Internationaler Netzwelt.de-Leitfaden: Werkzeuge gegen die China-Firewall

China-Kracher: So lässt sich die Olympia-Zensur umgehen

Ein herber Verlust für die Pressefreiheit: Auch Olympia-Journalisten in Peking dürfen kein ungefiltertes Internet nutzen. Die chinesische Firewall ist aber mehr Machtsymbol als wirkliches Hindernis: Kostenlose Programme und Online-Dienste öffnen dem zensurfreien Web Tür und Tor.

Proxify
Rewebber wie Proxify schleusen die Anfragen an der Firewall vorbei.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Ausgangslage
  2. 2Mit goldenem Schild voran
  3. 3China-Kracher 1: Firewall mit Software umgehen
  4. 4China-Kracher 2: Firewall ohne Software umgehen
  5. 5Auch wichtig: Telefonie und persönliche Daten sichern
  6. 6German IT online magazine netzwelt.de combats press censorship
  7. 7China-Cracker: Netzwelt.de IT Guide to Circumvent Olympic Games Censorship
  8. 8The Status Quo
  9. 9Gate to the Chinese Empire
  10. 10China-Cracker 1—Cracking the Firewall with the Help of Software in China:
  11. ...aufklappen
  12. 11China-Cracker 2—Cracking the Firewall with the Help of Software from Outside China:
  13. 12China-Cracker 3—Cracking the Firewall without Software Within and from Outside China:
  14. 13China-Cracker 4—Encrypting Email, Hard Drives and Phone Calls against Spies:
  15. 14Le webzine allemand Netzwelt.de spécialisé en informatique mène son combat contre la censure dans la presse
  16. 15Piratage en Chine : le guide informatique de Netzwelt.de pour contourner la censure des jeux olympiques
  17. 16Situation initiale
  18. 17Accès à l’empire du milieu
  19. 18Piratage en Chine 1 – craquer le pare-feu avec un logiciel depuis la Chine:
  20. 19Piratage en Chine 2 – craquer le pare-feu avec un logiciel en-dehors de la Chine:
  21. 20Piratage en Chine 3 – craquer le pare-feu sans logiciel en-dehors de la Chine comme depuis la Chine:
  22. 21Piratage en Chine 4 – e-mails, disques durs et communications téléphoniques cryptés contre les fouineurs:
  23. 22La revista alemana informática en Internet lucha contra la censura de la prensa
  24. 23China pirata: Guía informática de Netzwelt.de-IT para evadir la censura de las olimpiadas
  25. 24Punto de partida
  26. 25Entrada al Reino del Medio
  27. 26China pirata 1 – Descifrar el Firewall (cortafuegos) con software en China:
  28. 27China pirata 2 – Descifrar el Firewall (cortafuegos) con software fuera de China:
  29. 28China pirata 3 – Descifrar el Firewall (cortafuegos) con software fuera y dentro de China:
  30. 29China pirata 4 – Codificar correos electrónicos (e-mails), discos duros y llamadas telefónicas contra espías:

Die Ausgangslage

Die Olympischen Spiele rücken näher und das Reich der Mitte macht, was es seit über 2000 Jahren praktiziert - Schotten dicht. Im digitalen Zeitalter heißt das: Internet cool down, unliebsame Web-Seiten werden von den Chinesen unzugänglich gemacht. Journalisten aus den USA, England, Frankreich oder Deutschland sind empört, Politiker ebenso. Denn freie Berichterstattung und Recherche ist so nicht mehr möglich.

Doch im Internet ist es wie einst in Troja: die Wahl der richtigen Mittel kann zum Sieg verhelfen. Damit die Presse- und Informationsfreiheit doch noch zum Zuge kommt, hat netzwelt für alle Journalisten einen viersprachigen IT-Leitfaden erstellt (englisch, deutsch, französisch). Dieser zeigt, wie die Internet-Zensur in China umgangen werden kann.

Das betrifft sowohl Journalisten, die bereits in China sind, als auch jene, die gerade dabei sind, ihre Koffer für die Olympia-Berichterstattung fürs Reich des roten Drachens zu packen. Dabei bietet der Netzwelt.de-Leitfaden mehr, als die generellen Empfehlungen für die Berichterstattung in diktatorischen Staaten, wie sie beispielsweise die Organisation "Reporter ohne Grenzen" ausspricht.

Olympia Logo
Mit Logo, ohne freies Internet: Die Olympischen Spiele in Peking.

Mit goldenem Schild voran

In China wird das Internet seit gut zehn Jahren staatlich kontrolliert. 1998 wurde das Projekt "Goldener Schild" von den chinesischen Sicherheitsministerien initiiert. Letztlich handelt es sich um eine der weltweit größten staatlichen Internet-Firewalls. Nach Expertenschätzungen arbeiten mehrere Tausend Zensoren in China daran, dass die mehr als 200 Millionen surfenden Chinesen im Internet vor allem das sehen, was die Regierung gestattet. Dabei fährt der rote Drachen eine umfangreiche IT-Maßnahme:

  • Statische Lösung: Unliebsame Websites werden über ihre IP-Adresse auf eine "Schwarze Liste" gesetzt. Eine Firewall blockiert für jeden Computer in China diese Seiten. Eine IP-Adresse ist eine Identifikations-Nummer für den Rechner im Internet.
  • Filter-Lösung: Staatliche Zensoren installieren auf den zentralen chinesischen Servern Filter. Diese schließen nicht gewollte Internet-Adressen (URLs) aus, die Keywords enthalten, welche auf dem Index stehen. Das können Worte wie "blog", "feed" (Newsticker von Seiten), "Tibet" oder "Press Freedom" sein.

  • Desweiteren betreibt China das so genannte DNS-Poisoning: Normalerweise sorgt ein spezieller Server dafür, dass über den eingegebenen Namen der Webseite, die man aufruft, auf die dazugehörige IP-Adresse, also die Erkennungsnummer des Computers, Rückschlüsse gezogen werden können. Dass beispielsweise aus www.google.de die IP 209.85.129.147 wird, liegt am Domain Name System, das als Datenbank auf den Servern liegt.
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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Zitat: Warum reißen wir die Klappe nicht bei den amerikanischen Menschenrechtsverletzungen auf? Ein Land, das auf dem gleichen Entwicklungsstand ist, wie wir? Wie viel...

Die Veranwortlichen hätten sich vorher überlegen müssen wohin sie die Spiele geben. Denke es spielt wie immer das Geld eine große Rolle. Jetzt soll man den Sport Sport sein lassen und gut ist ! ...

Die Chinesen sind Jahrelang unterschätzt worden und das wird noch so weiter gehen

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