Hochauflösende Gigapixel-Bilder

Gigapan: Roboter für riesige Panorama-Aufnahmen

Gigapan: Roboter für riesige Panorama-Aufnahmen Forscher der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (USA) haben einen Roboter entwickelt, der Fotografen bei der Erstellung großer Panorama-Bilder hilft. Diese so genannten Gigapixel-Bilder sind nicht nur riesig, sondern können auch sehr stark vergrößert werden. Eine Consumer-Variante des Gigapan getauften Geräts ist sogar für Ottonormal-Fotografen erschwinglich.

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Viele kompakte Digitalkameras bieten inzwischen Hilfsfunktionen für die Erstellung von Panorama-Aufnahmen, aber ihre Anfertigung ist trotzdem noch mit viel Arbeit verbunden. Programme wie Autostitch oder PanoramaStudio nehmen einem zwar das Zusammenbasteln der einzelnen Aufnahmen ab, aber die vielen überlappenden Fotos muss man immer noch selbst machen.

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San Francisco Golden Gate Panorama
Mit einer Gigapan-Kamera aufgenommenes Panorama der Golden Gate Brigde.(Quelle: Randy Sargent, Carnegie Mellon Universität, Klick vergrößert.)

Hier setzt der Gigapan-Roboter an. Er klappert mit seiner Kamera den vorgegebenen Bereich in einem Raster von Einzelaufnahmen ab. Der Fotograf muss sich nicht mehr selbst mit der monotonen Erstellung der Einzelfotos des Panoramas beschäftigen. Nur vor Sonnenaufgang sollte der Gigapan fertig sein, es sei denn, man möchte eine Zeitrafferaufnahme erhalten. Für diesen Zweck gibt es schon eine extra Version des Gigapan. Sie ist wetterfest und soll über Jahre regelmäßige Aufnahmen, zum Beispiel aus Naturschutzgebieten, liefern.

guatelama markt panorama
Panorama-Aufnahme eines Marktes in Guatemala von einer Gigapan-Kamera.(Quelle: Leila Hasan, Carnegie Mellon Universität, Klick vergrößert.)

Der Name Gigapan steht für Panorama und Gigabytes. Da der Roboter nicht müde wird, kann man ihn auch mit einer Kamera mit Teleobjektiv bestücken und ein Raster aus Hunderten von Bildern erstellen lassen. Mit dieser Technik lassen sich Gigapixel-Bilder erstellen.

Diese Bilddateien, die mehrere Gigabyte groß sein können, zeigen nicht nur eine Panoramansicht. In sie kann man auch sehr weit hineinzoomen. Auf der eigens eingerichten Foto-Community gigapan.org kann man mit jedem Browser, ohne seinen Rechner oder seine Internetleitung zu stark zu beanspruchen, bequem in die hintersten Winkel der Aufnahmen vordringen.

Gigapan
Die Consumervariante des Gigapan erinnert in der Betaversion noch stark an Technik aus dem Medizinbereich.(Quelle: Carnegie Mellon Universität, Klick vergrößert.)

Bisher war solch ein Roboter nur für Forschungseinrichtungen, Behörden oder Fremdenverkehrsinstitutionen erschwinglich. Das ändert sich jetzt. Die Forscher von Carnegie Mellon haben eine Consumer-Variante ihres Gigapan-Roboters angekündigt. Er soll angeblich schon für etwa 500 US-Dollar (etwa 331 Euro) zu bekommen sein und in seiner Halterung soll jede digitale Spiegelreflexkamera Platz haben. Ob und wann das Gerät in Deutschland vertrieben wird, ist bisher leider nicht bekannt.

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