Kostenlose Software erstellt dreidimensionale Ansichten
Photosynth: Bilderserien in 3D-Panoramen verwandeln
Den Zurückgebliebenen nach dem Umzug mal schnell den neuen Kiez zeigen, dem besten Kumpel das neue Auto von allen Seiten präsentieren oder Menschen aus aller Welt zum Rundgang durch den eigenen Garten einladen - und das alles ohne langweilige Diashows. Dank Photosynth aus den Live Labs von Microsoft ist dies alles kein Problem mehr. Die Software gruppiert Bilder von Objekten, Räumen, Gebäuden oder Städten zu dreidimensionalen Ansichten. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit hat Microsoft es nun für die allgemeine Benutzung freigegeben.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nur für Windows und erst nach Anmeldung
- 2Kinderleichte 3D-Modelle
- 3Microsoft öffnet sich
- 4Eine gute Planung ist die halbe Miete
Photosynth analysiert die hochgeladenen Fotos und ordnet sie anhand von gefundenen Übereinstimmungen an. Dabei entsteht kein einzelnes nahtloses Modell, sondern eine Ansammlung von gruppierten Fotos, so genannte Synths, die man jeweils einzeln zur Ansicht anwählen kann. Mit der richtigen Aufnahmetechnik (siehe unten) ist es möglich 3D-Ansichten von Objekten, Gebäuden oder Straßen, durch die man sich sogar virtuell bewegen kann, zu erstellen.
Die Grundlage für Photosynth ist das Projekt "Photo Tourism" von Noah Snavely und Steve Seitz von der Universität von Washington sowie von Richard Szeliski, Entwickler bei Microsoft Research, aus dem Jahr 2006. Das Programm dient dazu, sich dreidimensional in großen Fotosammlungen zu bewegen. Als Quelle dienen Bildersammlungen von Einzelpersonen oder von Foto-Communities.
"Photo Tourism" erkennt den Standpunkt von dem aus das Foto aufgenommen wurde und ordnet es in einem 3D-Modell an. Der Betrachter kann sich frei durch das Modell bewegen, indem er von Foto zu Foto klickt. In den letzten zwei Jahren wurde die Technik in den Live Labs verfeinert und die Fortschritte immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation von Microsoft und der Nasa, die jeden virtuell in die Nähe der Space Shuttles bringt (netzwelt berichtete).
Microsoft Photosynth
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Bild vergrößern Auf der Startseite von Photosynth.net zeigt Microsoft worum es geht. Die Zusammenführung unterschiedlicher Bilder. - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Wer nur Fotos betrachten will muss genauso die Software installieren, wie alle, die eigene Synths erstellen wollen. - Bild 3 von 8
Bild vergrößern Nach der Installation der Software und der Erstellung einer Windows Live ID benötigt man noch einen Account bei Photosynth. - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Die Auswahl der Fotos für einen Synth ist kinderleicht. Sind sie ausgewählt und sowohl ein Name undSchlagwörter vergeben sowie eine Lizenz ausgewählt startet ein Klick auf "Synth" den Prozess. - Bild 5 von 8
Bild vergrößern Nicht jeder Versuch ist erfolgreich und je nach Anzahl der Fotos kann der Prozeß des synthetisierens auch längere Zeit dauern. - Bild 6 von 8
Bild vergrößern Trotz installierter Software erhält man manchmal Fehlermeldungen. Teilweise reicht es das Browserfenster neu zu laden oder nicht mehrere Tabs mit Viewern zu öffnen. - Bild 7 von 8
Bild vergrößern In der 3D-Ansicht kann man sich von Foto zu Foto klicken. - Bild 8 von 8
Bild vergrößern In der Übersicht sieht man alle Fotos und kann auch gut erkennen welche Bilder Photosynth zusammen gruppiert hat und bei welchen das Programm keine Verbindungen herstellen konnte.
Photosynth besteht aus zwei beziehungsweise drei Teilen. Für den Anwender greifbar sind die Client-Software, die die Bilder auf die Server von Microsoft überträgt, und die Plugins jeweils für Internet Explorer und Mozilla Firefox, um die fertigen Synths zu betrachten. Nicht für Privatanwender verfügbar ist die serverseitige Software, die die Fotos analysiert und gruppiert, sprich: Sie haben keinen Einfluss darauf, wie die Bilder positioniert werden.


Vor allem bei kleinen Jungs rangiert der Astronaut bei den Berufswünschen neben Lokführer und Rennfahrer ganz vorne. Auch große Jungs können sich nun ein Space Shuttle aus nächster Nähe ansehen, wie es sonst wohl nur die Raumfahrer selbst zu Gesicht bekommen. Microsoft liefert zwar nicht das Steuerungsprogramm für den Flug ins All, dafür einen virtuellen Rundflug um Cape Canaveral.
Der Online-Dienst Make3D macht auf Knopfdruck aus einem normalen Foto ein dreidimensionales Objekt. Nutzer können ihre Fotos kostenlos hochladen und umwandeln lassen. Das Ergebnis von drei Stanford-Studenten beeindruckt.
Wer die Vereidigung des neuen US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama verpasst hat, kann auf der Microsoft Photosynth-Seite noch einmal ins Geschehen eintauchen: Microsoft stellt 3D-Modelle aus Fotos vom Amtsantritt und der Parade durch Washington bereit.
Während Google mit Kameraautos herumfährt, um für "Street View" Fotos zu sammeln, lässt Microsoft die Nutzer seiner Photosynth-Technologie 3D-Ansichten für seinen Kartendienst "Virtual Earth" zusammenstellen.
Google Streetview bekommt Konkurrenz: Auch Microsofts Kartendienst Bing Maps bietet seinen Besuchern nun Zugriff auf 3D-Aufnahmen. Die neue Funktion heißt "Streetside" und lädt Anwender zum virtuellen Spaziergang durch einige amerikanische Metropolen ein.
Google Street View ist nicht allein: Zahlreiche andere Dienste zeigen ein Abbild der Welt im Netz. In Deutschland waren schon vor dem Lärm um Googles Straßenbilderangebot ähnliche Internet-Plattformen verfügbar.
Zu den heutigen Software-Updates gehört eine neue portable Version des Opera-Browsers. Bei der Aktualisierung für Opera@USB handelt es sich um ein Sicherheits- und Stabilitätsupdate, das von den Entwicklern empfohlen wird. Überdies gibt es eine neue Version von Microsoft Photosynth.





