Kompaktes Multimedia-Handy aus dem Hause RIM
Komm spielen: BlackBerry Pearl 8110 im Test
Yasmin Kötter
Die Perle, englisch "pearl", ist Namensgeberin für den handlichen BlackBerry von Research in Motion (RIM), der anders als seine Brüder nicht Business-Nutzer, sondern vor allem Privatleute ansprechen soll. Mit schwarzem Glanzlack, geschwungener Tastatur und den Maßen 107 x 50 x 14 Millimeter ist der Pearl 8110 optisch deutlich ansprechender als seine Mitstreiter und muss sich nicht in der Anzugtasche verstecken.
Inhalt
- Freud und Leid: Trackball und Tastatur
- Musikalische Perle: Der MP3-Player des BlackBerry
- Vorteile: Push-E-Mail und GPS-Modul für die Navigation
- Fazit: Nichts Halbes, nichts Ganzes
Freud und Leid: Trackball und Tastatur
Das Display mit nahezu quadratischer Anzeigefläche überzeugt mit einer kräftigen und kontrastreichen Darstellung der Inhalte. Die Tasten unterhalb des Bildschirms fallen leider klein aus und sind so versetzt, dass sie mit beiden Daumen gleichzeitg nur schwer zu bedienen sind - der Anordnung der Buchstaben zufolge wäre das eigentlich sinnvoll. Der Trackball dagegen lässt sich sehr einfach handeln und macht ein schnelles Blättern in langen Menü-Listen möglich. Hier könnten sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden.

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Der Trackball überzeugt, die Tastatur fällt im Praxistest durch.
Anders die Menüführung: Das Hautpmenü zeigt sich auf den ersten Blick sehr unübersichtlich. Die einzelnen Symbole ähneln sich stark, was das erste Zurechtfinden erschwert. Außerdem lässt sich die Struktur nicht immer nachvollziehen. Die nicht sehr intuitive Bedienweise zieht sich leider durch das gesamte Menü des BlackBerry Pearl. Einsteiger dürften ihre Probleme mit dem Gerät haben.
Um Privatnutzer anzusprechen, spielen vor allem die Multimedia-Funktionen eine Rolle: Bei der Kamera hat RIM zu sehr gespart. Sie schießt Fotos mit einer maximalen Auflösung von zwei Megapixeln. Das reicht unterwegs für Schnappschüsse, ersetzt aber keinesfalls die waschechte Digitalkamera. Videos zeichnet der Pearl 8110 mit 250 x 180 Pixeln auf - allerdings nur, wenn eine MicroSD-Karte eingelegt ist. Ansonsten verweigert Blacky die Aufnahme.
Musikalische Perle: Der MP3-Player des BlackBerry
Beim MP3-Player sieht es etwas besser aus: Dieser spielt die gängigen Formate wie MP3 und AAC ab und der Klang ist befriedigend. RIM verwendet einen 3,5-Millimeter-Anschluss, sodass sich andere Kopfhörer anschließen lassen. Beispielsweise die Bass-Bügel Koss Porta Pro. Das wirkt sich zusätzlich positiv auf die Klangqualität aus.
Die Bedienung des Players ist beim ersten Gebrauch gewöhnungsbedürftig. Da es keine speziellen Player-Tasten gibt, sind Funktionen wie "Spulen" oder die Wiedergabeliste nicht auf Anhieb zu finden. Mit dem Trackball lassen sich Display-Bereiche anwählen, zum Beispiel die Zeitleiste, in der auf Knopfdruck gespult werden kann. Ein Radio bietet der BlackBerry übrigens nicht.
RIM BlackBerry Pearl 8110
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