Elektronische Reisepässe für Bin Laden und einen Selbstmordattentäter
RFID: E-Pass in wenigen Minuten geklont
Jan Johannsen
Ein Bericht der britischen Zeitung Times nährt Zweifel an der Sicherheit der als fälschungssicher angepriesenen elektronischen Reisepässe. In einem Test habe ein holländischer Wissenschaftler innerhalb weniger Minuten neue Daten auf RFID-Speicherchips von zwei Pässen gespielt.
Inhalt
- Babyface bin Laden
- "Äpfel und Birnen"
- Sicherheitsstruktur noch im Aufbau
- Wasser auf die Mühlen der Kritiker
Dem Bericht zufolge benötigte der Sicherheits- und Computerexperte Jeroen van Beek von der Universität Amsterdam nur eine öffentlich zugängliche Software, ein Kartenlesegerät im Wert von etwa 50 Euro und zwei RFID-Chips, die circa 12 Euro kosten.
Babyface bin Laden
Ein Foto von Osama bin Laden fügte er auf den geklonten RFID-Chip des Reisepasses eines kleinen Jungen ein und auf den Pass einer 36-jährigen Frau spielte er das Foto von Hiba Darghmeh, die 2003 drei Menschen bei einem Selbstmordanschlag tötete.

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Hoffentlich ist auf seinem ePass auch sein Foto gespeichert.
(Quelle: Bundesministerium des Innern, Klick vergrößert.)
Nach der Manipulation akzeptierte ein Lesegerät, das mit dem von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) als Standard empfohlenen Golden Reader Tool arbeitet, die veränderten Pässe. "Wir unterstellen nicht, dass Terroristen heute oder demnächst in der Lage sind biometrische Ausweise zu fälschen," sagte van Beek der Times. Sein Anliegen sei es vielmehr auf die bestehenden Sicherheitsprobleme aufmerksam zu machen.
"Äpfel und Birnen"
Ein Sprecher des britischen Innenministeriums sagte der Times, dass der Behörde bisher kein Fall bekannt gewesen sei, in dem es jemanden gelungen sei, die Daten auf den Ausweisen zu verändern oder manipulieren. Eine Veränderung oder Manipulation würde durch die Lesegeräte bemerkt werden.

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Lesegerät der Bundesdruckerei für den ePass.
(Quelle: Bundesministerium des Innern, Klick vergrößert)
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Soviel Schwachsinn auf einem Haufen gibt´s doch garnicht. Wie blöd müssen denn die Behörden sein, das die solche Mängel nicht mitbekommen
:rolleyes:
Wer kann mir erklären, wie mich ein E-Fingerabdruck, E-Bild usw im Pass von einem Anschlag abhalten soll?
Die Behörden dürfen meinen Abdruck gerne speichern und veröffentlichen wenn ich mind. 20 Menschen bei einem Selbstmordanschlag in den Tod gerissen habe.
(meinetwegen auch schon bei meiner Einreise wenn ich aus dem Ausland komme, denn wie kann man am Fingerabdruck meine Absichten erkennen...)
Verwirrt
Grunzer
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