IFA 2008: Neues aus der Welt der Beamer
Ganz groß und scharf: Beamer mit Full-HD-Auflösung
Der taiwanische Hersteller Honlai hat in seiner QingBar-Reihe gleich drei verschiedene Mini-Beamer im Angebot. Während der MP102 äußerlich noch an einen klassischen Projektor erinnert, sieht der MP100 aus wie eine aufgeklappte Polaroid-Kamera. Der MP101 verfügt über eine Docking-Station für iPhone und iPod. Ob, wann und unter welchen Namen die Geräte ihren Weg nach Europa finden, ist noch nicht bekannt.
IFA 2008: Mini-Beamer
152 Gramm ist der 11,5 x 5 x 2,2 Zentimeter großer Beamer schwer. Dank LED-Lichttechnik bringt er seine Bilder bis auf eine Diagonale von bis zu 50 Zoll (127 Zentimeter). Der Akku soll bis zu einer Stunde reichen und bereits nach wenigen Sekunden soll der Projektor betriebsbereit sein. Die Markteinführung ist für Anfang Oktober 2008 geplant und der empfohlene Verkaufspreis soll zwischen 349 und 398 Euro liegen.
Beim V10 von Aiptek handelt es sich wirklich um Taschenkino, denn er benötigt keine externen Quellen für seine Projektionen. Neben einem internen Speicher von einem Gigabyte können dank eines Kartenslots kann er auch SD-Speicherkarten direkt auslesen. Sein Lichtstrom beträgt zehn Lumen, was bei völliger Dunkelheit für eine Bilddiagonale von 50 Zoll ausreichen soll. Mit Akku, der etwa 45 Minuten hält, wiegt das 12,5 x 5,5 x 2,3 Zentimeter große Gerät 155 Gramm. Der LED-basierte Beamer schafft eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln.
Der Pico Pocket Projector von Optoma ist ähnlich groß wie ein Handy (5 x 10,3 x 1,5 Zentimeter) und wiegt 115 Gramm inklusive Akku mit einer angeblichen Laufzeit von zwei Stunden. Bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln erreicht er angeblich eine maximal Projektionsfläche von 60 Zoll. Angesicht eines Lichtstroms der LED-Lichtquelle von nur 10 Lumen und eines Kontrastverhältnisses von 1000:1 dürfte diese Darstellungsgröße nur in absoluter Dunkelheit erkennbar sein.
Die LED-Lampe soll bis zu 20.000 Stunden Bilder in einer maximalen Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln projizieren. Dabei erreicht die Projektionsfläche ein Diagonale von 25 Zoll oder 63,5 Zentimetern auf einen Meter Abstand. Die Helligkeit liegt bei zehn Lumen und das Kontrastverhältnis bei 100:1. Bei einer Größe von 9 x 4,4 x8 Zentimetern wiegt das Gerät von Divistar nur 200 Gramm.
Der 5,4 x 9,9 x 1,7 Zentimeter große Nano Projetor von Sypro Optics arbeitet mit der DLP-Spiegeltechnik von Texas Instruments. Sein Lichtstrom wird mit zehn Lumen angegeben. Das Bild soll aber nach Augenzeugenberichten deutlicher und kontrastreicher sein als das von Konkurrenzprodukten mit dem gleichen Wert. Die Auflösung des Nano Projectors liegt bei 480 x 320 Pixeln. Zusätzlich zu dem Stand-Alone-Gerät hat Sypro noch eine Modul-Variante des Kleinstbeamers im Katalog, das zum Beispiel in Handys eingebaut werden kann.
Der QingBar MP100 erinnert optisch stark an eine Palaroid-Kamera. Er verfügt über eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln, ein Kontrastverhältnis von 200:1 und seine Helligkeit soll bei 10 bis 15 Lumen liegen. Die Lebensdauer der LED-Lampe gibt Hersteller Honlai mit über 20.000 Stunden an, schweigt sich dafür aber bei den genauen Abmessungen aus.
Speziell für das iPhone und den iPod hat Honlai den QingBar MP101 entwickelt. An seiner Oberseite besitzt er eine Docking-Station für die beiden Geräte. Bei Abmessungen von 7,6 x 10,2 x 5,4 Zentimetern schafft er eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln und besitzt ein Kontrastverhältnis von 200:1 sowie ein Helligkeit von 10 bis 15 Lumen.
Der QingBar MP102 besitzt eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln, ein Kontrastverhältnis von 200:1 und einen Lichtstrom von 10 bis 15 Lumen. Seine Maße betragen 7,7 x 8,2 x 4,5 Zentimeter und die Lebensdauer der LED-Lampe gibt Hersteller Honlai mit über 20.000 Stunden an.
Noch nicht wirklich offiziell vorgestellt, aber schon an die Öffentlichkeit gelangt ist ein möglicher Mini-Beamer in der Größe einer Kaffeetasse von Dell. Von der Form her erinnert er eher an die klassischen Projektoren, denn an die neu vorgestellten Kleinstgeräte. Mit etwa 500 Gramm ist er auch deutlich schwerer als die Modelle im Handyformat. Er arbeitet mit einer LED-Lichtquelle und kommt ohne Quecksilber aus. Seine Auflösung liegt bei 800 x 600 oder 1.024 x 768 Pixeln. Einen Preis oder ein Veröffentlichungsdatum enthielt die für interne Zwecke gedachte Powerpoint-Präsentation nicht.
Der Hersteller Delta behauptet auf der IFA den ersten DLP-Beamer mit einer LED-Lampe und einer Full-HD-Auflösung zu zeigen. Einen Namen besitzt der Projektor aber noch genauso wenig wie einen Preis oder ein Verfügbarkeitsdatum. Weiter sind da die Konkurrenten, die noch mit herkömmlichen Glühlampen arbeiten.
IFA 2008: Große Projektoren mit Full-HD
1.920 x 1.080 Pixel Auflösung, Kontrastverhältnis 10.000:1, Bildhelligkeit 1.200 Lumen, zwei HDMI-Anschlüsse und ein Stand-by-Stromverbrauch von 0,5 Watt laut Hersteller. Der Z700 ist ab Anfang Oktober für empfohlene 1.499 Euro im Handel erhältlich. Der Beamer arbeitet aber noch nicht mit LED-Technik, sondern mit herkömmlichen Glühlampen.
Die sichtbare Diagonale des AE3000 von Panasonic kann bei seiner Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln bis zu fünf Meter betragen. Seine Bildhelligkeit liegt bei 1.600 Lumen und das Kontrastverhältnis bei starken 60.000:1. Ab Oktober soll er im Fachhandel erhältlich sein. Eine Preisempfehlung nannte der Hersteller noch nicht.
1.200 Lumen, Auto-Blende, neben analogen Standardschnittstellen auch zwei HDMI-Buchsen
1.200 Lumen, Auto-Blende, neben analogen Standardschnittstellen auch zwei HDMI-Buchsen
1.000 Lumen, automatische Iris an Bord, die nur wenig Streulicht durchlässt, neben analogen Standardschnittstellen auch zwei HDMI-Buchsen
Ein rekordverdächtiges Kontrastverhältnis von 75.000:1 ist der markanteste Wert des TW5000 von Epson. Ab Oktober ist er für etwa 3.000 im Handel erhältlich. Für ungefähr 1.000 Euro ist ab dem selben Moment das Einstiegsmodell in den Full-HD-Bereich, der TW3800, verfügbar.
Sanyo bringt den PLV-Z700 als Full-HD-Projektor für das Einstiegssegment auf den Markt. Panasonic hat bei seinem PT-AE3000 das Kontrastverhältnis auf 60.000:1 erhöht (der Vorgänger AE2000 hatte nur 16.000:1), Epson bietet bei seinem EH-TW5000 sogar einen Kontrast von 75.000:1, Mitsubishi erneuert seine Modellreihe an Full-HD-Projektoren. Das günstigste der drei Modelle, der HC500, ist für 1.499 Euro zu haben. Für den HC6500 muss man 2.490 Euro auf den Tisch legen und für das Flaggschiff, den HC7000 sogar 3.490 Euro.
Auch wenn die letztgenannten Modelle keine Leichtgewichte sind, so geht der Trend doch eindeutig in Richtung kleinere Geräte. Neben den Modellen in Handygröße sind auf diversen Technikmessen schon Handys, MP3-Player und Notebooks mit integrierten Projektoren aufgetaucht. Nur in Sachen Auflösung haben bislang die großen Geräte die Nase - noch.

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