So versehen Sie Bilder mit GPS-Koordinaten
Geotagging: Geräte und Software, die Sie benötigen
Gero, Piet und Stefan waren mit dem Motorrad auf großer Tour. Sie haben ihre Freunde zum Diaabend eingeladen, um ihnen zu zeigen, wo sie überall gewesen sind. Zur Erleichterung der Besucher hat das Trio nicht nur Fotos gemacht, sondern diese mit GPS-Daten versehen. Dank dieser geografischen Koordinaten können die drei ihren Zuschauern auf einer Karte oder in Google Maps zeigen, wo auf ihrer Route sie die Bilder geschossen haben. Welche Geräte und welche Software ihnen dabei geholfen haben, lesen Sie in diesem Artikel.
Inhaltsverzeichnis
- 1Handys mit Kamera und GPS-Empfänger
- 2GPS-Empfänger für jeden Anlass
- 3Software für die Nachbearbeitung
- 4Webseiten als Helfer
Für die Verknüpfung von Aufnahmen mit GPS-Daten hat sich Geotagging als Bezeichnung durchgesetzt, weniger gebräuchlich ist der Begriff Geo-Imaging. Die Verbindung von Positionsdaten und Bildern bietet mehrere Vorteile. So ist es in großen Bildersammlungen sehr einfach, Fotos von bestimmten Orten wiederzufinden. Neben interessanten Diashows bieten zahlreiche Seiten im Netz Fotografen die Möglichkeit, ihre mit GPS-Koordinaten versehenen Aufnahmen der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Geotagging ist denkbar einfach. In den Meta- oder Exif-Daten, die jede Bilddatei besitzt, ist neben Datum, Uhrzeit, Brennweite, Belichtungszeit, Lichtempfindlichkeit und vielem mehr auch noch Platz für die GPS-Koordinaten. Es gibt drei Möglichkeiten, wie die geografischen Daten in das Foto kommen: von Hand, per GPS-Empfänger in der Kamera oder durch Synchronisation der Bilddateien mit den Daten eines Datenloggers mit GPS-Empfänger.
Digitalkameras mit internem und externem GPSFür einen Preis von etwa 500 Euro bringt Nikon Ende September mit der P6000 die erste kompakte Digitalkamera auf den Markt, die über einen integrierten GPS-Empfänger verfügt. Selbst Profis müssen bisher Preise in anderen Dimensionen bezahlen, um in den Genuss einer digitalen Spiegelreflexkameras mit integrierten GPS-Empfänger zu kommen. Die Hasselblad H3DII etwa bietet für über 20.000 Euro aber immerhin auch eine Auflösung von 22 Megapixeln.

Nikon P6000: Erste kompakte Digitalkamera mit integriertem GPS-Empfänger.
Externe Lösungen bekommt man schon für wesentlich kleinere Beträge. Die speziellen GPS-Empfänger (Modelle siehe unten) werden meist über den Zubehörschuh mit der Kamera verbunden. Das bedeutet, dass die GPS-Empfänger nicht nur an Spiegelreflexkameras, sondern an jedes Modell mit einem Zubehörschuh angeschlossen werden können. Ein Blitzgerät oder andere externe Geräte lassen sich dann aber nicht mehr anschließen.

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