Consumer Electronics vom Feinsten
IFA 2008: Ein Blick in die Zukunft
"Menschen begeistern. Märkte erobern." Unter diesem Motto steht die IFA 2008, die vom 29. August bis 3. September 2008 in Berlin statt findet. Auf dem 160.000 Quadratmeter großen Areal am Fuße des Berliner Funkturmes stellen rund 1.250 Aussteller aus 32 Ländern ihre Produkte der Öffentlichkeit und dem Fachpublikum vor. Die Veranstalter erwarten in den insgesamt sechs Tagen der Messe um die 220.000 Besucher.
Aufgrund der Wichtigkeit der Messe für die Consumer Electronics und ihrer Zukunftsfähigkeit wird die IFA am 27. August 2008 von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet. Diese Ehrung geht auf Bundespräsident Horst Köhler zurück, der die Zielsetzung des Preises folgendermaßen umschreibt: "Deutschland - ein Land der Ideen: Das ist nach meiner Vorstellung Neugier und Experimentieren. Das ist in allen Lebensbereichen Mut, Kreativität und Lust auf Neues, ohne Altes auszugrenzen."
Ausgezeichnete Unterhaltung
In den 30 Messe-Hallen stellen namhafte Hersteller die gesamte Bandbreite der Consumer Electronics vor. Darunter fallen unter anderem Geräte für den Haushalt, Computerhardware, Navigationsgeräte, Kameras, Bildschirme, aber auch Produkte für das Home- oder Car-Entertainment. Damit ist die IFA die weltweit wichtigste Publikums- und Ordermesse für Consumer Electronics.
IFA-Trends 2008: Flachbildfernseher
Die neue Aurea-Serie von Philips hört auf den Namen 9900. Es gibt zwei Modelle mit 42 oder 37 Zoll Bilddiagonale. Für 3.700 beziehungsweise 3.200 Euro erhält man LCD-Fernseher, die mit jeweils mit vier HDMI-Anschlüssen und USB ausgestattet sind, sowie den DLNA-Standard beherrschen. Zu den technischen Spezifikationen gehören Full-HD mit 1080p, einhundert Hertz Bildwiederholrate un 2250 Billionen Farben.
Die neuen LCD-Fernseher aus Sharps Aquos-Familie hören auf den Namen LC-XL8E. Sie gibt es mit 32 und 37 Zoll großer Bilddiagonale. Sie laufen mit einhundert Hertz und sind für HDTV gerüstet. Um Strom sparen zu können ist unter anderem die Hintergrundbeleuchtung in zwei Stufen regelbar. Die Preise: 32 Zoll gibt es für 1.300 Euro und 37 Zoll für 1.600 Euro.
Das SL im Namen steht bei diesem Loewe-Gerät für "Slim Line". Bei einer Bilddiagonale von 42 oder 47 Zoll ist der Fernseher nur neun Zentimeter tief. DVB-T- und DVB-C-Receiver sind eingebaut und eine DVB-S-Receiver kann optional aufgerüstet werden. Ein Preis stand noch nicht fest, aber Loewe-Geräte gehören nicht zu den Preisbrechern.
Die LCD-Fernseher aus der Vision 7-Reihe von Grundig gibt es mit 32, 37, 42 oder 47 Zoll großer Bilddiagonale. Zur Ausstattung gehören drei HDMI-Eingänge und ein integrierter DVB-T-Receiver. Im Gehäuse befinden sich so genannte Soft Keys, die zur Bedienung etwa vier Sekunden lang rot aufleuchten, wenn man sich dem Gerät nähert. Preise stehe noch nicht fest.
Der Kuro LX6090 ist eines der wenigen neuen Plasma-Modelle. Bei einer Bilddiagonale von 60 Zoll (152 Zentimeter) beherrscht das Gerät HD und verfügt über integrierte DVB-T und Satelliten-Tuner. Dabei ist das Gerät nur 9,4 Zentimeter tief. Nach DLNA-Standard kann es digitale Inhalte über eine Heimnetzwerk oder USB wiedergeben. Ohne HD-Tuner kostet neue Kuro 6.000 Euro, mit HD-Tuner steht der Preis noch nicht fest.
Auch bei diesem 46 Zoll Modell seiner 950-Serie nutzt Samsung sein neues Crystal Design, dass demnächst Produkte aller Gattungen des Konzerns zieren wird. Per RSS-Feeds können Inhalte aus dem Internet geladen werden. Ohne Internetverbindung kommen Inhalte aus der Content Library oder per DLNA-Standard von anderen Geräten der Heimelektronik.
Die Regza-TV ZF-Serie von Toshiba mit 40 oder 46 Zoll Bilddiagonale wird erst ab Oktober 2008 verfügbar sein. Dann ist sie aber mit vier HDMI-Anschlüssen ausgestattet und besitzt einen integrierten DVB-T-Tuner. Als weitere technische Daten sind einhundert Hertz, Full-HD-Auflösung und ein Kontrast von 30.000:1 angegeben.
Für alle diejenigen, die mit dem umfangreichen Angebot der Aussteller noch nicht ausgelastet sind, bietet der IFA-Sommergarten ein tägliches Showprogramm für die gesamte Familie an. Das IFA Sommergarten Open Air moderieren Inka Bause und Jürgen Karney, die vor allem dem Berliner Publikum aus Funk und Fernsehen bekannt sind. Sie präsentieren internationale wie lokale Stars wie Loona, Fernando Express, Frank Schöbel oder die Hot Banditoz.
Die Schüler aus Berlin und Umgebung kommen bereits am 29. August auf ihre Kosten. Denn die IFA lädt zu einem großen Ferienabschlusskonzert ein. Auf der Sommergarten-Bühne stehen Panik, Cinema Bizarre, Eisblume und The Glam. Los geht's am Nachmittag.
IFA-Trends 2008: Notebooks
Drei neue Modelle stellt Fujitsu Siemens in der Amilo 3000 Notebookreihe vor. Das Amilo L ist als Einsteigergerät für preisbewusste Käufer und einfach Anwendungen gemacht. Die Amilo P Notebooks sollen "perfekte Allrounder für Entertainmentbegeisterte Nutzer" sein. Für alle die viel unterwegs sind seien die Amilo S Notebooks geeignet.
Sechs neue Easynote-Modelle stellt Packard-Bell vor. Die Easynotes ML, MT, RS, SL, ST und TN sind mit den neuen Centrino-2-Prozessoren von Intel ausgestattet. Gemeinsam ist ihnen auch das kreisrunde Touchpad. Unterscheiden tun sie sich in der Ausstattung, der Displaygröße und dem Preis.
Zu den technischen Highlights des Medion Akoya S5610 gehören ein Centrino-2-Prozessor von Intel mit bis zu 2,53 Gigahertzs, eine ATI Radeon HD 3470-Grafikarte mit 256 Megabyte Speicher, ein 15,4 Zoll großes TFT-Display mit 1.280 x 800 Pixeln Auflösung im 16:10 Breitbildformat, ein 8x Multi-Standard DVD/CD-Brenner mit DVD-RAM und Dual Layer Unterstützung oder ein Blu-ray Combo-Laufwerk, bis zu 320 Gigabyte Festplattenspeicher, bis zu drei Gigabyte Arbeitsspeicher, ein biometrischer Fingerprint Sensor, eine Webcam mit 1,3 Megapixeln und Mikrofon, ein Bluetooth-2.0-Modul sowie WLAN nach dem N-Standard. Das Notebook ist in mehreren Ausstattungsvarianten im Onlineshop von Medion ab 899 Euro erhältlich.
Das 399 Euro teure Akoya Mini von Medion hat sich bereits im ausführlichen netzwelt-Test bewährt.
Je nach Ausstattung kostet das neue R560-Aura von Samsung zwischen 999 und 1.299 Euro. Dafür erhält man unterhalb des "Chrom umrahmten Touch-Pads" einen "sanften Übergang von diamantschwarz in ein feuriges rubinrot". Im Inneren des R560-Aura steckt neben der neuesten Intel Centrino 2 Prozessortechnologie, ein DDR3 Arbeitsspeicher mit 1066 Mhz und der eine nVIDIA-GeForce-Grafiklösung mit bis zu 512 Megabyte VRAM. Das 15,4-Zoll-Widescreen-Display zeigt die Bilder aus dem DVD- oder Blu-ray-Laufwerk sowie von der SATA-Festplatte mit bis zu 320 Gigabyte Speicherkapazität an. Für die (kabellose) Datenübertragung stehen zudem Gigabit LAN, Bluetooth 2.0+EDR sowie Wireless LAN (802.11a.b.g/n) zur Verfügung. Auch Video-Konferenzen oder der Nutzung von Live-Messengern steht dank einer integrierten Web-Cam nichts im Wege.
Neben dem Gaming-Notebook Qosmio X300 hat Toshiba noch die Modelle F50 (15,4 Zoll) und G50 (18,4 Zoll) für anspruchsvolles Audio- und Video-Entertainment neu im Programm. Der Toshiba Quad Core HD Prozessor erlaubt die Steuerung des Laptops über einfache Gesten ganz ohne herkömmliche Fernbedienung. Für die Sicherheit der Nutzerprofile sorgt eine Gesichtserkennung, die nur den jeweiligen Besitzer in sein Profil einloggt. Abgelehnte Anmeldeversuche werden mit einem Foto dokumentiert. Alternativ kann auch ganz herkömmlich das Passwort eingegeben werden.
Das Messegelände ist für die Besucher vom 29. August bis 3. September 2008 täglich von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Internationale Fachbesucher dürfen bereits zwei Stunden eher auf das Gelände. Tickets können entweder online oder an den Kassen des IFA-Geländes erworben werden. Erwachsene zahlen normal 14 Euro, ermäßigt zehn Euro. Kinder bis sechs Jahre sind frei, für Schüler beträgt der Eintritt 5,50 Euro. Familien mit zwei Erwachsenen und drei Kindern zahlen insgesamt 29 Euro.
IFa-Trends 2008: Handys
Seit dem 11. Juli verkauft T-Mobile das iPhone 3G in Deutschland und zeigt das Handy mit Touchscreen, UMTS, GPS und WLAN natürlich auch auf der IFA.
Der Blackberry Bold 9000 ist der erste Blackberry mit HSDPA. Er verfügt neben der kleinen Tastatur auch über einen GPS-Empfänger und ein TFT-Display mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixeln.
Das Touch Diamond von HTC heißt bei T-Mobile MDA Compact IV (O2 nennt es O2 xda Diamond). Mit dem Betriebssystem Windows Mobile 6.1, Touchscreen, 3,2-Megapixel-Kamera und GPS-Empfänger stehen die Chancen für das HTC Touch Diamond denkbar gut ein ernstzunemender Konkurrent für das iPhone zu werden.
Das Klapphandy Nokia 6650 besitzt ein GPS-Modul, eine Kamera mit einer Auflösung von zwei Megapixeln und beherrscht HSDPA. Das TFT-Display zeigt auf seinen 240 x 320 Pixeln 16,7 Millionen Farben.
Das Samsung SGH-i900 Omnia besitzt einen 3,2 Zoll großen Touchscreen und ist mit Windows Mobile 6.1, GPS, HSDPA, WLAN sowie einer Fünf-Megapixel-Digitalkamera mit Autofokus ausgestattet.

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