eigene Rendering-Engine und JavaScript-Instanz. Google treibt diese Abkapselung zum Zweck der Stabilität und Sicherheit noch weiter auf die Spitze: Jeder Tab läuft in einem Sandbox-Modus. Egal, welche Anwendungen in diesem Tab ihr Unwesen treiben, sie haben nur Lesezugriff - auf die Festplatte wird nur nach Erlaubnis geschrieben.
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