Per Webcam und Hand Videos fernsteuern

Toshiba auf der IFA: Die Hand als Mauszeiger

Wie aufmerksame Leser der netzwelt wissen, hat uns Rob Csongor (Vice President of Corporate Marketing bei Nvidia) in einem Interview auf der Nvision08 prophezeit, dass die Maus sterben wird. Toshiba kam Nvidia auf der IFA 2008 zuvor und präsentierte auf der Berliner Messe eine marktreife intuitive Gestensteuerung für Multimedia-Anwendungen. Ist das nun wirklich das Ende der Maus, die als treuer Computerbegleiter immerhin seit über 20 Jahren auf unserem Schreibtisch liegt?

Toshiba Gestensteuerung - Am dirigieren.
Am dirigieren.

Toshiba experimentiert schon lange mit Gestensteuerungen. Mithilfe des Cell-Prozessors, der im Toshiba Qosmio G50 und F50 eingebaut ist, lies Toshiba nun Taten folgen. Der von der Sony Playstation 3 bekannte Prozessor wurde auf vier Kerne "kastriert". Zum Vergleich: Der Prozessor der PS3 hat immerhin sieben Kerne.

Des Weiteren wird eine herkömmliche Webcam benötigt, um die gestischen Befehle zu erkennen. Heutzutage verfügt nahezu jeder Laptop über solch eine Kamera. Eine angepasste Software ist ebenfalls Pflicht. Und schon kann der Spaß beginnen.

Toshiba Gestensteuerung

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Toshiba Gestensteuerung - Am dirigieren.
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Am dirigieren.

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Toshiba Gestensteuerung - Bei der Bedienung.
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Bei der Bedienung.

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Toshiba Gestensteuerung - Die Bedienelemente.
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Die Bedienelemente.

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Toshiba Gestensteuerung - Die Erkennung der Hand.
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Die Erkennung der Hand.


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Eine Eingewöhnungsphase wird nicht benötigt. Nachdem die Hand vom Körper weggestreckt ist, dauert es in etwa zwei Sekunden, bis das Programm diese erkennt. Die ausgestreckte Hand muss zu einer Faust geballt sein, wobei der Daumen nach oben hin abgewinkelt wird. Keine Angst: Trampen müssen Sie aber nicht. Mit dem Berühren von Daumen und Zeigefinger wird ein einfacher Klick simuliert. Eine ausgestreckte Hand, wie beim "Halt, hier können Sie nicht durch!" bedeutet beispielsweise "Pause" beziehungsweise "Start". Der Mauszeiger wird als hellgrüner Kreis auf dem Monitor angezeigt. Angenehm ist, dass die Symbole sehr groß dargestellt sind. Sie lassen sich daher leicht treffen, Fehlklicks passieren kaum.

Ein Abstand von zwei bis drei Metern zum Notebook ist ideal. So lassen sich alle Bedienelemente noch problemlos lesen und die Präzision der Gesten ist sehr hoch. Diese leidet bei einem Abstand von nur einem Meter merklich. Alle zur Verfügung stehenden Elemente funktionieren einwandfrei, allerdings ist die Unterstützung noch nicht sehr umfangreich. Das Navigieren innerhalb des Windows Media Centers ist unproblematisch. Sie können mit den Gesten allerdings nicht auf die "normale" Windows-Oberfläche zugreifen. Damit sind der gestischen Steuerung klare Grenzen gesetzt.

Einige Nachteile hat die Gestensteuerung trotzdem: So können beispielsweise noch keine Doppelklicks ausgeführt werden. Die Steuerung funktioniert zurzeit nur mit dem Microsoft Media Center. Toshiba will die Technologie aber um neue Programme erweitern. Die beiden Qosmio-Notebook-Reihen G50 und F50 werden ab September verfügbar sein. Der Startpreis liegt für beide Serien bei 1.350 Euro.

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