Universität in England zeigt Explosionen und Funken per Videostream
Kurzfilm: Chemie per Video
Internet & Netzwelt
Grauer Afro-Look, ein verschmitztes Lächeln gepaart mit unendlicher Geduld. Wir befinden uns im virtuellen Chemieunterricht der Universität von Nottingham. Professor Martyn Poliakoff erklärt im Video-Stream ein Metall namens Osmium (Os). Er und seine Kollegen haben sich erklärende Experimente auf die Fahnen geschrieben. Deshalb richtet sich ihr Chemieunterricht The Periodic Table of Videos in erster Linie an Schüler und Studenten. Das klingt zunächst trocken, entpuppt sich aber als echter Straßenfeger. Denn Poliakoff und seine Mannen haben vor allem eines: Spaß.
Naturwissenschaftler traditioneller Fächer haben es in den letzten Jahren nicht immer leicht gehabt. Institute und Schulen strichen ihnen Gelder und verbaten sich gefährliche Versuche, nicht so aber in Nottingham. Lautes Zischen, viele Explosionen mit bunten Funken: The Periodic Table of Videos bietet Spannung pur.
Spannung pur: Explodiert der Luftballon oder nicht?
Viele Explosionen und Funken
Zwei Wissenschaftler sind in den Videos besonders oft zu sehen, der schon eben genannte Martin Poliakoff und der spaßig-wirkende Chemiker Pete Licence. In den Videos beschreibt meist Poliakoff die Elemente, wobei es ihm gelingt, den Zuschauer mit seiner ruhigen, erklärenden Art in den chemischen Bann zu ziehen. Licence dagegen ist der Mann fürs Grobe. Er lässt Dinge explodieren, diverse Funken spritzen und lacht ganz besonders gerne, wenn es ordentlich knallt.
Der erste Eindruck der Seite "Periodic Videos" erscheint dem einen oder anderen vielleicht zu wissenschaftlich (den Link finden Sie übrigens in unseren Links zum Thema am Ende der Seite). Gleich auf der Startseite wird man mit dem unter Schülern gefürchteten Periodensystem begrüßt. Nach dem ersten Durchstöbern wird aber klar, dass die Seite mehr als herkömmliche Chemie zu bieten hat.
Professor Poliakoff über das Projekt und die Geschichte der chemischen Elemente
Periodic Table of Videos ist bestimmt kein Ersatz für den klassischen Chemie-Unterricht. Aber Spaß vermitteln die Videos allemal. Einfache Erklärungen und spannende Experimente bringen den Zuschauer näher an das Fach und führen dazu, dass der eine oder andere vielleicht in Erwägung zieht, das Fach zu studieren. Wünschenswert wäre dies allemal, denn heutzutage sind Naturwissenschaftler im Bereich der Chemie Mangelware.
Jetzt sind Sie dran.
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