Von überall auf die eigenen Daten zugreifen
Netzwelt-Wissen: NAS (Network Attached Storage)
Mittlerweile verfügen viele Haushalte über mehrere Rechner. Dadurch sind die Daten auf mehrere Systeme verteilt - ein zentraler Speicherplatz fehlt. Hier setzt ein NAS-System an, welches per Ethernet an das LAN (Local Area Network) angeschlossen wird und von dort Plattenplatz zur Verfügung stellt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Zwei Arten von NAS-Systemen
- 2Zugriffsmöglichkeiten: Weltweit
- 3Datenverteilung
- 4Bedienung und Arbeitsoberfläche
- 5Nachteil: Der Preis
Einzelne Ordner oder gar ganze Festplattenpartitionen lassen sich zwar auch auf einem Rechner freigeben, jedoch müssen für einen Datenaustausch beide PCs eingeschaltet sein - umständlich. Genau hier ist einer der Ansatzpunkte eines NAS. Die Daten werden zentral zur Verfügung gestellt - auch als Backup eignet sich ein NAS hervorragend. Zwar lässt sich dies auch mittels eines eigenen Server realisieren, jedoch ist dessen Wartung und Einrichtung wesentlich komplizierter, zumal bei einer durchgehenden Verfügbarkeit der Daten der Stromverbrauch nicht unerheblich ins Gewicht fällt.
Zwei Arten von NAS-Systemen
Ein NAS wird in zwei Gerätetypen unterscheiden. Bei einer externen Festplatte mit LAN-Anschluss ist zwar bereits die Rede von einem NAS, jedoch ist der Funktionsumfang stark eingeschränkt. Erst bei einem NAS-System mit CPU und Arbeitsspeicher sowie Platz für zwei oder mehr Festplatten handelt es sich um eine gute Backup-Lösung mit ausreichend Speicherplatz. Ein solches NAS bietet neben diversen RAID-Konfigurationen meist auch einen höheren Funktionsumfang. Das Gehäuse selbst ist recht klein und mit einem Nettop zu vergleichen.
Ein Blick auf das Datenblatt verrät meist sehr schnell, in welcher Preisklasse ein Gerät angesiedelt ist. Wichtige Merkmale dafür sind die Taktfrequenz des Prozessors, die Größe des Arbeitsspeichers und die Anzahl der Festplatten. Bereits ein einfaches NAS bietet einen Gigabit-LAN- und USB-Anschluss sowie einen Taster zur 1:1 Kopie von angeschlossenen Geräten. Mit zunehmenden Preis steigt auch die Zahl der Schnittstellen. Hochpreisigere Systeme bieten mindestens einen eSata-Anschluss sowie mehrere USB-und Gigabit-LAN-Ports. Derzeit noch nicht erhältlich sind Systeme mit USB 3.0-Anschlüssen, welche jedoch mit zunehmender Verbreitung der Schnittstelle auch in NAS-Systemen Einzug halten werden. Erhältlich sind sowohl vorkonfigurierte NAS-Systeme mit Festplatten als auch frei bestückbare Geräte.

Ein aktueller Trend sind im Betrieb auswechselbare Festplatten, im Fachjargon Hot-Swap genannt. Außerdem sind bereits diverse Systeme auf dem Markt die den Einsatz verschiedener Festplatten ermöglichen. So ist eine ungleiche Bestückung mit beispielsweise einer 500 Gigabyte und einer 1.500-Gigabyte-Festplatte möglich. Auch Drucker können an ein NAS angeschlossen werden, sofern ein Printserver vorhanden ist.
Zugriffsmöglichkeiten: Weltweit
In den eigenen vier Wänden erleichtert ein NAS bereits merklich die Arbeit. Auch der drahtlose Zugriff ist möglich, sofern das NAS an einem WLAN-fähigen Router angeschlossen wird. Richtig interessant, mitunter sogar von entscheidender Bedeutung, ist der Zugriff per Internet vom anderen Ende der Welt. Zu Hause vergessene Geschäftsunterlagen sind so in Sekundenschnelle wieder auf dem Rechner.

nochmal zur slug Bei Wikipedia nach NSLU2 suchen. Kann den Link als Gast leider nicht posten. Ich find die Slug nur zu unkomfortabel, sonst wäre sie super. Mit Gui wäre das schon...
Gibts eine preiswerte Selbstbauanleitung? Ich hab mal von der Slug gehört (Minipc mit Linux und Usb anschlüssen). Da war es möglich externe Festplatten anzuschließen. Mittlerweile ist das Ding wohl überholt und...
Artikel komplett überarbeitet
Klingt verdammt gut die NAS-Technologie, aber es übersteigt noch mein Budget. hier is auch ne ganz gute erklärung über NAS: ...