Regen und Meer: Unterwasserkameras im Test

Panasonic SDR-SW20

Der einzige Camcorder in unserem Test besitzt eine Tauchtiefe von bis zu 1,5 Metern. Sein Objektiv mit zehnfachem Zoom nimmt Filme im 16:9-Format auf. Durch die zwei Aufnahmeknöpfe kann der Camcorder bequem aus zwei verschiedenen Haltungen bedient werden. Sein Display ist leider nur um 90 Grad drehbar.

Die geringe Auflösung des 1/6 Zoll großen CCD-Sensors von effektiv 350.000 Pixeln (0,3 Megapixeln) macht sich auch in der Qualität der Filme bemerkbar. Am PC sind im Vollbildmodus die Pixel deutlich zu erkennen. Von HD-Qualität am Fernseher sind die Videos weit entfernt.

Panasonic SDR-SW20

Bild 1 von 5
Panasonic SDR-SW20 - Zur Aufnahme muss das Display nicht zwangsläufig ausgeklappt sein.
Bild vergrößern

Zur Aufnahme muss das Display nicht zwangsläufig ausgeklappt sein.

Bild 2 von 5
Panasonic SDR-SW20 - In der Seitenansicht ist auch die Klappe zu erkennen, die AV-, USB- und Stromanschluss vor Wasser schützt.
Bild vergrößern

In der Seitenansicht ist auch die Klappe zu erkennen, die AV-, USB- und Stromanschluss vor Wasser schützt.

Bild 3 von 5
Panasonic SDR-SW20 - Bei geöffnetem Display liegen alle Knöpfe zum Bedienen der Panasonic SDR-SW20 frei.
Bild vergrößern

Bei geöffnetem Display liegen alle Knöpfe zum Bedienen der Panasonic SDR-SW20 frei.

Bild 4 von 5
Panasonic SDR-SW20 - Die Zoomwippe befindet sich oben auf dem Camcorder.
Bild vergrößern

Die Zoomwippe befindet sich oben auf dem Camcorder.

Bild 5 von 5
Panasonic SDR-SW20 - Akku und SD-Karte sind gut geschützt.
Bild vergrößern

Akku und SD-Karte sind gut geschützt.


Auf der Speicherkarte liegen die Videos im mod-Format vor, das nur wenige Player beherrschen. Die mitgelieferte Software wandelt sie ins gebräuchlichere mpg-Format um. Allerdings nur von der SD-Karte aus und nicht, wenn die Clips bereits auf die Festplatte kopiert sind. Der Windows Media Player verzerrt die Filme bei der Darstellung. Im 16:9-Format zeigt sie aber zum Beispiel der VLC Media Player an.

Tierdokumentationen und atemberaubende Fotos sind mit dem Panasonic SDR-SW20 nicht möglich. Als wetterfestes Einsteigermodell ist die SW20 trotzdem zu empfehlen. Für Aufnahmen in der Freizeit am Strand, im Regen oder von singenden Menschen unter der Dusche ist der Camcorder gut zu gebrauchen.

Werbung

Fazit

Wasserdicht sind die Kameras. Sie taugen nicht nur für Aufnahmen unter Wasser, sondern auch bei Regenwetter oder wenn Kinder mit Wasserpistolen herumrennen. Die drei Digitalkameras sind dank ihrer Temperaturbeständigkeit sogar im Winter noch treue Begleiter, wenn das Wasser zu Schnee und Eis wird und der Glühwein im Becher dampft.

Aufgrund der Mängel in der Bildqualität belegt die Pentax Option W60 nur den dritten Platz in unserem Test. Wegen ihres günstigen Preises von etwa 240 Euro ist sie trotzdem eine Überlegung wert. Günstiger ist als vergleichbares Modell nur die µ 850 SW von Olympus zu bekommen, die bereits alleine im netzwelt-Test stand.

Die teuerste Kamera für etwa 400 Euro bekommt die Silbermedaille: die Ricoh G600. Ausstattung und Bildqualität sind in Ordnung. Allerdings ist sie im Handel etwa einhundert Euro teurer als der Testsieger. Bei diesem kann es sich nur noch um die µ 1030 SW von Olympus handeln. Für ihren Preis von 300 Euro bietet sie neben einer großen Tauchtiefe noch eine robuste Verarbeitung, der auch Stürze nichts anhaben können.

Testsieger Olympus µ 1030 SW

Kurze Einführung in die Unterwasserfotografie

Fotos unterhalb der Wasseroberfläche aufzunehmen, eröffnet ganz neue Perspektiven und kann sehr viel Spaß machen. Damit der erste Tauchgang ohne Enttäuschungen bleibt, gilt es einige Besonderheiten zu beachten.

Die Tauchtiefen der Kameras reichen zwar bis zu zehn Metern, aber die Hersteller garantieren meist nur eine Tauchzeit von einer halben Stunde. Danach übernehmen sie keine Gewähr mehr für die Dichtigkeit des Gehäuses. Vor allem in tieferen Gewässern sollte man die mitgelieferten Handgelenksschlaufen benutzen, denn die Kameras haben keinen Auftrieb. Gleiten sie aus der Hand, sinken sie wie ein Stein auf den Grund des Gewässers.

Wasserdicht heißt nicht unempfindlich

Selbstverständlich müssen unter Wasser die Klappen an der Kamera geschlossen bleiben, andernfalls dringt Wasser ein. Unterwasserkameras können infolge von Stürzen oder dem Aufprall beim Sprung ins Wasser Schaden nehmen. Schon kleinste Veränderungen im Gehäuse, die nicht zwangsläufig Auswirkungen auf die sonstige Funktionalität der Kamera haben müssen, können dazu führen, dass diese undicht wird und beim nächsten Tauchgang Wasser eintritt.

7423 panasonic sdr sw20

Diese fünf Geräte mussten ihre Können in unserem Test beweisen.

Forum

Eigenen Kommentar schreiben

Preisvergleich für diese Produkte
Ricoh G600

Ricoh G600

Ricoh | 11/2008
Vorteile
  • macht hervorragende Bilder, besonders im richtigen Licht
  • enthält leistungsstarken Blitz und Blitzschuh für externen Blitz
  • Backup-AAA-Batterie Fähigkeit
Nachteile
  • sehr teuer
  • keine optische Bildstabilisierung
  • nicht hübsch



Panasonic SDR-SW20

Panasonic SDR-SW20

Panasonic | 02/2008
Vorteile
  • wasserdicht
  • erschütterungsfest
  • kompakt
Nachteile
  • Videoqualität