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Lenovo ThinkPad X61s: Subnotebook im Test
Der digitale X-Aktenkoffer

von Kurt Müller Uhr veröffentlicht

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In puncto Design lässt das IBM ThinkPad X61s von Lenovo auf jeden Fall die Konkurrenz ziemlich weit hinter sich. Denn Metallscharniere für Display oder ein Magnesium-Gehäuse gehören nicht zur Standardausstattung von Subnotebooks. Jedoch hat auch ein rund 2.000 Euro teurer Lenovo-Rechner ein paar Schönheitsfehler.

Subnotebooks zeichnen sich durch ihr robustes Gehäuse, das geringe Gewicht und eine lange Akkulaufzeit aus. Deswegen eignen sie sich vor allem für Geschäftsreisende. Das IBM ThinkPad X61s von Lenovo erfüllt zumindest zwei dieser Kriterien, lässt beim dritten jedoch einige Wünsche offen.

Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben: Massive Metallscharniere, die den verwindungssteifen Displaydeckel mit der Baseunit verbinden. Ein Magnesium-Gehäuse, das die Hardware wie ein Überrollkäfig schützt. Daher bringt der Rechner mit dem Vier-Zellen-Akku der Grundkonfiguration gerade einmal 1.400 Gramm auf die Waage. Verpackt in einem schwarzen Gehäuse von 26,5 x 3,5 x 21,1 Zentimetern.

Strapazierfähige Hardwareausstattung

Als Notebook-Basis dient ein Intel Core 2 Duo Prozessor (L7500) mit 1,6 Gigahertz Taktfrequenz, in 65-Nanometer-Fertigung und mit einem vier Megabyte großen L2 Cache. Unterstützt wird die CPU durch einen DDR2-SDRAM-Riegel mit einer Kapazität von zwei Gigabyte. Der Arbeitsspeicher lässt sich mittels eines freien Slots auf maximal vier Gigabyte erweitern.

Elektrisiert: Lenovo X61s

Der Intel Graphics Media Accelerator (GMA) X3100 sitzt auf einem MobileIntel GM965 Express Chipsatz und ermöglicht eine maximale Auflösung auf dem 12,1 Zoll großen XGA Display von 1.024 x 768 Pixeln. Der Intel High Definition Audio Chipsatz onboard ermöglicht den beiden Stereo-Lautsprechern einen guten, wenngleich auch etwas leisen, Sound wiederzugeben.

BenchmarksIBM Lenovo X61s
3D Mark 06 (1024 x 768)467
Cinebench R10 32bit (1 CPU)1783
Cinebench R10 32 bit (x CPU)3116
Winrar 3.71 (4,5 GB zippen)47:30
HDD Tune Minimum27,0 MB/sek.
HDD Tune Maximum57,2 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt45,6 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit16,8 ms

Lenovo IBM ThinkPad X61s

Bild 1 von 6
Fire Wire, zwei Mal USB, Audiobuchsen, Klagge für die schockgelagerte HDD, Anschluss für ein ISDN-Modem und die Buchse für den Netzanschluss.

Im Gehäuse befindet sich außerdem eine 2,5 Zoll S-ATA Festplatte mit 160 Gigabyte Speicher und 5.400 Umdrehungen pro Minute. Diese ist schockfest auf Gummipuffern gelagert und daneben durch das so genannte Lenovo Active Protection System abgesichert. Dieses schützt die gespeicherten Daten, indem ein eingebauter Sensor plötzliche Bewegungsänderungen feststellt und den Schreib-/Lesekopf der Festplatte so lange parkt, bis die Gefahr vorüber ist.

Die Festplatten bietet Lenovo auch noch in anderen Versionen mit 7.200 Umdrehungen pro Minute und einer Speicherkapazität von 60 bis 120 Gigabyte an. Für die Rechner der X-Serie, die mit mehr als zwei Gigabyte RAM und Vista ausgestattet sind, bietet der Hersteller eine weitere Spezialität an: das Robson card boost hard drive. Dies ist eine SSD, die die am häufigsten aufgerufenen Dateien speichert und sie als eine Art Image hinterlegt, wenn der PC im Standby-Modus ist.

Angenehmes Arbeiten im drahtlosen Netz

Die tägliche Arbeit mit dem Rechner ist angenehm. Die Tastatur bietet einen knackigen Anschlag, gibt den Fingern nahezu perfekte Rückmeldung. Jede einzelne Taste ist so groß, dass ein versehentliches Vertippen fast ausgeschlossen werden kann. Mit verschiedenen Kombinationen der Fn- und Funktions-Tasten lassen sich zum Beispiel die Einstellung für die Funkverbindungen oder die Bildschirmhelligkeit regeln. Jedoch ist die Arbeit ohne Touchpad und nur mit dem Trackpoint zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Eine IBM-Eigenart, über die sich streiten lässt.

Mit an Bord sind weiterhin eine WLAN-Karte, die eine drahtlose Internetverbindung über den 802.11n Standard ermöglicht. Wenn diese einmal nicht zur Verfügung steht, sind noch eine Netzwerkkarte und ein UMTS/HSDPA-Modul ohne Netlock vorhanden. Letzteres ermöglicht die Nutzung des Internets via Handy. In Gebieten mit lückenhafter Netzabdeckung sorgt eine ausziehbare Antenne am Gehäusedeckel für besseren Empfang.

Lenovo IBM ThinkPad X61s, Teil 2

Bild 1 von 7
Der Trackpoint benötigt etwas Übung zum bedienen.

Mit der Tastenkombination Fn und F5 kann der Nutzer schließlich die UMTS-Verbindung oder Bluetooth ganz einfach aktivieren oder die drahtlosen Verbindungen komplett mittels eines Schalters am Gehäuse stilllegen. Als Betriebssysteme stellt Lenovo entweder Microsoft Windows XP Professional oder Vista in der 32- oder 64-Bit Version zur Verfügung.

Schönheitsfehler und deren Reparaturmöglichkeiten

Das nicht verspiegelte 12,1 Zoll XGA Display mit einer maximalen Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln bei 16 Millionen Farben enttäuscht ziemlich, weil es nur über eine maximale Helligkeit von 150 Candela pro Quadratmeter verfügt. Zum Vergleich: Das Dell Latitude XT bringt es standardmäßig auf 200 Candela, wobei extra für den Außeneinsatz das Display optional mit LED ausgestattet werden kann, die eine Helligkeit von 400 Candela ermöglichen.

Auch hält der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku nur magere 110 Minuten im Office-Betrieb durch. Zwar kann diese Speicherzelle gegen einen Hochleistungsakku mit vier Zellen oder gleich einem mit acht Zellen ausgetauscht werden. Dies geht jedoch zum einen zu Lasten des Geldbeutels, zum anderen zu Lasten der Größe und des Gewichts. Damit wiegt der Mini-Laptop dann 200 Gramm mehr und ist knapp drei Zentimeter tiefer.

Akkulaufzeit
OfficeFilmSpielen
110 min.100 min.80 min.

Fazit und technische Daten

Lenovo steht im Ruf hochwertige Notebooks herzustellen. Und dies zu Recht. Das Testgerät löst dieses Versprechen zumindest bei der Gehäuseverarbeitung, bei der Gerätesicherheit und bei der Bedienungsfreundlichkeit ein. Jedoch besteht bei der Display-Auflösung und der Helligkeit Verbesserungsbedarf.

Lautstärke
idleLast
35,1 db38,4 db

Bei Subnotebooks der Konkurrenz gehören bereits 1.280 x 800 Pixel zum guten Ton. Darüber hinaus reicht die Helligkeit des ThinkPads bei Weitem nicht aus, um im Freien arbeiten zu können. Der Nutzer sieht einfach nichts. Auch bei der Stromversorgung besteht noch Nachholbedarf. Vielleicht verbaut Lenovo in Zukunft zumindest den vier Zellen-Hochleistungsakku. Dem ThinkPad würde es gut zu Gesicht stehen.

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In puncto Design lässt das IBM ThinkPad X61s von Lenovo auf jeden Fall die Konkurrenz ziemlich weit hinter sich. Denn Metallscharniere für Display oder ein Magnesium-Gehäuse gehören nicht zur Standardausstattung von Subnotebooks. Jedoch hat auch ein rund 2.000 Euro teurer Lenovo-Rechner ein paar Schönheitsfehler.

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Lenovo ThinkPad X61s: Subnotebook im Test
Das Subnotebook X61s von Lenovo ist so etwas wie der digitale X-Aktenkoffer für Geschäftsreisende. Doch bleiben wir am Boden: Scully und Mulder sind bei der Spurensuche nicht nur auf Positives gestoßen.
http://www.netzwelt.de/news/78342-lenovo-thinkpad-x61s-subnotebook-test.html
2008-08-14 18:45:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/lenovo-x61s-8-480-1218733423.jpg
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