Interview: Was steckt hinter Googles Android?

Interview: Was steckt hinter Googles Android?

netzwelt: Wann rechnen Sie mit Markteinführung von Android?

Gramlich: T-Mobile hat bei der Federal Communications Commission (FFC) die Zulassung des HTC-Dream (Codename G1) zum 10. November angefordert und auch genehmigt bekommen. Möglicherweise werden aber schon früher Vorverkaufs-Aktionen stattfinden.

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netzwelt: Google hat bereits vor Markteinführung von Android ein cleveres Prinzip der Auslese rund um die Applikationen geschaffen. Ist das in dieser Form ein Novum? Wie kommt das bei den Programmierern an?

Screenshot von Gramlichs geplanter Navigationssoftware für Android
Screenshot von Gramlichs geplanter Navigationssoftware für Android

Gramlich: Die Entwickler waren zu gutem Teil empört, dass neue Android-SDKs nur an die 50 ADC-Gewinner herausgegeben wurden. Von einer richtigen Auslese möchte ich hier aber trotzdem nicht sprechen, da die Zahl der abgesprungenen Entwickler doch minimal gewesen sein dürfte.

netzwelt: Wird sich Android so ähnlich wie ein Linux-System oder Windows auf allen Handys installieren lassen, die die entsprechende Hardware-Voraussetzungen mitbringen?

Gramlich: Android wird oft fälschlicherweise also Betriebssystem bezeichnet. Dabei ist es eigentlich nur ein Software-Stack, das von Gerätefunktionen abstrahiert und so eine simple und einheitliche Programm-Schnittstelle schafft. Es ist quasi ein "Betriebssystem", das auf Linux aufsetzt. Durch die einfache Portierbarkeit des Linux-Kernels lässt sich Android rein prinzipiell auf jedem Gerät installieren, auf dem auch Linux lauffähig ist. Dies wird auch bereits von Hobby-Programmierern praktiziert, leider aber nur mit Abstrichen.

netzwelt: Das klingt so, also ob Android auf einem aktuellen Top-Handy wie dem "Samsung Omnia" (Testbericht) nicht installierbar ist. Wie sieht's denn beim iPhone aus? Gäbe es da eine Chance?

Gramlich: Ich vermute, Sie nennen das "Samsung Omnia", weil es mit Windows Mobile 6 betrieben wird? Nein, das ist kein ausschließendes Kriterium, nur eines, das eine Portierung sichtlich erschweren würde. Apple würde sicherlich verhindern, dass Android als "Anwendung" auf dem iPhone läuft. Inwieweit es möglich ist, die iPhone-Hardware selbst für Android zu nutzen, kann ich nicht sagen, da ich nicht so detailliert mit dem iPhone beschäftige. Möglich ist aber bekanntlich alles ;)

netzwelt: Herr Gramlich, wir danken für das Gespräch.

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Oh man - schon wieder ein Programm von Google! Irgendwie wird mir die "Datenkrake Google" immer mächtiger und hat einen unersätttlichen Hunger auf alle Daten dieser Welt! :scan:...

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