Rechner kühlen: Die besten Methoden für Hitzköpfe
Weltrekord-Konfiguration
Die Benchmarks werden in einer Carbon-Box, die von Michael Schnetzer in Eigenregie gebaut wurde, durchgeführt. In dieser Box, die mit Styropor ausgekleidet wurde, herrschen Temperaturen von circa null Grad Celsius. Aufgrund der trockenen Luft in der Box gibt es keinerlei Probleme mit Kondenswasser. Die Northbridge wird verständlicherweise etwas wärmer. Eine Extra-Kühlung ist dennoch nicht erforderlich. Das Mainboard verfügt über keine Modifikationen.
Für eine Benchmark-Sitzung von rund eineinhalb Stunden benötigen die beiden Rekordanwärter in etwa 30 bis 50 Liter flüssigen Stickstoff. Die Temperaturen werden über Sensoren ausgelesen, die mit den Kühlern verbundenen sind. Der Prozessor darf dabei nicht kälter als minus 130 Grad Celsius werden, da sonst die CPU den Dienst verweigert. Die ideale Temperatur während eines Benchmarks liegt zwischen minus 110 und 120 Grad Celsius. Wenn die Temperatur weiter sinkt, wird flüssiger Stickstoff nachgefüllt.
Nach beharrlichem Testen gelang Michael Schnetzer und Marc-Oliver Lange doch noch der ersehnte Weltrekord. Vor allem eine Grafikarte aus dem Verbund machte den Overclockern zuvor ziemlich zu schaffen. Am Ende standen im 3DMark 2003 satte 163.692 Punkte und im 3DMark 2005 42.908 Punkte zu Buche. Für den Aquamark 3 Rekord hat es leider nicht ganz gereicht.
| Weltrekord-Konfiguration | |
|---|---|
| Prozessor | Intel E8600 |
| Grafikkarte | 2 x ATI 4870 X2 |
| Arbeitsspeicher | 2 GB Mushkin DDR3 2000 |
| Hauptplatine | Asus Rampage Extreme |
| Netzteil | Mushkin 1000 Watt |
| Kühler | LN2-Kühler, gemacht von Andreas Zelba alias Otterauge |
Wohin geht die Reise in der Zukunft?
Daran gibt es nichts zu rütteln: Die enorme Abwärme aktueller High-End-Hardware erfordert in der Zukunft eine Alternative neben der Luftkühlung. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, in Zukunft bei besonders hitzigen Komponenten auf eine kleine Wasserkühlung zu setzen. Die dänische Firma "Danamics" hat vor einigen Monaten einen Kühler mit Flüssigmetall angekündigt. Der genaue Erscheinungstermin ist aber bisher noch unklar.

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