Mit Zattoo, US-Streams und chinesischem P2P-TV zum Erfolg
Olympia im Netz: So klappt es auch ohne Fernseher
Pünktlich zum 8. August beginnen die Olympischen Spiele in Peking. Athleten aus aller Welt laufen, schwimmen und streben nach neuen Rekorden. Wer dieses Spektakel auch ohne Glotze verfolgen will, findet mit Software und Internet mächtige Verbündete auf der ganzen Welt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fernsehfreies Vergnügen
- 2Aus deutschen Landen
- 3US-Quellen anzapfen
- 4Von China nach China
- 5YouTube mauert
- 6Halbseidene Drittverwertung
Fernsehfreies Vergnügen
Olympische Spiele mitverfolgen - klar, im deutschen Free-TV gibt es ausreichend Angebote dafür. Doch wer keinen Fernseher hat oder lieber im Internet parallel zum Surfen noch den Sport im Blick haben will, muss nicht leer ausgehen. Das klassische Internetfernsehen ist hier nur eine Möglichkeit, auch internationale Live-Streams bieten sich dem sportinteressierten User an.
Eine Hürde: Nicht jeder Anbieter darf sämtliche Inhalte zeigen, erst recht nicht jedem Nutzer auf der Welt. Denn das International Olympic Comitee (IOC) erteilt den Fernsehsendern sehr klare Restriktionen, was die Verbreitung betrifft - ein Milliardengeschäft für alle Beteiligten.
Was für Kabel- und Satelliten-TV noch relativ einfach durchsetzbar ist, erscheint im grenzenlosen Internet unmöglich. Zwar hat das IOC erstmalig in der Geschichte von Olympia auch Internet und Mobiltelefone zu gleichberechtigten Anbietern erklärt. Trotzdem sind technische Kniffe unerlässlich, um bestimmte Zuschauergruppen vom Empfang auszuschließen.

Das gelingt stets über die Kontrolle der IP-Adresse, welche der User beim Besuch einer Website mitsendet. Stammt diese aus Ländern, die aus lizenzrechtlichen Gründen keinen Zugang zu den Inhalten bekommen dürfen, wird die Datenübertragung verhindert. Praktischerweise existieren Gegenmaßnahmen, um sich über diese Blockade hinwegzusetzen.
Aus deutschen Landen
Auch in und für das deutschsprachige Internet laufen Live-Streams rund um die Olympischen Spiele. Sowohl ARD als auch ZDF bieten einen Stream an, der ab dem 9. August live über die wichtigsten Sportereignisse informiert. Über die Mediathek steht eine Auswahl von bereits vergangenen Übertragungen auf Abruf bereit. Die Online-Angebote von ARD und ZDF finden Sie in den Links zum Thema.


Die Heim-WM ist verdaut, die neue Bundesliga-Saison hat angefangen und die Übertragungsrechte liegen nach einigen Wechseln wieder einmal bei Premiere - Fußball ist brandaktuell in Deutschland. Leider werden bis auf das Eröffnungsspiel sämtliche Partien ausschließlich im Pay-TV angeboten. Wie die Bundesliga trotzdem per Freeware kostenlos empfangen werden kann, stellt netzwelt vor.
Fußball-Bundesliga kostenlos über das Internet anschauen - P2P-Streamer aus Asien machen es möglich. Seit kurzem ist PPLive, die Vorzeige-Freeware der Fußballfans, nur noch über chinesische IP-Adressen erreichbar. Aber kein Grund zur Verzweiflung: Auch ohne umständliches Einrichten von Proxy-Servern kann die Bundesliga weiterhin in Deutschland empfangen werden.
Die Öffentlich-Rechtlichen meinen es ernst: Ab heute streamt der IPTV-Client Zattoo ARD, ZDF sowie digitale und dritte Programme. Die Testphase dauert ein Jahr, beide Seiten erhoffen sich von der Zusammenarbeit Erkenntnisse beim Internetfernsehen.
Schlechte Zeiten für chinesische P2P-Plattformen: PPLive, in Deutschland bekannt durch die rechtlich unklare Übertragung der Fußball-Bundesliga, wurde wegen Verstößen des Copyrights verklagt. Laut Medienberichten aus China ist das nur die Spitze des Eisbergs.
Neues gibt es aus der Welt des Internetfernsehens: Der beliebte Client Zattoo wird in der kommenden Version 3.2 eingedeutscht und unterstützt Teletext. Netzwelt hat sich die Tech Preview angeschaut und dabei auch neue Sender entdeckt.
Das olympische Feuer steht für Frieden. Netzwelt hat das Feuer gleich in zweifacher Form als olympisches Souvenir gefunden. Eine ganz besondere Fackel ist die erste offiziell zugelassene Replica der olympischen Fackel von Peking. Auch nicht zu verachten: Aschenbecher und Feuerzeug im "Vogelnest-Design".
Die Deutsche Fußball Liga zwingt den Betreiber der Webseite "fussball-livestreams.de", Links auf illegale Übertragungen von Bundesliga-Spielen von den Seiten zu löschen. Der Fußballverband hat in Frankfurt eine entsprechende Untersagungsverfügung erwirkt.




