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12.08.2008
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Das Apple-Handy spielt tatsächlich die Programm-Polizei

Jobs bestätigt: iPhone 3G hat einen Kill-Switch

Yasmin Kötter

Jobs bestätigt: iPhone 3G hat einen Kill-Switch

In einem Interview mit dem amerikanischen Wall Street Journal sprach Apple-Chef Steve Jobs über den Erfolg des App Stores, über den iPhone-Besitzer sich zusätzliche Programme für ihr Mobiltelefon herunterladen können. Fast beiläufig bestätigte Jobs ein Hintertürchen im iPhone 3G, das dazu genutzt werden kann, unerwünschte Applikationen zu löschen. Der Kill-Switch, eine Art Notschalter für installierte Programme, existiert demnach tatsächlich.

Das iPhone 3G als Apple-Spitzel

Ein Blog-Kommentar von Jonathan Zdziarski, dem Autor von "iPhone Open Application Development" hatte die iPhone-Gemeinde mit der Nase auf einen interessanten Code-Schnipsel im Betriebssystem des Apple-Handys gestoßen. Zwar war sich Zdziarski über den Nutzen nicht ganz sicher, legte aber eine Vermutung nahe: Apple hält sich die Möglichkeit offen, Programme, die nicht oder nicht mehr im App Store zu finden sind, ohne Dazutun des Nutzers löschen zu können.

apple iphone

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Das iPhone als SpyPhone?

Verdächtig war vor allem der eingebettete Link zu einer Internet-Seite mit einer Art schwarzen Liste von Programmen. Ein Abgleich mit dem auf dem iPhone gespeicherten Anwendungen könnte von Apple unerwünschte Applikationen schnell entlarven. Nachdem Zdziarski in einem Blog-Eintrag über die mögliche Auswirkung berichtet hatte, entfachte eine Diskussion über die Absichten Apples: Überwacht der Konzern alle iPhone-Nutzer?

Jobs: Hintertürchen dient Sicherheit der iPhone-Besitzer

Steve Jobs bestätigte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass es tatsächlich ein solches Hintertürchen gebe. Allerdings brauche Apple es nur zur Absicherung, falls ein virenverseuchtes Programm seinen Weg in den App Store finden würde. In diesem Fall ließe sich die entsprechende Anwendung zentral von allen betroffenen Apple-Handys entfernen. "Hoffentlich müssen wir diesen Hebel nie ziehen, aber es wäre unverantwortlich, einen solchen Hebel nicht zu haben", zitiert das Wall Street Journal Jobs.

Damit steht fest: Von technischer Seite her kann Apple unerwünschte Programme auf den verkauften iPhones 3G löschen. Von einer Kontrolle der Kunden, wie von unterschiedlichen Seiten befürchtet, distanziert sich Jobs jedoch. Eines steht fest: Der App Store erfreut sich großer Beliebtheit. Mehr als sechzig Millionen Programme haben iPhone-Besitzer seit dem Start des App Stores bereits heruntergeladen.


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Mehr über: iPhone, Apple, Mobiltelefon, Handy, iPhone-Software, Handy im Alltag


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Bananenhaupt, am 12.08.2008 12:31

DAS finde ich ja schon ziemlich heftig! Fast bereue ich es schon, mir ein neues iPhone gekauft zu haben. Der App Store ist gelungen und sinnvoll. Was aber, wenn dort eine Applikation auftaucht, ich sie mir kaufe, dafür Geld bezahle und Steve am anderen Ende der Welt den Schalter umlegt und die Software deinstalliert. Nachts, wenn ich schlafe womöglich. Bekomme ich dann nachträglich mein Geld zurück? Ich glaube kaum...


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