Verschwörungstheorie: Apple als App-Schnüffler?

Verkehrte Netzwelt: Das iPhone wird zum SpyPhone

Verkehrte Netzwelt: Das iPhone wird zum SpyPhone Da liegt er, der Verräter. Glänzend und mit unschuldigen Apfelbäckchen erweckt er den Eindruck, kein Wässerchen zu trüben. Dabei weiß doch die gesamte Welt: Das neue Apple iPhone 3G ist ein hinterhältiger Spitzel. Und ein Code-Schnipsel könnte es überführen.

Ein Blog-Kommentar von Jonathan Zdziarski, dem Autor von "iPhone Open Application Development" reichte, um eine Verschwörungstheorie auf den Plan zu rufen: Das iPhone hält sein Mutterschiff stetig auf dem Laufenden, welche unerlaubten Applikationen der abtrünnige Nutzer speichert.

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Schwarze Liste statt weißer Weste

Zdziarski hat im Betriebssytem des Apple iPhone einen verdächtigen Code-Schnipsel entdeckt, verlinkt mit einer Internet-Seite, die eine Liste mit unauthorisierten Applikationen enthält. Da liegt doch auf der Hand: Nachts, wenn der iPhone-Besitzer von all den herrlichen Drittentwickler-Programmen träumt, kramt das iPhone in seinem Innersten nach jenen Anwendungen, die Apple nicht oder nicht mehr im Appstore anbietet und reißt sie sich aus dem schlanken Körper. So hat Apple immer die Kontrolle darüber, mit was sich die Apple-Jünger bespaßen.

Bisher sind noch keine Fälle von Selbstsäuberung bekannt. Vielleicht handelt es sich beim iPhone 3G um einen waschechten Schläfer. Einen, der sich unbemerkt mit seinen Komplizen vernetzt, teuflische Pläne ausheckt und sich dann sonntags beim Kaffeetrinken bei der Oma von seiner besten Seite zeigt. Sich streicheln lässt und jede Berührung mit einem zufriedenen Brummen quittiert.

Apple Blog
Verbotene Apps: Führt Apple eine schwarze Liste?

Die Frage ist nur, was hat das iPhone davon? Ist die Bespitzelungs-Arbeit etwa der Grund dafür, dass das iPhone 3G sich mit GPS und UMTS schmücken darf? Hat das gute alte iPhone, Freund der freiheitsliebenden Jailbreaker, sich dem großen Boss verweigert und wurde dafür aufs Abstellgleis befördert? Hat das neue, karrieregeile iPhone 3G die dreckigen Jobs übernommen, für die sich das alte iPhone zu schade war?

Apple macht die Welt zur iWorld

Das Mutterschiff selbst hüllt sich in Schweigen: Schließlich wäre Apple schön blöd, auf dem Weg zur Weltherrschaft auszuplaudern, mit welchen Maßnahmen die Götter in Apple-Weiß die Menschheit geißeln. Bloß keine schlafenden Hunde wecken. Schließlich hat sich noch kein wütender Mob ins Silicon Valley aufgemacht, um sich von den technischen Fesseln zu befreien.

Warum eigentlich nicht? Bei Microsoft hätte auch nur die leiseste Vermutung auf Verschwörung den Stein ins Rollen gebracht. Das Unternehmen des Bösen, das sich mit Rücksichtslosigkeit den Kommerz sichert. Das Monopol-Monster, das jeglichen Anstand und Vertrauen der Nutzer über Bord wirft. Kurzum: Einen Wimpernschlag nach Bekanntwerden hätte Microsoft mal wieder eine Kommission am Hals. Bei Apple hingegen ist es nur verständlich, dass sich das iPhone nicht ganz vom Schöpfer trennen will, denn: Der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm.

Weitere Informationen

Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPhone 3GS. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPhone 3GS. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple iPhone.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Wenn es so eine Liste gibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Hacker sie knackt und alle Programme drauf schreibt. Wenn dann am nächsten Tag alle iPhones rund um den Globus leer sind, kommt bei Apple die...

Hi, Ist leider noch im Anfangsstadium, sollte aber in diesem haarsträubenden Zusammenhang erwähnt werden: http://wiki.openmoko.org/wiki/Main_Page/de Grüße Grunzer

Was hatte ich immer geflucht, weil das gediegene Telefon nur mit dem Zwangsvertrag bei T-mobil erhältlich war. Ich hatte mich eingereiht in die Heerscharen jener, die jeden Dienstag gen Cupertino beten, hoffend, das...

interessante Neuigkeiten und insbesonderen den Hinweis auf Microsoft und wie die Leute dort reagieren würden finde ich sehr wichtig. Ich frage mich wirklich, warum Microsoft immernoch als der Fiesling gegenüber...

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