Photosynth: Bilderserien in 3D-Panoramen verwandeln

Eine gute Planung ist die halbe Miete

Auch bei anderen Programmen macht Microsoft einen Schritt in Richtung "Open Source". Zwar werden die eigenen Produkte noch nicht im offen gelegten Quelltext angeboten, aber immerhin wird die nächste Version von Office auch das quelloffene Dokumentenformat ODF lesen können, das zum Beispiel von der OpenOffice.org-Suite genutzt wird.

Die Marktanteile, die Microsoft an Open Source-Programme verloren hat, scheinen den Konzern zum Handeln zu zwingen. Mit dem Office-Format OOXML ist es ihm zuletzt gelungen, ein eigenes Format in Konkurrenz zu ODF als Standard anerkennen zu lassen.

Werbung

Bei der Erstellung der Fotos für ein Synth sollte man nicht wahllos drauf los knipsen, sondern sich die Tipps der Entwickler des Programms zu Herzen nehmen. Für ein möglichst beeindruckendes Ergebnis müssen viele Bilder aufgenommen werden. Diese weisen im Idealfall viele und große Überlappungen auf, sodass es der Software leicht fällt, sie anzuordnen.

Bei Landschafts- oder Stadtpanoramen sollte man zuerst eine Gesamtübersicht erstellen und sich danach den Details nähern. Räume lichtet man idealerweise aus dem Zentrum, aus den Ecken und den Mitten aller vier Wände ab. Gegenstände muss man umkreisen, um sie aus jeder Richtung aufzunehmen. Dabei sollte man wenigstens alle 15 bis 30 Grad ein Foto aufnehmen. Weitere Tipps finden Sie im "Photosynth Photography Guide" in den Links zum Thema am Ende des Artikels.

Probleme bereiten Photosynth zum Beispiel weiße Wände ohne Anhaltspunkte, verspiegelte Flächen oder Gegenstände, die von zwei oder mehr Seiten gleich aussehen. Für zwei Bananen in der optimalen Rundumsicht sind zum Beispiel 44 Fotos nötig. Bei großen Projekten wie dem Markusplatz in Venedig können es aber auch zehnmal so viele Bilder sein.

Photosynth generiert zwar keine realistischen 3D-Modelle, hat aber das Potential die Fotografie im Internet um eine interessante Darstellungsform zu bereichern. Auch den Community-Gedanken und die Zusammenarbeit von Fotografen wird es fördern. Denn rein theoretisch könnten sich die Bewohner einer Stadt daran machen, ihre urbane Umgebung zu erfassen und online begehbar zu machen - so wie es der WDR zumindest für Teile Nordrhein-Westfalens plant.

Forum

Eigenen Kommentar schreiben