Mit Zattoo, US-Streams und chinesischem P2P-TV zum Erfolg
Olympia im Netz: So klappt es auch ohne Fernseher
Moritz Zielenkewitz
Von China nach China
Verständlicherweise ist das Austragungsland der Olympischen Spiele, China, bei den Live-Übertragungen ebenfalls gut aufgestellt. Das chinesische Staatsfernsehen CCTV ist hier zwar alleiniger offizieller Anbieter von Olympia-Streams, hat aber in den vergangenen Monaten zwölf weiteren Portalen den Datenstrom zur Verfügung gestellt.
CCTV bietet 28 Channels mit avisierten 3.800 Stunden zusätzlichem On-Demand-Material. Deutsche Internet-Nutzer dürften wegen langsamer Datenübertragung und Sprachbarrieren allerdings weniger begeistert sein. Die Streaming-Freeware PPLive besitzt aber Lizenzen, um den Stream über ein P2P-Protokoll weltweit und mit akzeptabler Bandbreite anzubieten. Netzwelt hat die besten P2P-Streamer miteinander verglichen.

![]()
![]()
CCTV: Staatsfernsehen für China, PPLive streamt weltweit.
(Klick vergrößert.)
YouTube mauert
Sogar YouTube springt auf den Olympia-Zug auf und stellt ab dem Eröffnungstag einen eigenen Channel zur Verfügung. Allerdings wird es nur Zusammenschnitte auf Abruf geben, eine Live-Berichterstattung fällt flach. Deutsche User werden sowieso nicht glücklich mit den Peking-Clips: Die Inhalte sind den 77 Staaten vorbehalten, die keine anderweitigen Übertragungsrechte vom IOC erhalten haben.
Abnehmer werden die YouTube-Clips daher in weiten Teilen Afrikas, Asiens und im Mittleren Osten finden - speziell Indien, Korea und Indonesien dürften hier mannstarkes Sportinteresse zeigen. Den Channel finden Sie in den Links zum Thema.

![]()
![]()
YouTube: Eigener Olympia-Channel für 77 Staaten.
(Klick vergrößert.)
Halbseidene Drittverwertung
Soweit die offiziellen und vor allem legalen Möglichkeiten, die Olympischen Spiele im Internet mitzuverfolgen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Empfang der Live-Streams auch über andere Quellen realisiert wird - ohne Zustimmung der Rechteinhaber oder des IOC natürlich.
Seiten wie ItsGameTime werben seit Tagen damit, den Live-Stream aus Peking ohne staatliche Beschränkungen anzubieten. Auch asiatische P2P-Streamer ohne Lizenz von CCTV, namentlich TvUPlayer, Sopcast oder PPstream, dürften das Video-Material des chinesischen Staatsfernsehens recht zügig im Internet verbreiten - ähnlich wie auch die Partien der deutschen Fußball-Bundesliga.
Weitere Artikel zum Thema
-
Bundesliga per P2P: Alternativen zu PPLive
Fußball über CCTV-5 weiter ohne Proxy empfangen
-
China-Streamer im Visier: PPLive verklagt
P2P-Plattform verletzt Urheberrechte
-
Bundesliga kostenlos übers Internet
P2P-Streamer machen es möglich - legal?
Links zum Artikel
Mehr über: Internetfernsehen, IPTV, Filesharing
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








