Regen und Meer: Unterwasserkameras im Test
Ricoh G600
Unter den 24 verschiedenen Szenenmodi befinden sich zwei für das kühle Nass - je einer für Fotos und für Videos unter der Wasseroberfläche. Das Pentax-Objektiv mit fünffachem Zoom versorgt einen Sensor mit zehn Megapixeln Auflösung mit Bildern. Unter Wasser stößt das 2,5 Zoll große Display an seine Grenzen und ist nur schlecht zu erkennen.
Pentax Optio W60 im Test
Unterwasseraufnahme der Pentax Optio W60. Bewegungsunschärfe durch lange Belichtungszeit.
Der Blitz der Pentax Optio W60 erhellt die Ecken des Bildes nicht vollständig.
Optisch erinnert die Pentax Optio W60 an einen Pappkarton. Aber ihre Technik ist nicht von Pappe.
Neben dem 2,5 Zoll großen Display finden viele Knöpfe Platz auf der Rückseite der Pentax Optio W60.
Im Test nur der dritte Platz, dafür aber Preis-Leistungs-Sieger: Pentax Optio W60.
On/Off-Schalter und Auslöser, mehr befindet sich nicht auf der Oberseite der Pentax Optio W60.
Die Testaufnahmen der Pentax Optio W60 sind dunkler als die der anderen Testkandidaten. Über Wasser leuchtet der Blitz die Ecken nicht komplett aus. Unter Wasser ohne Blitz führt die geringe Lichtstärke zu Bewegungsunschärfe in den Aufnahmen.
Wer nicht auf die robuste Bauweise der Olympus µ 1030 SW angewiesen ist, ist mit der Pentax Optio W60 besser beraten. Für einen kleineren Preis bietet sie bei gleicher Auflösung einen größeren Zoom und ihre Tauchtiefe ist mit vier Metern mehr als ausreichend für den normalen Badegast.
Der Ricoh G600 mit ihrem etwas klobigen Plastikgehäuse sieht man an, dass sie für den Unterwassereinsatz entwickelt wurde. Mit ihrer Tauchtiefe von einem Meter bleibt sie aber immer in der Nähe der Wasseroberfläche. Dafür überstand sie in Tests Stürze aus bis zu 1,5 Metern unbeschadet. Auch Temperaturen bis minus zehn Grad behindern die Kamera nicht beim Anfertigen von Aufnahmen.
Wie die Pentax W60 besitzt die G600 ein Objektiv mit fünffachem Zoom und einen Bildsensor mit zehn Megapixeln Auflösung. Der Auslöser und die anderen Bedienelemente heben sich deutlich optisch und haptisch vom Gehäuse ab und sind so leicht zu bedienen.
Ricoh G600 im Test
Der USB-Anschluss ist gut abgesichert. Deutlich zu erkennen ist die Verriegelungsmechanismus der Ricoh G600.
Schwarzes Gehäuse mit gelben Knöpfen heben die Ricoh G600 von anderen Digitalkameras ab.
Die Kamera besitzt mit sechs Szenenmodi deutlich weniger als ihre Konkurrenten, bietet jedoch als einzige einen Feuerwehr-Modus zum Aufnehmen von Feuer. Einen eigenen Modus für Unterwasseraufnahmen besitzt sie nicht. Aber der Automatikmodus liefert sowohl über und unter Wasser gute Aufnahmen.
Auf dem Gehäuse der Ricoh befindet sich ein Schuh für Zubehör. Mit diesem kann der für eine Kompaktkamera starke interne Blitz noch eine externe Verstärkung erhalten. Vor das Objektiv lässt sich optional eine Weitwinkellinse schrauben.
Die Ricoh G600 eignet sich wegen ihrer geringen Tauchtiefe weniger für Wassersportler. Dank ihrer robusten Konstruktion ist sie aber ein treuer Begleiter für viele Aktivitäten im Freien. Sie ist jedoch teurer und weniger kompakt als die beiden anderen Digitalkameras im Test.
Außer Konkurrenz
Da sie nicht direkt mit den drei kompakten Digitalkameras zu vergleichen sind, durften die Action-Kamera Digital Hero und der Camcorder von Panasonic mit ins Freibad, ohne in die Endbewertung mit aufgenommen zu werden.
GoPro Digital Hero
Die kleine Digitalkamera mit dem Namen Digital Hero hat Hersteller Gopro in ein stabiles Plastikgehäuse gesteckt. In diesem kann sie in Tiefen von bis zu 30 Metern vordringen. Zur Befestigung an Hand- oder Fußgelenk ist das Gehäuse direkt mit einem Klettband verbunden.
In der kleinen Kamera befindet sich ein Sensor mit einer Auflösung von nur drei Megapixeln. Das Objektiv verfügt über keinen Zoom und ein Monitor zur Kontrolle ist auch Fehlanzeige.
Gopro Digital Hero
Die Gopro Digital Hero hält sportliche Aktivitäten in digitalen Bildern fest. Dank des stabilen Gehäuses besitzt sie eine Tauchtiefe von 30 Metern.
Die Kamera im Gehäuse ist klein und hat nur eine Auflösung von drei Megapixeln.
Zwei Knöpfe zur Bedienung, eine kleine Anzeige und ein USB-Anschluss müssen als Ausstattung genügen.
Es ist schwer mit der Gopro Digital Hero das anvisierte Motiv zu treffen.
Die Digital Hero besitzt nur zwei Tasten. Der Auslöser startet nur die Aufnahme eines Videos oder eines Fotos mit dem Drei-Megapixel-Sensor in der Kamera. Der Einschaltknopf dient gleichzeitig zur Auswahl des gewünschten Aufnahmemodus und zum Ausschalten.
Der Auslöser ist schwergängig und die Kamera gibt keine Rückmeldung (weder optisch noch akustisch), ob ein Bild aufgenommen oder die Aufzeichnung eines Videos gestartet ist. Es bedarf einiger Übung, um mit dem am Handgelenk angebrachten Digital Hero ungefähr das Motiv zu treffen, das man haben möchte.
Für ernsthafte Fotografen ist der Digital Hero nicht zu empfehlen. Er ist ein Gerät für Schnappschüsse bei Ausflügen an Badeseen oder auf die Skipiste.
Ricoh G600
- macht hervorragende Bilder, besonders im richtigen Licht
- enthält leistungsstarken Blitz und Blitzschuh für externen Blitz
- Backup-AAA-Batterie Fähigkeit
- sehr teuer
- keine optische Bildstabilisierung
- nicht hübsch
Panasonic SDR-SW20
- wasserdicht
- erschütterungsfest
- kompakt
- Videoqualität



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