Wie Rapidshare und Co. ausgetrickst werden
Angesaugt: Download-Tools für One-Click-Hoster
Filesharing
One-Click-Hoster schicken sich an, das klassische Filesharing zu verdrängen. Dateien liegen auf Servern und nur die zugehörigen Links müssen verteilt werden. Die Hoster wollen damit Geld verdienen, doch Download-Manager und Premium-Generatoren schlagen Firmen wie Rapidshare ein Schnippchen.
Inhalt
- Hosting vs. P2P
- Das Rapidshare-Prinzip
- Gönn' dir Premium
- Downloads als Massenverwalter
- Link-Generatoren machen Dampf
- Vampirismus, irgendwie
Hosting vs. P2P
Filesharing über einen P2P-Client funktioniert stets nach dem gleichen Schema: Irgendwo im Netzwerk existiert eine Quelle, andere Teilnehmer laden Stücke der Datei herunter und stellen sie damit gleichzeitig für andere Nutzer wieder als Upload zur Verfügung. Diese Dezentralisierung und Verteilung der Lasten hat klare Vorteile.
Problematisch ist dabei allerdings die Sicherheit und Anonymität der Filesharer: Für den Datentausch per P2P muss die eigene IP-Adresse öffentlich einsehbar sein, damit die Kommunikation funktioniert. Ist eine IP-Adresse also am Up- und Download urheberrechtlich geschützter Dateien beteiligt, lässt sich das relativ einfach nachweisen - wie regelmäßige Abmahnwellen in Filesharing-Clients belegen.

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Im Fadenkreuz zweifelhafter Tools: Rapidshare.
(Klick vergrößert.)
Das Rapidshare-Prinzip
Das Anbieten von Dateien über One-Click-Hoster ist dabei kein Filesharing im klassischen Sinne, da der Datenaustausch nur zwischen Nutzer und Server stattfindet. Am Beispiel des weltweit erfolgreichsten Hosters Rapidshare hier einmal das Schema, nach dem die Datei in Umlauf gebracht wird: Der Nutzer lädt die Datei auf die Server des Anbieters hoch - kostenlos und ohne Anmeldung.
Der Uploader erhält jeweils einen Link, um den Download zu starten und die Datei wieder vom Server zu entfernen. Statt diese Download-Links jetzt nur einem Kollegen oder sonstwie eingeschränkten Personenkreis zugänglich zu machen, veröffentlichen viele Nutzer sie in Foren und Blogs. Auf diese Weise kann jeder Besucher die gehosteten Dateien herunterladen.
Datentausch ohne Nachteile? So ist es nicht: Immerhin muss dem One-Click-Hoster das uneingeschränkte Vertrauen geschenkt werden, denn hier taucht sowohl beim Upload als auch bei späteren Downloads von Dateien die IP-Adresse auf. Zudem konnte beispielsweise Rapidshare bereits von der GEMA zum Löschen gespeicherter Inhalte gezwungen werden - in einem BitTorrent-Client undenkbar.
Jetzt sind Sie dran.
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