Technische Innovation lässt Fische aus dem Bildschirm hüpfen
Weltpremiere: Die "Deep 3-D"-Grafik
Markus Henkel
Vielversprechende technische Innovationen gab es schon immer auf der Games Convention (GC). Ob kabellose Spiel-Controller, 3D Animationen mit THX-Sound oder die erst kürzlich vorgestellte Steuerung per Sprache in Tom Clancy's Endwar. Das alles sind nette Entwicklungen, die aber ab Herbst 2009 schon wieder zum alten Eisen gehören könnten. Das so genannte "Deep 3-D" eröffnet für die optische und dramaturgische Gestaltung von Computerspielen völlig neue Dimensionen.
Die Technik der Intenium GmbH zeigt eine frei im Raum schwebende Darstellung von Spiel-Sequenzen, Animationen und sogar Filmen, ohne dass dabei Hilfsmittel wie zum Beispiel 3D-Brillen zum Einsatz kommen. Die Technologie zeichnet sich durch eine beeindruckende Raumtiefe und Plastizität aus. Netzwelt konnte sich auf der GC selbst ein Bild davon machen und war positiv überrascht: Der erste Eindruck macht Lust auf mehr.
3D Gefühl: Mitten im Becken
Die Vorführung selbst geriet kurzerhand zu einem kleinen Abenteuer. Zwischen TV-Interviews und stürmischen Besuchern zeigte Klaus Teichmann, Gesellschafter der Intenium GmbH, was uns nächstes Jahr im Bereich 3D-Gaming erwarten könnte.

![]()
![]()
Die Deep-3-D Technik: Angewandt in einer Märchenwelt
(Klick vergrößert.)
Er ließ einfach mal einen Schwarm Fische um uns herum schwimmen, die durch die spezielle Technik unglaublich echt wirkten. Die erwähnte räumliche Tiefe aktiviert gerade bei der Aquarium-Animation ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Deep-3-D macht sich die optische Täuschung des menschlichen Auges zunutze. Beliebige Bilder oder Videos werden dazu neunfach im Nanobereich übereinander gelegt.
Deep-3-D: Noch nicht ganz ausgereift und etwas unscharf, dennoch überzeugend
Die Software steuert die Bilder gezielt auf die Facetten im Monitor und der Bildschirm trennt sie dann für das linke und rechte Auge durch den Facettenschliff des Monitor-Displays auf. Diese Informationen werden anschließend so gezielt abgelenkt, dass der Eindruck entsteht, die Objekte stünden frei schwebend im Raum vor dem Monitor.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Games Convention 2008, Gaming, Retrospektive
-
Kurzfilm: Spaß mit Apples Sudden Motion Sensor
Pong, Lichtschwerter, Wasser und Alarmanlagen -
Messerundgang: Games Convention 2008 (Video)
Die Computerspielmesse in bewegten Bildern -
Optische Täuschungen: Eine Frage des Blickwinkels
Verblüffende Raummalerei lässt Formen schweben
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Das Video erinnert mich an meine alten SNES-Zeiten ;)
Hallo Arthur.
Das Video zeigt tatsächlich nicht das wieder, was ich auf der GC gesehen habe. Ich stehe aber im Kontakt mit den Machern und hoffe auf ein besseres Video. Die Technik ist aber jetzt schon der Hammer - wenn ich das mal so schreiben darf. Noch ein paar Entwicklungsstunden und das wird wirklich eine Sensation.
Schönen Gruß
Laengsynt
Ist das eine ähnliche Technik wie diese beiden Arcade-Games aus den frühen 90ern?
http://www.game-restore.com/Holosseum.html
http://www.klov.com/game_detail.php?game_id=8132
http://en.wikipedia.org/wiki/Time_Traveler_(video_game)
http://www.youtube.com/watch?v=QtNL37Ec2sA
Hi Mö.
Nicht wirklich. Doch die Idee scheint mir eine ähnliche gewesen zu sein. Bei der hier im Artikel beschriebenen Technik, handelt es sich um eine wirklich tolle Geschichte. Du stehst vor dem Bildschirm und siehst Handlungen nicht nur auf dem Display, sondern auch davor spielt sich eine Menge ab. Du bist quasi ein Teil dieser.
Beispiel:
Ein Zauberer auf dem Display präsentiert seinen Zauberhut, murmelt ein paar Zauber-Formeln und aus dem Hut tanzen zwitschernde Vögel. Diese fliegen aber nicht auf dem Disply, sondern kommen Dir tatsächlich aus dem Bildschirm entgegen. Eine Art Minority Report...
Wie schon geschrieben wird das demnächst noch einmal vorgeführt. Ich hoffe daher, dass ich dann auch ein besseres und anschaulicheres Video erhalte.
Schönes WE
Markus
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben









