Photosynth: Bilderserien in 3D-Panoramen verwandeln

Nur für Windows und erst nach Anmeldung

Bisher lässt sich Photosynth nur für Windows XP und Windows Vista herunterladen. Eine Mac-Version ist nach Auskunft der Entwickler aber bereits in Arbeit. Für das kostenlose Programm erwartet Microsoft eine Gegenleistung. Wer nicht nur Synths betrachten will, sondern auch selber Bilder hochladen möchte, muss eine Windows Live ID besitzen oder sie neu anlegen. Aber keine Angst, das erfordert nur die Angabe einer E-Mail-Adresse.

Anschließend erstellen Sie einen Photosynth-Account, laden die Software herunter und installieren sie. Die Erstellung eines 3D-Modells ist ein Kinderspiel. Dabei stört auch nicht, dass die Software bisher noch kein Deutsch kann. Man wählt die zu verarbeitenden Fotos aus, vergibt Titel und Schlagwörter (Tags), wählt die Lizenz aus und startet das "Synthen". Danach ist Geduld gefragt.

Kinderleichte 3D-Modelle

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In unserem Test brauchte es teilweise drei Anläufe, bis die Erstellung eines Synth klappte. Ein Modell aus 65 Fotos mit 182,2 Megabyte brauchte etwa eine Viertelstunde. Wesentlich länger, nämlich zwei Stunden, dauerte die Verarbeitung von 180 Fotos mit 551,4 Megabyte (siehe auch "Links zum Thema").

Insgesamt hält Microsoft für jeden Account 20 Gigabyte Speicherplatz bereit. Nach der erfolgreichen Zusammenstellung eines Synths kann man ihn auch in Microsoft Virtual Earth geotaggen, also an der richtigen Stelle auf dem virtuellen Globus festpinnen. Der fertige Synth lässt sich über einen Embed-Code auf der eigenen Homepage einbinden.


Wer ein Photosynth-Plugin besitzt kann hier unseren Test-Synth bewundern.

Bevor man Fotos für einen Synth hochlädt, sollte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, dass alle Bilder von jedermann im Netz betrachtet werden können. Die freie Zugänglichkeit macht aber auch einen Reiz des Projektes aus, denn so sind bereits viele Synths online, darunter aber momentan noch viele mäßig gelungene Versuche von vermutlich neu angemeldeten Benutzern.

Microsoft öffnet sich

Bei Photosynth sieht man, dass Microsoft sich dem Gedanken der "Open Source" nicht mehr völlig verschließen kann. So stehen als mögliche Lizenzen für die fertigen Synths nicht nur das restriktive Copyrigth zur Auswahl, sondern auch verschiedene Modelle des Creative-Commons-Systems, das auch netzwelt auf seine Artikel anwendet.

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